Internet-Radio hören

Radiosender sind im MPD nicht vorkonfiguriert. Um sie manuell einzupflegen, legen Sie eine oder mehrere Dateien mit der Endung .m3u in jenem Verzeichnis an, das Sie in der Konfigurationsdatei /etc/mpd.conf mit der Option playlist_directory ausgewählt haben. Die Internet-Adressen der Streams [6] tragen Sie dann zeilenweise in die M3U-Datei ein. Stream-Adressen in Form von M3U-Wiedergabelisten können Sie direkt herunterladen und im Playlist-Verzeichnis speichern. Die enthaltenen MP3-Stream-Adressen zeigen Sie mittels folgenden Aufrufs an:

$ echo $(wget -q -O - M3U-URL)

Sie können die Adressen anschließend direkt in eine vorhandene Wiedergabeliste mit aufnehmen.

Probleme mit großen Musiksammlungen lösen

Beim Einlesen von 10 136 Musikdateien von einer Samba-Freigabe war bei der Testinstallation nach 4028 Titeln erst einmal Schluss. Ein manuelles Update der Datenbank per mpc update brachte es dann auf 7623 Titel. Aber auch das waren ja längst nicht alle Titel. Das Verhalten schien aber ein Einzelfall zu sein, denn eine längere Recherche im Internet brachte keinen vergleichbaren Probleme zu Tage.

Mit einem kleinen Work-Around klappte der Import der Titel aber dann doch noch. Die einzelnen Unterverzeichnisse der Musiksammlung enthielten jeweils nur maximal 15 Verzeichnisse mit Musikalben. Mit dem schrittweisen Einlesen der Datenbank schien der MPD kein Problem zu haben.

Daher lasen wir mit dem Skript aus Listing 10 jeweils nur ein Unterverzeichnis per Update ein und hangelten uns so durch die gesamte Sammlung. Anschließend waren alle Titel in der Datenbank vorhanden.

Listing 10

fs=$IFS
IFS=$(echo -en "\n\b")
for f in $(ls Verzeichnis);
  do echo "$f";
  mpc update --wait "$f";
done
IFS=$fs

Steuern per Smartphone

Im Google Play Store findet sich einige Android-Apps rund um den MPD. Die Apps bitMPC, Droid MPD Client und MPDroid fallen dabei sofort ins Auge. Insbesondere MPDroid [7] macht, gemessen an den Feedbacks der Nutzer, einen ganz guten Eindruck. Die App wirkt im Vergleich zu den anderen relativ ausgereift und in der Bedienung ansprechend und übersichtlich (Abbildung 2).

Abbildung 2: MPDroid für Android macht sowohl auf dem Smartphone als auch auf dem Tablet eine gute Figur.

Die Konfiguration beschränkt sich in der Regel darauf, die IP-Adresse des Raspberry Pi einzutragen, danach findet MPDroid den MPD sofort. Die Auswahl der Alben, Titel oder Wiedergabelisten erfolgt intuitiv. Dank MPDroid beantwortet sich auch besonders schnell die Frage, wie man denn die Wiedergabelautstärke der RasPi-Jukebox einstellt: Diese regeln Sie über einen Schieber auf der Hauptseite der App treffsicher.

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