Fazit

Fedora gehört zu den wichtigen Distributionen und gilt technologisch zurecht als Trendsetter. Im Gegensatz zu Ubuntu, das sich derzeit zunehmend ins Abseits manövriert, ist Fedora in Version 19 eine hervorragende, stabile und hochaktuelle Distribution für erfahrene Linux-Anwender. Im Gegensatz zu manch früherem Release erweist sich das System darüber hinaus von Start weg als voll funktionstüchtig.

Der Ehrenrettung halber sei erwähnt, dass die komplizierte Installation die Qualität des resultierenden Systems nicht beeinträchtigt, zumal sie im Idealfall nur ein Mal zu bewältigen ist. Erfahrene Nutzer dürften, insbesondere wenn ihnen Debian zu altbacken, OpenSuse zu "grün", Mint zu "braun" und Ubuntu zu eigen ist, an Fedora 19 ihre Freude haben. 

Features für Administratoren

Fedora 19 eignet sich als eine Art kostenlose RHEL-Preview mit aktueller Enterprise-Software und fortgeschrittenen Funktionen für den Betrieb auf dem Server oder im Rechenzentrum. So liefern die Entwickler neben den Standardkomponenten von OpenStack-Grizzly die OpenStack-Projekte Heat und Ceilometer mit. Ferner beherrscht das System mit der Funktion Checkpoint & Restore die Live-Migration von Prozessen zwecks Lastverteilung. Erwähnenswert ist die Möglichkeit, virtuelle Maschinen ohne gemeinsamen Speicher zu verschieben.

Ebenfalls für Admins interessant ist, dass das Init-System Systemd in Version 204 zum Einsatz komm, das die Entwickler in zahlreichen Punkten verbessert haben. Es ermöglicht, die Einstellungen von Diensten ohne Neustart zu ändern. Allerdings erschien zwischenzeitlich bereits Systemd 205, sodass noch einmal umfangreichen Änderungen anfallen.

Für Admins großer Umgebungen und Rechenzentren ist OpenLMI interessant, eine Infrastruktur zum Verwalten von Linux-Systemen. Drüber hinaus erweitern die "High Availability Container Resources" die Hochverfügbarkeitslösung Corosync/Pacemaker um Container in virtuellen Maschinen.

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