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© Giuseppe Magazza, 123RF

Sound-Maschine

Digital Audio Workstation Ardour 3.1

13.05.2013
Die dritte Generation der Audio-Produktionssuite Ardour hat das Zeug, alle lang gehegten Wünsche von Musikern und Komponisten unter Linux zu erfüllen.

Seit dem Sommer 2012 veröffentlicht das Team um Paul Davis bereits regelmäßig fertig gebaute Installationspakete für Beta-Versionen von Ardour 3. Diese liefen alle bereits recht gut, ließen jedoch den letzten Schliff an der Oberfläche vermissen. Am 11. März 2013 war es dann endlich soweit: Um 4 Uhr morgens gab Davis in einem Blog-Eintrag auf Ardour.org [1] gab Davis die Veröffentlichung der ersten offiziellen Version von Ardour 3 bekannt.

Offenbar hatte sich das Team die kleine Eigenwilligkeit geleistet, in den Betas einige Neuerungen noch zurückzuhalten. Jedenfalls sieht das offizielle Paket schon auf den ersten Blick erheblich professioneller aus als eine kaum zwei Wochen vorher aus den Quellcodes des Entwickler-Servers gebaute Version (Abbildung 1).

Abbildung 1: Endlich: Die neue Oberfläche von Ardour 3 mit Audio- und MIDI-Spuren, Projektnavigator, Mixer und einem LV2-Plugin.

Die Oberfläche zeigt sich weitgehend eingedeutscht und erhielt auch ein spürbar überarbeitetes Design. Beim Umgang mit Audio und MIDI schöpft Ardour 3 alle Möglichkeiten des Audio-Servers Jack voll aus und bietet alles, was für MIDI-Geräte und Software unter Linux heute den Stand der Technik darstellt. Damit ist Ardour 3 nicht mehr nur "im Prinzip" eine Digital-Audio-Workstation, sondern tatsächlich das, was sich Musiker heute konkret unter einer solchen DAW vorstellen.

Installieren und Einschalten

Ardour 3 ist eine umfangreiche Software mit vielen Abhängigkeiten und es setzt bei vielen davon auf sehr aktuelle Versionen. Daher dürfte es noch etwas dauern, bis das die neue Version als offizielles Paket in den gängigen Distributionen ankommt. Ubuntu Studio hat angekündigt, dass es frühestens im Herbst Ardour 3 mitbringen wird, für Debian darf man mit einem ähnlichen Zeitplan rechnen. Auf den einschlägigen Mailinglisten von Fedora und OpenSuse finden sich noch keine verlässlichen Aussagen zu einem Termin für Ardour-3-Pakete.

Allerdings sind sich alle einig, dass das neue Ardour so schnell wie möglich verfügbar werden soll. Fernando Lopes-Lezcano arbeitet bereits seit 2012 an einen Paket für Planet CCRMA, die Pro-Audio-Erweiterung für Fedora. Für Arch Linux steht bereits ein Paket zur Verfügung. Für Ubuntu bietet das inoffizielle KXStudio-PPA Ardour 3, und auch OpenSuse-Nutzer finden ein (allerdings als unstable gekennzeichnetes) Ardour-3-Paket im Suse Build Service.

Eine bequeme Alternative zu Paketen aus Sonderquellen und den Eigenbau aus den Quellen bietet Ardour.org in Form von automatischen Installationspaketen. Um diese komfortable Möglichkeit nutzen zu können, müssen Sie allerdings eine Spende in selbst gewählter Höhe leisten. Als Kaufpreis für die Binärpakete der 3er-Serie schlägt das Projekt 45 US-Dollar vor – die Zahl lässt sich allerdings bis auf 1 Dollar herabsetzen. Das Vertriebskonzept von Ardour bedeutet nicht, dass das Projekt vom Prinzip der freien Software abrücken würde. In jedem Fall bleibt der Download der Quelltexte für den Eigenbau GPL-konform frei zugänglich.

Die Pakete des Projekts funktionieren auf unserem Testrechner unter Ubuntu 12.10 tadellos. Das per sudo mit Root-Rechten aufzurufende Install-Skript überprüft auch die Systemeinstellungen. Falls es meldet, dass der Rechner eine problematische CPU-Frequenzsteuerung verwendet, nutzen Sie zum Beseitigen des Problems die einschlägigen Hinweise aus dem Linuxmusicians-Wiki [2].

