Externe Festplatten

Liegt die Musiksammlung auf einem externen Datenträger oder einer anderen Partition, gilt es das entsprechende Laufwerk zum Abspielen der Titel und zur Aktualisierung der Titel-Datenbank einzubinden. Größere externe Festplatten sind üblicherweise mit NTFS formatiert. Die Einbindung dieser Platten erfordert daher die NTFS-Treiber. Die Installation des Pakets ntfs-3g mittels sudo apt-get install ntfs-3g liefert die benötigten Mount-Module.

Das automatische Einbinden von externen Festplatten zum Systemstart steuern Sie über die Datei /etc/fstab. Welchen Gerätenamen der Kernel einer USB-Festplatte zuordnet, erfahren Sie über den Aufruf dmesg | tail gleich nachdem Sie die Festplatte an den RasPi anschließen hat. Für eine externe Festplatte, auf deren erster beziehungsweise einziger Partition die Musiksammlung liegt, lautet der Gerätename in der Regel sdb1. Den zugehörigen Eintrag für die /etc/fstab, um die Platte direkt in das MPD-Standardverzeichnis für Musik einzuhängen, zeigt das Listing 7:

Listing 7

# /etc/fstab
/dev/sdb1  /var/lib/mpd/music  auto  defaults  0  0

Netzwerkfreigaben

Die meisten NAS-Laufwerke stellen die Daten als Windows-Freigabe im LAN zur Verfügung. Solche sogenannten Shares sprechen Sie von Linux aus mit einem Samba-Client an, den Sie mittels sudo apt-get install samba-client installieren. Ein Windows-Share erfordert meist einen Benutzernamen und ein Passwort für die Einbindung. Um das Passwort nicht in die für jeden lesbare Fstab-Datei eintragen zu müssen, erzeugen Sie eine Datei mit den entsprechenden Zugangsdaten, die Sie am besten im Verzeichnis /root ablegen. Listing 8 zeigt den Aufbau einer solchen Datei, der man üblicherweise den Namen .smbcredentials gibt.

Listing 8

# /root/.smbcredentials
username=Username
password=Passwort

Das Einbinden der Freigabe erfolgt auch hier wieder über die Datei /etc/fstab. Listing 9 zeigt den entsprechenden Eintrag für eine Samba-Freigabe namens MUSIK auf dem Server 192.168.2.2, wobei der Optionsteil gleichzeitig den Zeichensatz korrekt auf UTF-8 einstellt.

Listing 9

# /etc/fstab
//192.168.2.2/MUSIK  /var/lib/mpd/music  cifs  credentials=/root/.smbcredentials,iocharset="utf8"  0 0

Ein Aufruf von sudo mount /var/lib/mpd/music bindet das Verzeichnis anschließend auch ohne Neustart ein. Das Ergebnis überprüfen Sie bei Bedarf mit dem Aufruf sudo mount -l -t cifs. Anschließend können Sie die Musikdatenbank mit MPC, dem MPD-Client für die Kommandozeile, durch einen Aufruf von mpc update aktualisieren.

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