Anschaulich

Der Zone-Mapper besitzt die gleiche Funktion wie das Gradations- oder Farbkurven-Werkzeug in Gimp oder Photoshop: Bereiche, bei denen die Gradationskurve unterhalb der Grau dargestellten Geraden liegt, dunkelt das Programm ab, Kurvenbereiche, die oberhalb der Geraden liegen, hellt es auf. Dabei repräsentieren kleine Werte auf der X-Achse die dunklen Bildelemente, große X-Werte die hellen.

Um die Wirkung der Gradationskurve abzuschätzen, vergleichen Sie Punkt für Punkt den Ton des Graukeils auf der X-Achse (ursprünglicher Helligkeitswert) mit dem der Y-Achse (veränderter Helligkeitswert) – ein wenig intuitives Verfahren. Der Zone-Mapper arbeitet anschaulicher: Hier zeigt der Grauwert des kleinen unveränderlichen Belichtungsstreifens links den ursprünglichen Helligkeitswert, der breite, mit der Maus veränderte Graustreifen gibt den Helligkeitspegel nach der Anpassung wieder.

Öffnen Sie beim Arbeiten mit dem Zone-Mapper stets die Ansicht Zones rechts oben im Programmfenster. Das Vorschaufenster teilt das Bild dann in Graustufen auf, die den Zonen entsprechen. Zusätzlich hebt die Vorschau den Grauwert, über dem sich die Maus befindet, gelb hervor.

Eine gute Wahl

Den Lightzone-Entwicklern gebührt das Verdienst, das Zonen-System aus der Analogfotografie in die Welt der digitalen Bildbearbeitung übertragen zu haben. Inzwischen adaptierte es das ebenfalls freie und sehr leistungsfähige Darktable mit geringen Änderungen.

Ungeschlagen bleibt Lightzone jedoch bei der Auswahl von Bildbereichen für das gezielte Anwenden von Effekten. Das Programm bringt hierfür zwei Verfahren mit: die Auswahl nach Farbe und Helligkeit, sowie die Auswahl mit Hilfe von Vektorkurven, wie sie in Zeichenprogrammen wie Inkscape zum Einsatz kommen. Auch Gimp kennt diese beiden Methoden, doch lassen sich diese in Lightzone viel leichter kombinieren.

Das braune Top der Tänzerin ist wegen der feinen Spitzen der Federboa mit formbasierten Auswahlwerkzeugen nur mühsam zu isolieren. Auch eine reine Auswahl nach der Farbtönung scheitert, denn das Braun des Kleidungsstücks kehrt an mehreren Stellen des Bilds wieder.

Die Kombination beider Verfahren (Abbildung 4) führt schnell zu einem exakten Ergebnis: Zum Glück unterscheiden sich die feingliedrigen roten Federn farblich deutlich vom auszuwählenden Objekt. Es genügt also, mit Hilfe eines groben Vektorumrisses alle wie das Top der Tänzerin gefärbten Bildbereiche auszuschließen und die Feinheiten der Farbauswahl zu überlassen.

Abbildung 4: Capsized besticht vor allem durch seine riesigen, detailreichen Landschaften, in denen man allerdings die Gegner auch schnell übersieht. Haben Sie hier Held und Ureinwohner gefunden?

Das Farbprofil des Bildes setzt Lightzone als gesperrten Zone-Mapper um, der sich aber entsperren und dann verändern lässt. Zusätzlich stehen Einstellungen für Farbtemperatur und Tönung, Farbrauschunterdrückung sowie eine Weißpunktauswahl zur Verfügung.

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Kommentare
Wat?
Wie denn? (unangemeldet), Freitag, 25. Oktober 2013 02:25:15
Ein/Ausklappen

Hä, ich brauch Abo damit isch so Bericht über Open Software reintzziehen kann? Krass...!
Also das mach isch nich, wenn du versthest was isch meine, so. Also isch geh dann ma chillen.

Hauts...


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Re: Wat?
Ohne Worte (unangemeldet), Samstag, 26. Oktober 2013 08:26:24
Ein/Ausklappen

Nein, Du brauchst Deutschunterricht und einen Logopäden.


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