Quotas

Seafile kennt eine eigene Quota-Steuerung, mit deren Hilfe Sie festlegen, über wie viel Speicherplatz einzelne Nutzer verfügen dürfen. Um Verwirrungen bei der Vergabe von Quotas vorzubeugen, empfiehlt es sich, auf dem System einen Nutzer seafile-user anzulegen, dem systemseitig nur ein gewisses Kontingent an Speicherplatz zur Verfügung steht, und den Dienst unter dessen Rechten zu starten (Listing 3). So lässt sich verhindern, dass sich der Speicherplatz des Servers überraschend bis zum Anschlag füllt, wenn die Benutzer einmal unerwartet viel speichern möchten.

Listing 3

# neuen Nutzer anlegen
$ sudo useradd seafile-user
# home-Partition in /etc/fstab mit der Option
# "usrjquota=aquota.user,grpjquota=aquota.group,jqfmt=vfsv0"
# oder "usrquota,grpquota" versehen
# im Wurzelverzeichnis der zu überwachenden Partition:
$ sudo mount /Mountpoint -o remount
$ sudo quotacheck -cmugv /mountpoint
# Blocksize der Partition ermitteln
$ sudo tune2fs -l /mountpoint
# Soft- und Hardlimits sowie Gnadenfrist für
# seafile-user setzen, 0=kein Limit
# Blöcke = erlaubte Größe / Blocksize
$ sudo edquota -u seafile-user
$ sudo edquota -t
#Quota aktivieren
$ sudo quotaon -a
#Quota prüfen
$ sudo quota -u seafile-user

Verschlüsselte Transfers

Wer die Daten seiner Online-Festplatte dem eigenen Server anvertraut, möchte sicher nicht, dass diese auf dem Weg zum Ziel entfleuchen. Ab Seafile 1.7 verschlüsseln die Desktop-Clients den Datentransfer standardmäßig mit einem AES-128-Algorithmus. Wer jedoch mangels grafischem Client für sein System auf die Weboberfläche oder den Kommandozeilen-Client angewiesen ist, findet das nicht hilfreich.

Während der Seafile-HTTP-Server HTTPS unterstützt, gilt es Seahub ein Apache oder Nginx als Reverse-Proxy-Server vorzuschalten, der den Datentransfer verschlüsselt ausliefert. Entsprechende Anleitungen und Beispielkonfigurationen zeigt das Seafile-Wiki auf Github [5].

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Kommentare
Es hat sich viel getan seit 2013
Ralf (unangemeldet), Sonntag, 05. November 2017 09:31:09
Ein/Ausklappen

Hallo!

Seafile hat sich in den letzten Wochen und Monaten unglaublich weiterentwickelt. Die Version 1.7 von damals ist nicht zu vergleichen mit der aktuellen Version 6.

Die aktuelle Seafile Version - auch die freie Community Variante - bietet:
* plattformübergreifende Synchronisation
* mobile Apps für iOS und Android
* verschlüsselte Bibliotheken
* Up- und Downloadlinks
* Dokumentenvorschau für Grafikformate (JGP, PNG, GIF) und PDF sowie, je nach Integration, auch Office Formate
* Online Dokumentenbearbeitung mit Web Office oder Collabora
* Einbindung von Ordnern als virtuelle Laufwerke
* Dateiversionierung
* AD/LDAP-Integration
* Zwei-Faktor-Authentifikzierung
* WebAPIs

Ein Beispiel für die Möglichkeiten der APIs gibts es auf www.privatecloud.de

Wir haben intern Benchmarks mit OwnCloud, NextCloud und Syncthing gemacht. Seafile war nicht nur schnell, sondern auch der zuverlässigste der 4 Probanden. (Teilweise waren die Ergebnisse für die zwei großen Platzhirsche sehr ernüchternd.)

Ich kann nur empfehlen, sich Seafile genauer anzuschauen.


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