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© Medialinx AG

Cirrus7 Nimbus im Test

Kraftpaket

Er ist schick wie ein Mac Mini – im Gegensatz zum Schmuckstück aus Cupertino eignet sich der Cirrus7 Nimbus aber tatsächlich für die alltägliche Arbeit.

Wenn es um stromsparende, kompakte und leise Rechner geht, dann handelt es sich meist um leistungsarme Mini-PCs oder Mac Minis, selten aber um wirklich ausgewachsene Computer mit ausreichend Leistung für den Betrieb von virtuellen Maschinen oder genügend Saft zum schnellen Kompilieren von Programmen.

Cirrus7 setzt diesem Trend mit dem Nimbus [1] einen leistungsfähigen PC entgegen, der obendrein in einem schicken Gehäuse daher kommt und ab Werk mit Linux läuft. Der Hersteller bietet eine individuelle Konfiguration mit Intel-Prozessoren bis hin zu einem Core i7 bei 3,7 GHz an – viel schnellere Desktop-CPUs findet man aktuell auch nicht auf dem Markt. Beim Betriebssystem fiel die Wahl auf Ubuntu.

Neuauflage

Der Nimbus ist nicht der erste kompakte Computer von Cirrus7, den LinuxUser genauer unter die Lupe nimmt: Schon vor über zwei Jahren stand der Cirrus7 One auf dem Prüfstand [2]. Das Fazit von damals ließe sich als "teuer, aber lohnenswert" zusammenfassen: Der One erwies sich als leistungsstarker, sehr leiser und kompakter Computer, der mit einem schicken Gehäuse und Extras wie regelbaren LEDs glänzte.

Der neue Cirrus7 Nimbus führt die Tugenden kompakt und leise fort. Dank eines durchdachten Gehäuses arbeitet er jedoch nicht nur leise, sondern komplett lautlos: Kein einziger Lüfter dreht im Inneren des Gehäuses. Die Abwärme der CPU – zur Wahl stehen Prozessoren bis hin zum Intel Core i7-3770T mit bis zu 3,7 GHz – gibt der Rechner über ein aus elf verschiedenen Bauteilen zusammengesetzten Gehäuse aus massiven Aluminium-Platten (Abbildung 1) an die Umgebung ab (Abbildung 2).

Abbildung 1: Das Gehäuse haben die Entwickler aus mehreren Schichten Aluminium konstruiert. Viel Platz bleibt da nicht mehr.
Abbildung 2: Schlitze erlauben es der Abwärme, über die Umgebungsluft aus dem Gehäuse zu ziehen.

Länge und Breite des Nimbus (22 x 22 x 5,1 cm) fallen ähnlich aus, wie beim Cirrus7 One (21,8 x 21,8 x 10,8 cm), doch die Höhe hat sich halbiert. An einen noch kleineren Mac Mini von Apple mit nur 196 x 196 x 36 mm kommt aber selbst der kompakte Nimbus nicht heran.

Dennoch dürfte selbst auf dem kleinsten und vollsten Schreibtisch ein geeignetes Plätzchen für den Nimbus finden. Alternativ bietet es sich an, den PC per VESA-Halterung hinter einem Bildschirm zu verbauen. Aufgrund der kompakten Bauform bleiben optische Laufwerke und USB-Ports auf der Frontseite auf der Strecke. Auf der Rückseite ist das Gerät aber reich bestückt (Abbildung 3).

Abbildung 3: Auf der Rückseite stehen je vier USB-2.0- und USB-3.0-Ports bereit.

Das getestete Nimbus-Modell besitzt ein Intel DQ77KB als Mainboard, eine Intel Core i5-3570T als CPU und 8 GByte RAM. Mit dabei sind WLAN und Bluetooth via Centrino Advanced-N 6235 sowie als Datenträger eine Samsung SSD 840 mit 250 GByte Speicherplatz. In dieser Konfiguration würde der Nimbus 865 Euro kosten. Das Basismodell mit der einfachsten CPU und ohne Datenspeicher schlägt mit 449 Euro zu Buche.

Für Solid-State-Disks und Festplatten stehen zwei Slots für 2,5-Zoll-Speicher (S-ATA) bereit, zudem ist Platz für eine mSATA-Platine auf dem Board, nicht jedoch für eine dedizierte Grafikkarte. Die Wärme der Grafikkarte wäre mit den passiven Kühlelementen auch nicht zu bewältigen.

Die Wahl auf den Core i5-3570T mit vier bis zu 3,3 GHz schnellen Kernen fiel aufgrund dessen Thermal Design Power (TDP) von maximal 45 Watt. Dieser Wert ist identisch zur Core-i7-Variante – selbst die schnellste für das Gerät verfügbare CPU generiert also bei typischer Höchstbeanspruchung im realen Einsatz nicht mehr Abwärme als der im Testgerät verbaute Prozessor.

Windows gegen Aufpreis

Wie bei allen Rechnern von Cirrus7 kommt der Nimbus von Haus aus mit Linux. Käufer haben im Online-Store die Wahl zwischen Ubuntu 12.04 LTS und dem aktuellen Ubuntu 13.04. Andere Linux-Distributionen laufen freilich auch auf dem Nimbus; auf Wunsch installiert der Anbieter diese vor. Windows gibt es in Form von Windows 8 nur gegen Aufpreis, aber selbst hier finden Sie als Option, Linux und Windows parallel als Dual-Boot-System zu betreiben.

Das auf dem Testsystem vorinstallierte Ubuntu ist unverändert. Dank der OEM-Installation haben Käufer die Möglichkeit, den Namen des Benutzers und des Rechners selbst zu vergeben. Ansonsten gibt es zum System nicht viel zu sagen: Dank der Intel-Chipsätze brauchen Sie keine proprietären Treiber. Grafik, Sound, Bluetooth, WLAN und Standby funktionierten im Test ohne weiteres Zutun.

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