Grafischer Client

Der grafische Client macht das Einrichten wesentlich komfortabler. Allerdings steht er nur für Ubuntu und dessen Derivate als Binärpaket bereit, Nutzer anderer Distributionen müssen selbst zum Compiler greifen.

Nach der Installation fragt die Software beim ersten Start mit dem Seafile-Applet Parameter ab, wie etwa das Datenverzeichnis. Letzteres erstellt es automatisch und nistet sich als dann als Icon in der Taskleiste ein (Abbildung 2). Auch dieser Client bietet keine Möglichkeit, Bibliotheken zu erstellen oder auf dem Server abzufragen. Dafür aber das schnelle Herunterladen von der Seahub-Oberfläche oder das Synchronisieren mit einem bestehenden Verzeichnis.

Abbildung 2: Das Seafile-Applet des grafischen Clients fragt alle zum Betrieb nötigen Informationen ab.

Der grafische Seafile-Client startet, wie auch die Kommandozeilenvariante, einen eigenen HTTP-Server, der allerdings auf Port 13420 statt auf 13419 lauscht. Um lokale Bibliotheken aufzulisten, die Synchronisierung zu unterbrechen, Server-Adressen zu ändern oder Dateien verschlüsselt zu übertragen, behilft sich der Client eines Webbrowsers.

Seahub-Oberfläche

Die webbasierte Seahub-Oberfläche erlaubt es Ihnen nicht nur, Bibliotheken anzulegen, zu löschen, zu veröffentlichen und deren Inhalte zu verwalten. Sie erstellen oder entfernen damit auch Freigaben, definieren (Arbeits-)Gruppen, legen Kontaktlisten an und pflegen die bearbeiten Dateien online.

Als Administratoren registrierte Anwender dürfen Benutzer hinzufügen und löschen, deren Passwörter zurücksetzen oder Administratorenrechte vergeben und entziehen (Abbildung 3). Neben der Benutzerverwaltung dürfen Admins auch Gruppen oder Bibliotheken anderer Nutzer löschen oder Benachrichtigungen verfassen, die anschließend bei allen Nutzern erscheint.

Abbildung 3: Im Seahub-Admin-Bereich verwalten Sie Nutzer, Bibliotheken und Gruppen; eine Abfrage der Bibliotheksinhalte erlaubt er aber nicht.

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Kommentare
Es hat sich viel getan seit 2013
Ralf (unangemeldet), Sonntag, 05. November 2017 09:31:09
Ein/Ausklappen

Hallo!

Seafile hat sich in den letzten Wochen und Monaten unglaublich weiterentwickelt. Die Version 1.7 von damals ist nicht zu vergleichen mit der aktuellen Version 6.

Die aktuelle Seafile Version - auch die freie Community Variante - bietet:
* plattformübergreifende Synchronisation
* mobile Apps für iOS und Android
* verschlüsselte Bibliotheken
* Up- und Downloadlinks
* Dokumentenvorschau für Grafikformate (JGP, PNG, GIF) und PDF sowie, je nach Integration, auch Office Formate
* Online Dokumentenbearbeitung mit Web Office oder Collabora
* Einbindung von Ordnern als virtuelle Laufwerke
* Dateiversionierung
* AD/LDAP-Integration
* Zwei-Faktor-Authentifikzierung
* WebAPIs

Ein Beispiel für die Möglichkeiten der APIs gibts es auf www.privatecloud.de

Wir haben intern Benchmarks mit OwnCloud, NextCloud und Syncthing gemacht. Seafile war nicht nur schnell, sondern auch der zuverlässigste der 4 Probanden. (Teilweise waren die Ergebnisse für die zwei großen Platzhirsche sehr ernüchternd.)

Ich kann nur empfehlen, sich Seafile genauer anzuschauen.


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