Nepomuk

Die KDE-Entwickler haben die Metadaten-Engine Nepomuk, den "semantischen, sozialen Desktop" von zahlreichen Fehlern befreit und umgearbeitet. So besitzt die Software jetzt einen vollständig neu geschriebenen Dienst zum Indizieren, der den seit 2008 in Form von Strigi realisierten Indexer ersetzt.

Die neue Komponente indiziert Dateien schneller und robuster, weil seine Arbeitsweise jetzt in zwei Stufen verläuft. In der ersten Stufe sammelt der Dienst lediglich grundlegende Daten, wie Dateinamen oder Mime-Typen, und nimmt diese in den Index auf. Erst in einem zweiten Schritt extrahiert das Programm weitere Informationen aus den Dateien – allerdings nur dann, wenn die dafür erforderlichen Ressourcen bereit stehen.

Durch das Überarbeiten blieben einige bisher unterstützte Dateiformate zwar auf der Strecke, die sollen jedoch in der kommenden Version 4.11 wieder hinzu kommen. Der neue Indexer bietet außerdem Filter, mit denen Sie bei Bedarf das Indizieren auf bestimmte Dateitypen begrenzen. Außerdem haben die Entwickler die Backup-Anwendung von Nepomuk komplett umgeschrieben. Sie umfasst nun ein neues Tool zum Bereinigen von defekten Datensätzen, den Nepomuk Cleaner. Ferner erlaubt ein neuer Kioslave namens tags, in jeder KDE-Applikation nach Tags zu suchen.

Kern-Anwendungen

KDE SC 4.10 bringt eine Reihe von Neuerungen im Bereich der Kern-Anwendungen mit. So enthält es einen neuen Assistenten zum Einrichten von Druckern und Verwalten von Druckaufträgen. Darüber hinaus kann der Dateimanager Dolphin jetzt mit MTP-Geräten umgehen, was das Übertragen von Dateien auf Mobilgeräte vereinfacht. Der Texteditor Kate unterstützt nun auch Python-Plugins sowie vordefinierte Farbschemen und enthält ein Plugin zur Projektverwaltung. Kurznachrichten zeigt das Programm in einer unaufdringlichen Weise an.

Außerdem bieten sowohl der Texteditor als auch die KDE-Entwicklungsumgebung am rechten Rand des Fensters auf Wunsch anstelle der Scrollbar eine Art Übersichtskarte, die es erleichtert, in langen Dokumenten oder Listings an eine gewünschte Stelle zu springen. Das funktioniert ebenfalls in KWrite, das wie KDevelop oder das LaTeX-Frontend Kile auf der eigentlichen Editor-Komponente von Kate aufsetzt.

Das Terminal Konsole erhielt zwei neue Funktionen, die es früher schon einmal in KDE 3 gab: das Senden von Signalen und das Drucken des Fensterinhalts. Darüber hinaus besteht jetzt die Möglichkeit, den Zeilenabstand in der Konsole anzupassen.

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Kommentare
Menuleiste
Someone (unangemeldet), Donnerstag, 21. März 2013 10:15:36
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Sehr guter Artikel, der allerdings auf Seite 2 einen Fehler aufweist. Entgegen den Ausführungen des Autors ist die globale Menuleiste nicht nur mit dem Theme Oxygen möglich. Die global Menuleiste funktioniert mit allen Themes.

Allerdings gibt es neben der Möglichkeit einer globalen Menüleste auch die Option, das Menu über einen Einzelnen Knopf in der Titelleiste des jeweiligen Programms abzurufen. Diese Funktion wird zur Zeit nur mit Oxygen bereitgestellt.


Beide Funktionen sind optional verwendbar und der/die NutzerIn kann auch weiterhin die klassische Menuleiste verwenden.


Bewertung: 309 Punkte bei 127 Stimmen.
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Re: Menuleiste
Matthias (unangemeldet), Donnerstag, 22. August 2013 15:46:47
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Das Verhalten gleicht dem unter Unity, funktioniert jedoch zusätzlich beim Betrieb von mehreren Monitoren – dann allerdings vorerst nur mit dem Standardthema "Oxygen".


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