Freiheit und Bezahlung

Bei Ardour handelt es sich inzwischen um eine über 80 MByte große Profi-Applikation, die in dieser Form kaum noch durch unbezahlte Arbeit pflegen lässt, geschweige denn weiterentwickeln.

Projektchef Paul Davis arbeitet in Vollzeit an Ardour und erwirtschaftet damit seinen Lebensunterhalt. Dabei stützt sich das Ardour-Projekt überwiegend auf finanzielle Beiträge von Nutzern, nur gelegentlich und vorübergehend bessert ein Sponsor wie Harrison Consoles oder Peter Gabriels Solid State Logic die Finanzen auf. Knapp 300 Abonnenten zahlen zwischen 4 und 50 US-Dollar monatlich, etwa 2300 Dollar kommen zusätzlich durch Spenden herein. Das ergibt ein Brutto-Einkommen von etwa 4500++US-Dollar monatlich – eine Betrag, der für einen Software-Entwickler dieser Liga in den USA als ausgesprochen niedrig gilt. Davis akzeptiert diesen Wert als Untergrenze, weist allerdings auch darauf hin, dass er sich einen anderen Vollzeitjob suchen werde, sollte die Summe auf Dauer darunter bleiben.

Mit dem Run auf Ardour 3 beginnen nun Gerüchte und Missverständnisse die Runde zu machen. Die Installationspakete und auch das Quelltextarchiv von Ardour 3 lassen sich auf Ardour.org nur herunterladen, nachdem man eine Spende geleistet hat. Einige Blogger schreiben nun, dass Ardour 3 tatsächlich nur noch gegen Bezahlung zu haben sei. Das ist aber völlig falsch. Das Vertriebskonzept von Ardour bedeutet nicht, dass das Projekt vom Prinzip der freien Software abrücken würde. In jedem Fall ist der Download der Quelltexte für den Eigenbau GPL-konform frei zugänglich. So stellt es auch kein lizenzrechtliches Problem dar, Ardour in Distributionen zu integrieren.

Allerdings nervt es tatsächlich etwas, dass das Ardour-Projekt ausschließlich PayPal als Bezahlmethode akzeptiert. Abgesehen davon, dass PayPal an sich als umstritten gilt, erlaubt es ohne registrierte Kreditkarte nicht, sich als "Abonnent" auf Ardour.org zu registrieren. Solche Abonnenten erhalten schon ab 1 US-Dollar im Monat alle Downloads ohne Bezahlschranke. Wer sich als Community-Mitglied auf Ardour.org registriert, bekommt allerdings die Upgrades für eine einmal gekaufte Generation von Ardour genauso schrankenlos.

Paul Davis hat bereits angekündigt, eine andere Bezahlmethode für Ardour.org einzuführen, die in naher Zukunft auch Dauerspendenkonten ohne PayPal ermöglichen soll.

Beim Start fragt Ardour, ob Sie ein neues Projekt erzeugen oder ein bestehendes öffnen möchten. Diese etwas umständliche Prozedur umgehen Sie, indem Sie das gewünschte Projekt direkt per Linksklick im Dateimanager öffnen. Vorher sollten Sie aber prüfen, ob für Ardours Dateityp auch tatsächlich die richtige Version von Ardour eingerichtet ist. Installieren Sie das Paket von Ardour.org, landet Ardour unter /opt. Falls Sie vorher bereits eine von Ihrer Distribution bereitgestellte Vorabversion oder Ardour 2 installiert hatten, bevorzugt der Dateimanager diese veraltete Version. Dieses Problem tritt auch bei aus dem Quellcode selbst gebauten Versionen auf.

Ardour 3 bleibt weitgehend rückwärtskompatibel zu Ardour-2-Projekten, umgekehrt kann Ardour 2 aber mit Ardour 3 gespeicherte Projekte nicht mehr lesen. Um Schäden an neuen Projekten zu vermeiden, sollten Sie daher genau darauf achten, dass ein eventuell noch installiertes älteres Ardour für neue Projekte nicht mehr zum Einsatz kommt. Der richtige Pfad lässt sich in allen gängigen Dateimanagern nach einem Rechtsklick auf ein Projekt über das Menü Eigenschaften einstellen.

