Freigestellt

Für die Farbauswahl zeichnet der Reiter Color Selection zuständig, den Sie in den Paletten aller Lightzone-Effekte unten parallel zu den Tool Settings finden (Abbildung 5). Das hier für das Hue/Saturation-Werkzeug (Farbton/Sättigung) gezeigte Verfahren funktioniert analog auch bei allen anderen Effekten.

Abbildung 5: In Dear Esther streift man über eine verlassene Insel. Meist schlendert man dabei wie hier an der Küste entlang.

Die Auswahlfarbe setzt das mit dem Pipetten-Button links unten in der Effektpalette aktivierbare Werkzeug per Klick auf einen durchschnittlich hellen Bereich des auszuwählenden Kleidungsstücks. Nun wählen Sie die Range(Farbtoleranz) so, dass im Color Mask-Fenster oben Rechts soweit wie möglich bloß das auszuwählende Objekt weiß erscheint. Die Schieberegler auf dem Graustreifen unterhalb des Farbfelds beschränken den Ausschnitt zusätzlich noch auf einen Helligkeitsbereich.

Beide Helligkeitsbereichsregler lassen sich aufsplitten. Dadurch entsteht ein Übergangsbereich, in dem die Wirkung des Effekts kontinuierlich nachlässt. In unserem Beispiel ist eine exakte Begrenzung der Einfärbung gefragt. Viel häufiger gefragt sind in der Bildbearbeitung jedoch fließende Übergänge, sodass die splittbaren Bereichsregler in der Praxis Gold wert sind.

Pi mal Daumen

Die Einstellungen in Abbildung 4 wurden so gewählt, dass die Color Mask-Ansicht möglichst wenige direkt an das auszuwählende Objekt angrenzende weiße Stellen zeigt, denn diese muss die um das Top herumgezogene Auswahlkurve passgenau abschneiden. Im Beispiel folgt die Kurve daher nur an diesen wenigen Punkten exakt dem Umriss des Kleids. Ansonsten genügt ein loses Umfahren der Kontur, um die weiter entfernten Brauntöne im Hintergrund abzutrennen.

Die Umriss-Zeichenfunktion schalten Sie mithilfe des in der Abbildung 4 rot markierten Buttons am oberen Fensterrand ein. Dann erscheint rechts in der Leiste eine Auswahl der Kurvenmodi. In der Abbildung ist der für eine exakte Auswahl von gekrümmten Bildelementen am besten geeignete Bézier-Kurvenmodus aktiv (orange). Der Spline-Modus (Polynomkurven-Modus) erzeugt diffusere Formen mit glatten Übergängen, der Polygon-Modus Kurvenzüge aus Geraden.

Nach dem Justieren der Kontrollpunkte der Kurve mittels Drag & Drop gilt es, die Einstellungen des Einfärben-Effekts vorzunhemen: Eine um 70 Einheiten nach links verschobene Tönung (Hue) sowie voll aufgedrehte Saturation (Sättigung), Vibrance (Lebhaftigkeit) und Luninosity (Helligkeit) verwandeln das Braun in ein leuchtendes Lila. Die Färbung überkleistert dabei nicht die feinen Verästelungen der Federboa, erfasst aber trotzdem die winzigen Fransen der Naht unter der Achsel der Tänzerin – eine technisch einwandfreie Fotoretusche.

Abbildung 4 zeigt auch die doppelte Begrenzungslinie der vektorkurvenbasierten Regionen. Im Bereich zwischen diesen Linien nimmt die Wirkung des Effekts kontinuierlich ab. Die Breite des Übergangs lässt sich durch Ziehen mit der Maus an der inneren Linie einstellen.

Auch Gimp kennt fließende Auswahlübergänge. Dort müssen Sie deren Breite allerdings ohne optisches Feedback als Zahlenwert eingeben. Erst nach dem Anwenden des Effekts zeigt sich, wie breit der Übergangsbereich ausfällt. Lightzone dagegen führt den Effekt live allen Anpassungen der Form der Auswahl nach und hebt zusätzlich den Grenzbereich optisch hervor.

Um einem ausgewählten Bereich mehrere Effekte zuweisen lassen sich bestehende Auswahlkurven mit Edit | Copy Region sowie EditPaste Region und Edit | Paste Region linked per Zwischenablage übertragen. Die Formen von als linked eingefügten Kopien bleiben beim Bearbeiten synchron. Allerdings lassen sich die Einstellungen der Farbauswahl nicht so einfach kopieren – hier besteht Nachbesserungsbedarf.

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Kommentare
Wat?
Wie denn? (unangemeldet), Freitag, 25. Oktober 2013 02:25:15
Ein/Ausklappen

Hä, ich brauch Abo damit isch so Bericht über Open Software reintzziehen kann? Krass...!
Also das mach isch nich, wenn du versthest was isch meine, so. Also isch geh dann ma chillen.

Hauts...


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Re: Wat?
Ohne Worte (unangemeldet), Samstag, 26. Oktober 2013 08:26:24
Ein/Ausklappen

Nein, Du brauchst Deutschunterricht und einen Logopäden.


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