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© Dionisio Dias Filho, 123RF

Scheibchenweise

Das Tor-Netzwerk verstehen und nutzen

12.08.2013 Seit fest steht, in welchem Umfang die Geheimdienste Daten aus dem Internet abgreifen, ist für jeden, der seine Privatsphäre schützen möchte, Handeln angesagt. Tor hilft Ihnen dabei.

Wer ohne Schutz im Internet surft, hinterlässt zwangsläufig mehr Spuren, als ihm lieb ist. Dazu zählt vor allem die IP-Adresse, die eine relativ leichte Zuordnung zu einer Person erlaubt. Das nutzen nicht nur Ermittler beim Verfolgen von Straftätern und "Gefährdern", sondern auch diverse Webprojekte und Tracker, die das Surfverhalten der Nutzer protokollieren, um die erhobenen Daten zu verkaufen. Davon lebt inzwischen eine ganze Industrie.

Um der Datensammelei Einhalt zu gebieten, gilt es die persönlichen Daten soweit als möglich zu verschleiern. Dabei leistet das Tor-Netzwerk [1] eine wertvolle Hilfe: Es besteht aus einem Sammelsurium verschiedener Rechner auf der ganzen Welt, über die der Datenverkehr verschlüsselt läuft.

Wie funktioniert Tor

Tor steht als Abkürzung für "The Onion Routing" – ein Projekt, das ursprünglich von der US-Marine [2] initiiert und umgesetzt wurde, um die Kommunikation zwischen Regierungsbehörden zu schützen.

Im Kern funktioniert Tor folgendermaßen: Der Client bezieht beim Start vom einem Verzeichnisserver eine Liste sogenannter Tor-Nodes, als Knotenpunkte, an denen er sich anmeldet. Ruft der Client eine Seite auf, verbindet er sich via SOCKS mit einen sogenannten Entry Guard. Dieser reicht die Anfrage an einen zweiten Knoten weiter, der sie wiederum an einen dritten disponiert, den so genannten Exit-Node. Aus Effizienzgründen entschieden die Tor-Entwickler, jeweils nur drei Knoten zur Verbindung zu verwenden (Abbildung 1).

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