Ardour startet nur, wenn der Audio-Server Jack läuft. Wenn Sie Jack bereits kennt, starten Sie ihn wahrscheinlich über eine seiner Bedienoberflächen wie QjackCtl oder Cadence starten. Jack lässt sich aber auch automatisch mit Ardour starten. Dazu öffnet sich beim Start von Ardour ein geeignetes Werkzeug, in dem Sie auch Einstellungen vornehmen und eine Soundkarte auswählen, falls mehrere zur Verfügung stehen.

Die richtige Umgebung

Ardour läuft schon immer nur mit dem Audio-Server Jack, der genau wie Ardour selbst von Paul Davis entwickelt wurde. Jack funktioniert mit einem Standard-Kernel im Alltag fast genauso gut wie mit einem der nach wie vor verfügbaren Low-Latency-Kernel. Schlachtentscheidend ist allerdings, dass Ihr Benutzerkonto der Gruppe audio angehört – in manchen Distributionen heißt diese auch jack oder jack_realtime. Über eine Anweisung in einer Datei in /etc/security/limits erhält diese Gruppe – und damit Sie – besondere Privilegien für den Zugriff auf Systemressourcen. So dürfen Jack und Ardours Audio-Engine ihre Prozesse dann mit höherer Priorität berechnen lassen. Auch diese Einträge in der Systemkonfiguration nehmen Installationspakete für Jack inzwischen automatisch vor. So sollte ein modernes Linux nach dem Installieren von Jack ohne Weiteres für den Betrieb von Ardour bereit sein.

Im Garten der Vielfalt

Die Oberfläche von Ardour wirkt Ehrfurcht gebietend komplex. Das Programm soll schließlich sämtliche Aspekte der Musikproduktion abdecken – das sind sehr viele, nicht alle davon fallen selbsterklärend aus. So stehen die Oberflächendesigner des Projekts vor der schwierigen Aufgabe, das Programm für Einsteiger intuitiv bedienbar zu halten, ohne den Profis wegzunehmen, was diese von einer DAW erwarten.

Demzufolge zeigen sich direkt an der Oberfläche zwar sehr viele Hebel und Schalter, von denen jedoch aber 80 Prozent zu den leichter verständlichen zählen. Der größte Teil der Spezialfunktionen für die Fortgeschrittenen wartet in zwar prallvollen, aber wohlgeordneten und sinnvoll beschrifteten Menüs. Dabei bietet Ardour vier Zugangsebenen:

  • Die wichtigsten Funktionen liegen über Icons erreichbar direkt auf der Oberfläche. Im Mixer gibt es auch einige Funktionen, die Sie nur dort und nur über Tastatur-Kommandos erreichen.
  • Die klassischen Menüs führen nahezu alle vorhandenen Funktionen auf. Dazu zählen auch jene, die Sie nicht über Icons auf der Oberfläche erreichen.
  • In Kontextmenüs (Rechtsklick) stehen Funktionen, die zum Objekt passen, auf das Sie den Rechtsklick ausführen. Die meisten dieser Funktionen erreichen Sie auch über das klassische Menü.
  • Für die Mehrzahl aller Funktionen stehen außerdem Tastaturkürzel parat. Eine Liste dazu finden Sie auf der Ardour-Website [3].

Die in Ardour 3 neu hinzugekommenen Funktionen und Werkzeuge machen die Oberfläche des Programms nicht eben übersichtlicher. Die MIDI-Spuren weisen neue Bedienelemente in den Spurköpfen auf und fügen weitere Werkzeugmodi für den Mauszeiger hinzu. Die (an sich sehr nützliche) Projektübersicht nimmt zusätzlich Platz in Anspruch und ersetzt zudem den simplen, aber einfach bedienbaren Horizontal-Scrollbalken. Die Liste rechts im Ardour-Fenster, in der Sie aufgenommene Regionen, Spuren, Busse, Gruppen, Projektschnappschüsse und eine Verwaltung für Bereiche finden, zeigt sich erheblich vielfältiger ausgestattet als ihr Vorgänger in Ardour 2.

