Workshops und Open Space

Zwischen den Vorträgen besuchen manche Teilnehmer einen der Workshops. Der erste richtet sich an Anfänger: Ein Helfer zeigt Einsteigern, wie sie das Image einer Distribution auf die SD-Karte schreiben. Ferner erfahren die Neuankömmlinge, welches Zubehör man sich zulegen sollte. Ein anderer Workshop demonstriert, wie man Minecraft auf dem Minicomputer installiert (Abbildung 2). Einige Besucher haben ihren eigenen Raspberry Pi mitgenommen, sodass sie am Ende der Veranstaltung über eine lauffähige Installation verfügen. Hier finden sich viele derjenigen wieder, die zuvor auch schon den Anfänger-Workshop besucht haben.

Abbildung 2: Auch Kurzweiliges hat seinen Platz: Hier lässt sich Minecraft auf dem Raspberry Pi spielen.

Diejenigen, die über mehr Vorkenntnisse verfügen, steuern stattdessen im Ausstellungsbereich einen der zahlreichen Tische mit Hardware-Aufbauten an: Hier demonstrieren Bastler ihre Raspberry-Pi-Projekte. Eines davon vertieft Nico Maas zwischenzeitlich in einem eigenen Vortrag: Beim Sunwell-Projekt [6] teilen RGB-Lampen Kellnern eines Cafés mittels optischer Signale mit, welcher Tisch als nächstes seine Bestellung erhält (Abbildung 3). Während die Lampen an sich mit Atmel-Mikrocontrollern realisiert wurden, übernimmt die Steuerung und Anbindung an das Kassensystem ein RasPi.

Abbildung 3: Dieser Hardware-Aufbau mit RGB-Lampen kann in Cafés für zügigere Bedienung sorgen.

Headless

Viele Anwender betreiben ihren RasPi ohne Monitor – beispielsweise, um ihn als Heimserver zu nutzen. Peter Sturm, der die beiden letzten Vorträge des Tages hält, geht als erstes auf dieses Thema ein. Wie greift man nun auf den "kopflosen" Raspberry Pi zu, um beispielsweise die Konfiguration zu ändern?

Die erste dargestellte Möglichkeit, die gemäß einer Handzeichen-Abstimmung auch die gebräuchlichste unter den Zuhörern ist, verwendet hierfür die Ethernet-Schnittstelle. An diesem Punkt fokussiert das Gespräch nötige Konfigurationsanpassungen der Netzwerk-Konfiguration in der Datei /etc/network/interfaces, und dabei unter anderem, wie man dort auf Wunsch dem Pi eine feste IP zuweist. Außerdem erwähnt der Referent, wie man mit Nmap den Pi mittels Netzwerkscan findet.

Im Anschluss wechselt der Vortrag nun auf die beim ein oder anderen weniger bekannte Zugriffsmethode via serieller Konsole. Hierzu klemmt man zwischen PC und RasPi einen USB-to-Serial-Adapter, findet mittels lsusb und dmesg raus, welches Interface anzusprechen ist, und greift dann mittels Terminal-Emulator (etwa Minicom) darauf zu. Nachteil dieser Methode: Der Adapter blockiert mehrere PINs des GPIO-Ports, die damit für anderweitige Nutzung ausfallen.

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