Installation

Zeroshell setzt ganz auf die Kommandozeile. Die Konfiguration erledigen Sie allerdings via Browser über einen integrierten Webserver. Zur Installation ist es unbedingt nötig, die Syntax einiger grundlegender Linux-Befehle zu beherrschen, da keinerlei Werkzeuge oder Assistenten bereit stehen, um das System auf einen Massenspeicher zu packen.

Grundsätzlich eignet sich Zeroshell für den Betrieb als Live-System. Manuell angelegte Konfigurationen gilt es dabei aber auf einem zweiten Medium zu speichern, um diese nach einem Neustart des Systems zur Hand zu haben.

Um die Distribution betriebsbereit auf der internen Festplatte des PC zu installieren, nutzen Sie das aktuelle ISO-Abbild ZeroShell-2.0.RC2.iso. Aus diesem nur rund 185 MByte großen Image brennen Sie eine bootfähige CD. Anschließend laden Sie die rund 200 MByte große Gzip-Datei ZeroShell-2.0.RC2-IDE-USB-SATA-Disk-2GB.img.gz zum Anlegen einer bootfähigen Festplatte herunter und speichern das Archiv auf einem USB-Stick.

Zeroshell liest im Live-Betrieb keine Flash-Sticks mit dem von anderen Betriebssystemen her bekannten VFAT-Dateisystem. Daher gilt es das Speichermedium zuvor mit einem Ext2-Dateisystem vorzubereiten, wozu Sie erst einmal Zeroshell vom optischen Laufwerk starten. Im Begrüßungsbildschirms tippen Sie [1], um den normalen Bootvorgang zu aktivieren.

Nach dem Hochfahren bietet die Distribution einige Optionen, wobei Sie S für den Aufruf der Shell wählen. Stecken Sie nun den USB-Stick in eine freie Buchse und überprüfen Sie mit dem Befehl dmesg, welche Gerätedatei das System ihm zugewiesen hat – meist /dev/sdb.

Anschließend geben Sie am Prompt den Befehl fdisk /dev/sdb ein und danach d, um die auf dem USB-Stick vorhandene Partition zu löschen. Jetzt legen Sie mit n eine neue Partition an. Mit w speichern Sie die Partitionstabelle. Damit das System den USB-Stick mit den neuen Daten für die Geometrie sicher erkennt, sollten Sie anschließend neu starten, indem Sie den Befehl reboot oder init 6 eingeben.

Ziehen Sie nach dem Herunterfahren den USB-Stick vom Rechner ab und starten Sie das Betriebssystem neu. Nach dem erneuten Einstecken des USB-Sticks legen Sie auf der vorbereiteten Partition mithilfe des Befehls mkfs /dev/sdb1 das Ext2-Dateisystem an. Nun speichern Sie das Zip-Archiv ZeroShell-2.0.RC2-IDE-USB-SATA-Disk-2GB.img.gz auf dem USB-Stick ab.

Damit das Betriebssystem dann auf der internen Festplatte ordentlich läuft, löschen Sie in einem weiteren Schritt sämtliche auf dieser Festplatte vorhandenen Partitionen. Anschließend booten Sie das System von CD neu und hängen zunächst den USB-Stick mithilfe des folgenden Befehls ins Dateisystem ein:

# mount /dev/sdb1 /mnt/loop1

Sie wechseln nun mit cd /mnt/loop1/ in dieses bereits von Zeroshell angelegte Verzeichnis und starten den Installationsvorgang auf der internen Rechner-Festplatte mit dem Kommando

# gunzip -c ZeroShell-2.0.RC2-IDE-USB-SATA-Disk-2GB.img.gz > /dev/sda

Nach einem erneuten Reboot startet die Distribution nun von der Festplatte.

Grundkonfiguration

Um die einzelnen Dienste einzurichten, binden Sie zunächst den Server ins LAN ein. Dazu sollten Sie überprüfen, welche Schnittstellen im System vorhanden sind. Die Eingabe des Befehls ifconfig zeigt diese übersichtlich an.

Im Jetway-PC befinden sich zwei Gigabit-Ethernet-Buchsen für den kabelgebundenen Zugang zum Netz. Diese bezeichnet Zeroshell als ETH00 und ETH01; sie erfordern jeweils eine separate Konfiguration. Zeroshell gibt für das erste Interface jeweils die IP-Adresse 192.168.0.75 vor, die Sie entsprechend Ihren Bedürfnissen ändern. Im Hauptmenü (Command Menu) wählen Sie dazu durch einen Druck auf [I] den IP Manager, der in ein Untermenü verzweigt, in welchem Sie vorhandene IP-Adressen modifizieren, löschen oder neu anlegen.

Sofern – wie in unserem Jetway-PC – mehrere physische Schnittstellen vorhanden sind, Sie diese jedoch nicht alle benötigen, deaktivieren Sie hier einzelne Interfaces (Abbildung 1).

Abbildung 1: Die IP-Adressen des Rechners passen Sie bei Bedarf von Hand an.

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