MIDI-Musik mit Ardour 3

Eine MIDI-Spur legen Sie über ProjektSpur | Bus hinzufügen an. Die Ausklappliste oben ist auf Audio-Spuren voreingestellt. Möchten Sie einen reinen Klangerzeuger benutzen, wählen Sie einfach Midispuren. Zur weiteren Bequemlichkeit lässt Sie Ardour 3 gleich hier ein Instrument auswählen. Die Ausklappliste enthält alle im System installierte Plugins, die sich als Klangerzeuger mit MIDI-Eingang ausgeben. Bei einigen davon handelt es sich allerdings um Effektgeräte, die man zwar per MIDI steuern kann, die aber keine eigenen Klänge hervorbringen. Für diese steht der Eintrag MIDI+Audio in der Auswahlliste der Spurentypen.

Nach dem Anlegen der Spur weisen Sie Ardour mit [Umschalt]+[E] an, den Mixerkanal anzuzeigen. Hier finden Sie alle Einstellungsmöglichkeiten, die Ihnen auch in den Audio-Spuren zur Verfügung stehen. Das Ausgangssignal des Klangerzeugers mixen Sie wie die WAV-Regionen auf den Audio-Spuren und bearbeiten es mit weiteren Effekt-Plugins. Eine am Rechner angeschlossene MIDI-Tastatur schließen Sie nach einem Mausklick auf den schmalen Schalter ganz oben genauso an, wie Sie das mit einem Audio-Eingang tun würden. Ardour bietet dafür auf den MIDI-Spuren nur mit Jack-MIDI funktionierende MIDI-Quellen an. Quellen, die das nicht beherrschen, binden Sie mit dem Tool A2jmidi ein.

Die meisten gängigen Musiksuiten reservieren für MIDI-Noten ein eigenes Editorfenster. In Ardour 3 dagegen bearbeiten Sie die Noten direkt in der Spur, die Sie dazu nach Bedarf vergrößern. Ab einer bestimmten Vergrößerung taucht im Spurkopf ein Schalter für das Auswahlwerkzeug für MIDI-Kanäle auf, rechts davon erscheint die übliche Klavierleiste. Unter der Kanalumschaltung finden Sie noch zwei Auswahllisten, in denen Sie Voreinstellungen für Dutzende beliebte MIDI-Geräte finden. Diese Voreinstellungen beziehen sich vor allem auf die Parameterkontrollen dieser Geräte, denn in den MIDI-Spuren lassen sich auch Steuerbefehle einzeichnen, mit denen Sie Filter, Tonhöhe und vieles mehr an Hard- und Software-Klangerzeugern kontrollieren.

Die Kanalumschaltung ist vor allem dann sinnvoll, wenn Sie die MIDI-Daten auf der Spur an externe Klangerzeuger wie etwa MIDI-fähige Synthesizer schicken. In unseren Tests haben wir intern eingesetzte LV2-Plugins benutzt.

Für jene, die spezialisierte Editorfenster wie in Rosegarden oder Cubase gewohnt sind, fühlt sich das direkte Bearbeiten in der Spur unter Umstände ungewohnt an. Ab einer bestimmten Zoom-Stufe verschwindet dieser Unterschied aber weitgehend (Abbildung 2). Ein Druck auf [Alt]+[Z] maximiert die gewählte Region im Ardour-Fenster und blendet die anderen Regionen aus. Damit sieht Ardour 3 fast wie das herkömmliche Bearbeitungsfenster anderer MIDI-Editoren aus. [Umschalt]+[Z] kehrt zur vorherigen Ansicht zurück.

Die Klaviertastatur für die Eingabe von Noten in Steps versteckt sich hinter dem roten Record-Knopf im Spurkopf. Ein Rechtsklick darauf zeigt in MIDI-Spuren den Eintrag Eingabemodus (Step Entry). Die Eingabe beginnt am gewählten Arbeitspunkt, der normalerweise der Position des Play-Zeigers entspricht. Dabei irritiert ein Feature dieses Eingabewerkzeugs, das einige als Bug ansehen werden: Ardour bleibt auf der zuletzt eingegebenen Note stehen. Erst, wenn Sie die eingegebenen Noten abspielen, bricht die letzte Note ab. Das Verhalten ähnelt etwas dem Komponieren an Klavier oder Gitarre, bei dem viele ebenfalls dazu neigen, den gerade gefundenen Ton zu halten, bis sie den nächsten treffen. Sobald man weiß, dass es sich nicht um einen Bug handelt, erscheint das Verhalten auch tatsächlich recht nützlich.

