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© tiero, 123RF

Fotos verwalten mit Shotwell

Aufgeräumt

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Ohne ein gutes Bildarchiv kommt weder der ambitionierte Foto-Amateur nach der Profi aus. Shotwell macht beiden das Leben leichter.

Im Zeitalter der Digitalfotografie explodiert die Anzahl der aufgenommenen Bilder regelrecht. Der Preis spielt keine Rolle mehr, da die Kamera lediglich eine Chipkarte benötigt, auf der sie immer wieder aufs neue Bilder speichert, die dann früher oder später auf dem heimischen Computer landen. Hier fängt das eigentliche Dilemma an: In der Unzahl der Aufnahmen später das Richtige zu finden, gleicht bei einem schlecht sortierten Archiv einer Sisyphusarbeit. Hier kommt Shotwell ins Spiel: Die Archivsoftware übernimmt das Verwalten der Fotos und macht es dabei leicht, sich in der digitalen Bilderflut zu orientieren.

Installation

Shotwell zählt zum Fundus aller gängigen Distributionen und lässt sich daher in der Regel bequem per Paketmanager einrichten. Die Homepage des Projekts [1] garantiert die Verfügbarkeit für Debian, Fedora und Ubuntu. Zum Test verwendeten wir Version 0.12.3 unter Ubuntu 12.04 LTS.

Nach der Installation fragt Shotwell nach einem Basisverzeichnis. Im Regelfall geben Sie das in vielen Distributionen bereits angelegte Verzeichnis ~/Bilder/ an. Dort legt die Applikation alle Fotos ab und verwaltet diese nach Stichworten und Datum.

Arbeitszyklus

Der Arbeitszyklus beginnt mit dem Übertragen der Bilder auf den Computer. Dazu schließen Sie entweder die Kamera direkt über ein USB-Kabel an den Rechner an oder legen die Speicherkarte in einen USB-Kartenleser ein. In beiden Fällen öffnet sich die Dateiverwaltung – allerdings steht jetzt auch ein Button zur Verfügung, der das Öffnen in Shotwell erlaubt. Sollte das nicht der Fall sein, stellen Sie in den Eigenschaften Ihres Dateimanagers die Software als Default-Programm für Bilder ein.

Danach startet das Tools und zeigt sowohl die Speicherkarte als auch eine Digitalkamera als Mass Storage Camera beziehungsweise – falls erkannt – das entsprechende Kameramodell links in der Statusleiste an. Im Diakasten in der Mitte erscheinen die Bilder auf der Speicherkarte (Abbildung 1).

Abbildung 1: In der Statusleiste links zeigt Shotwell die Kamera oder die Speicherkarte an. Im Diakasten in der Mitte sehen Sie die auf der Karte respektive Kamera vorhandenen Fotos.

Ein Klick auf den Menüpunkt Datei | Alle importieren kopiert sämtliche Bilder von der Speicherkarte in das Basisverzeichnis. Alternativ wählen Sie nur einzelne Bilder für den Import aus. Diese landen im vorher eingestellten Zielordner in automatisch von Shotwell angelegten und nach Datum beschrifteten Unterordnern. Das jeweilige Datum entnimmt die Software dabei dem EXIF-Headern der Aufnahmen. Entsprechend kommt es vor, dass Shotwell bei einem einzigen Importvorgang viele verschiedene Unterordner mit den verschiedenen Aufnahmezeiten erzeugt. Damit bekommt die Datums- und Uhrzeiteinstellung der Kamera eine besondere Bedeutung.

Wer das Programm zum Archivieren bereits auf der Festplatte vorhandener Bilder nutzen möchte, kann dies problemlos tun. In der Regel befinden sich die Bilder in diversen Unterordnern von ~./Bilder. Wählen Sie den Menüpunkt Datei | Aus Ordner importieren..., so erzeugt Shotwell die Thumbnails in seinem Ordner und lädt die Informationen in seine Datenbank.

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