IP-Adressen

Um den Zeroshell-Rechner später ohne Einschränkungen zu nutzen, sollten Sie im nächsten Arbeitsschritt die physikalischen Netzwerkschnittstellen mit eigenen IP-Adressen versehen und freischalten. Das von Zeroshell in der Standardinstallation eingerichtete Interface VPN99 können Sie bei stationären Systemen zunächst unberücksichtigt lassen.

Rufen Sie zum Anpassen des Profils mit IP-Adressen zunächst im Fenster für die Administration das Menü SETUP | Network auf. Sie erhalten nun eine übersichtliche Liste der vorhandenen Schnittstellen samt deren Status. Rechts im Fenster befinden sich einige Schaltflächen zum Anpassen der IP-Einstellungen, während oben eine weitere horizontal angeordnete Menüleiste in Dialoge zu verschiedenen Diensten verzweigt (Abbildung 4).

Abbildung 4: Die richtige Konfiguration der Netzwerkschnittstellen gehört zu den grundlegenden Einstellungen.

Klicken Sie nun auf den Auswahlschalter vor dem einzustellenden Interface und anschließend rechts daneben auf die Schaltfläche Add IP. In einem weiteren Fenster geben Sie nun die gewünschte IP-Adresse zusammen mit der zugehörigen Subnetz-Maske ein. Zeroshell speichert die neue Einstellung, und die Schnittstelle schaltet die korrespondierende Adresse aktiv.

Bei der Auswahl der IP-Adresse sollten Sie darauf achten, dass diese nicht aus dem gleichen Subnetz stammt wie andere im Rechner vergebene Adressen, um Konflikte und Fehler beim späteren Einrichten von Diensten zu vermeiden. Sie haben zudem die Möglichkeit, für eine im System vorhandene Schnittstelle mehrere IP-Adressen zu vergeben.

Dies ist beispielsweise sinnvoll, wenn Sie beim Aufsetzen eines Routers mehrere statische IP-Adressen von Ihren Providern zugewiesen bekommen und diese alternativ einsetzen möchten. Nachdem Sie diese Arbeiten abgeschlossen haben, ist die Grundkonfiguration des Systems komplett.

Fazit

Zeroshell zeigt bereits auf den ersten Blick eine Fülle von Funktionen, die das System als Allround-Server empfehlen. Durch äußerst geringe Hardware-Anforderungen kommen ältere Rechner und Embedded-Systeme problemlos als Netzwerkzentrale in Betracht.

Deutlich verbesserungswürdig ist allerdings die noch relativ schlechte Dokumentation, die zudem auch (noch) nicht in deutscher Sprache vorliegt. Unser Workshop begleitet Sie daher in den kommenden Teilen beim Aufsetzen der Dienste für den zentralen Server von WWW und FTP über WLAN und VPN bis hin zu DHCP und DNS.

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