Abbildung 2: Eine maximierte MIDI-Region in Ardour 3 sieht einem herkömmlichen MIDI-Editorfenster ziemlich ähnlich.

Insgesamt gestaltet sich das Bedienen von Ardour besonders für Mausfreunde mit der Vielfalt hakeliger. Zum Glück erweist sich das zugegeben komplexe Design jedoch als gründlich durchdacht: So liegen etwa auf dem Mausrad keine speziellen Funktionen, wenn der Zeiger über den Spuren steht. Damit halten Sie auch Projekte mit vielen Spuren per Mausrad gut unter Kontrolle.

Schwieriger wird es, wenn Sie sich vertikal auf der Zeitachse bewegen möchten. Die Projektübersicht unten zeigt mit einem lupenartigen Rechteck an, wo im Projekt Sie sich gerade befinden. Diese Lupe bewegen Sie bei gedrückter linker Maustaste – allerdings hängt es von der Vergrößerungsstufe ab, ob der Kasten groß genug ausfällt, um ihn sicher anfassen zu können.

Positiv fällt auf, dass die Darstellung auch bei größeren Projekten sehr schnell anspricht. Bewegungen im Projekt und Vergrößern/Verkleinern der Darstellung setzt Ardour ohne Wartezeiten um. Dabei haben wir keinerlei unschöne Nebeneffekte beobachtet, wie etwa Aussetzer. Auch bei anspruchsvollen Operationen wie einem direkten Sprung von starker Vergrößerung auf Komplettansicht reagiert Ardour 3 prompt und ohne "Kratzer".

Für das schnelle Navigieren im Editor sollten Sie sich unbedingt einige Tastaturkommandos aneignen. Bei gedrücktem [Strg] oder [Umschalt] übernimmt das Mausrad Zoomfunktionen. Zur Bewegung im Projekt springen Sie mit den Pfeiltasten in der gerade ausgewählten Spur von Region zu Region.

Auch Funktionen wie das Springen zum Anfang oder das Schneiden von Regionen steuern Sie besser via Tastatur, als sich mit Maus und Menü zu behelfen. Die Lernkurve bleibt dabei flach, denn Ardour nutzt die Fähigkeit des GTK-Toolkits, Tastaturbefehle in Menüs direkt neben dem Eintrag für die Funktion anzuzeigen. Gefallen Ihnen die für amerikanische Tastaturen optimierten Kürzel nicht, legen Sie durch Drücken der gewünschten Tasten einfach eigene Befehle fest. Dazu muss der entsprechende Eintrag im Menü markiert sein (Abbildung 3). Ardour schreibt die Kommandos in seine Konfigurationsdatei. Dabei übernimmt es auch die für Ardour 2 bereits festgelegten Kommandos, sofern diese in gleicher Form auch in der neuen Version zur Verfügung stehen.

Abbildung 3: Das Regionen-Menü bietet noch einmal den Inhalt des Kontextmenüs zur Region. Hier finden Sie auch die Tastaturbefehle zu den einzelnen Einträgen heraus und konfigurieren gegebenenfalls neue Kürzel.

Schon das Fenster von Ardour 2 beanspruchte erheblichen Platz auf dem Bildschirm und benötigte ein Display mit wenigstens 1024 Pixel Breite. In der Voreinstellung mit hoher Schriftgröße passte Ardour 3 auch auf unserem WXGA-Laptop-Monitor (1366x768) nicht mehr auf den Bildschirm. Das Problem lässt sich spürbar mildern, indem Sie die Schriften unter Bearbeiten | Globale Einstellungen | GUI kleiner einstellen. Bei 80 Prozent Schriftgröße bleibt das Ardour-Fenster unter 1100 Pixel breit und benötigt in der Höhe rund 600 Pixel.

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