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© Tom Wang, Fotolia

Heimische Wolke

AeroFS: Alternative zu Owncloud oder Dropbox

13.05.2013
Möchten Sie alle Vorteile einer Cloud-Lösung genießen, ohne dabei Ihre Daten aus der Hand zu geben, bietet AeroFS dazu eine patente, wenn auch nicht quelloffene Lösung.

Dropbox, Google Drive und Co. sind ohne Zweifel praktische Tools: Ohne großen Aufwand gleichen Sie damit Daten zwischen Ihren Rechnern ab, schieben Daten vom Handy ins Netz oder arbeiten mit Freunden und Kollegen gemeinsam an Dateien.

Allerdings hat die Sache einen Haken: Sie geben die Kontrolle über Ihre Daten auf. Ohne eine Verschlüsselung mit einem selbst generierten Schlüssel – dies bietet etwa SpiderOak [1] – könnte der Anbieter jederzeit auf die in der Cloud gespeicherten Daten zugreifen.

Abhilfe schafft da nur ein verschlüsselter Container in der Cloud – oder eine selbst gehostete Owncloud-Installation [2]. Doch nicht jeder hat das Wissen und die Ressourcen, so etwas aufzusetzen und zuverlässig zu betreiben.

Mit AeroFS [3] steht nun eine Alternative bereit, welche die Dropbox-Bequemlichkeit mit dem Vorteil einer "eigenen Cloud" kombinieren möchte. Der Dienst ist seit Anfang April 2012 öffentlich zugänglich.

AeroFS, die Wolke für Zuhause

Bei AeroFS handelt es sich anders als bei Owncloud nicht um freie Software, sondern um einen kommerziellen, bei größeren Setups kostenpflichtigen Dienst [4]. Gruppen von bis zu drei Mitgliedern und einem externen Mitarbeiter (der auch Daten abgleichen kann, aber nicht auf die Benutzerverwaltung zugreifen kann) dürfen AeroFS jedoch kostenlos nutzen. Für Gruppen von bis zum 50 Mitgliedern werden 10 US-Dollar pro Monat fällig. Wer noch mehr User braucht, muss sich direkt mit AeroFS in Kontakt setzen.

Allerdings verzichtet AeroFS auf einen gehosteten Service. Stattdessen synchronisieren die an ein Benutzerkonto gebundenen Clients ihre Daten verschlüsselt direkt untereinander (Peer-to-Peer). Es gibt also in der Grundkonfiguration keinen zentralen Server in der allgegenwärtigen Datencloud.

Das Web-Frontend auf der Homepage von AeroFS (Abbildung 1) dient lediglich zum Verwalten des Benutzerkontos. Die komplette Arbeit übernimmt ein Client (Abbildung 2), den es für Linux [5], Mac OS X und Windows gibt. Eine App für Android hat AeroFS inzwischen auch im Angebot.

Abbildung 1: Das Web-Frontend von AeroFS dient lediglich zur Verwaltung Ihres Benutzerkontos. Zugriff auf Ihre Daten, wie bei Dropbox, haben Sie dort nicht.
Abbildung 2: Der AeroFS-Client erinnert im Aufbau stark an Dropbox. Er gleicht im Hintergrund Änderungen an den Daten mit allen Clients ab.

AeroFS einrichten

Die Installation des Clients läuft dank eines DEB-Pakets auf Ubuntu-Systemen in wenigen Augenblicken ab. In unserem Test ließ sich das Paket auch problemlos auf einem System mit Debian "Wheezy" installieren. Für Anwender anderer Distributionen bietet AeroFS TGZ-Archive mit statisch kompilierten Binaries an, die Sie an geeigneter Stelle entpacken (etwa in /usr/local/bin) und dann direkt ausführen.

Der Abgleich funktioniert im LAN auch ohne Internetzugang. Wie bei Dropbox speichern Sie die abzugleichende Daten in dem von AeroFS überwachten Verzeichnis. Unmittelbar darauf verteilt AeroFS die Dateien rasend schnell über Ihr heimisches LAN an alle Rechner, auf denen ebenfalls der AeroFS-Client mit Ihrem Benutzerkonto installiert wurde. Ist ein zusätzlicher Client nur über das Internet zu erreichen, braucht der Abgleich auf diesem ein wenig länger. Neben dem Standard-Ordner lassen sich auch zusätzliche Ordner frei zum Synchronisieren auswählen.

Wie Dropbox versioniert auch AeroFS Änderungen am Dateisystem. Falls Sie also versehentlich Dateien gelöscht oder geändert haben, stellen Sie einfach alte Versionen der per AeroFS geteilten Daten wieder her. Da AeroFS selbst kein Hosting anbietet, gibt es auch keine Größenbeschränkungen. Bei Bedarf gleichen Sie Dateien per AeroFS auch gleich terabyteweise zwischen Ihren Rechnern ab.

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Kommentare
btsync
Marcus Moeller (unangemeldet), Montag, 20. Mai 2013 21:25:14
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Zur Synchronisation empfehle ich Bittorrent Sync:

http://labs.bittorrent.com/experiments/sync.html




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