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Daten sichern mit mintBackup

Paketdienst

Interessanterweise sichert mintBackup aber nicht nur Dateien, sondern auf Wunsch auch die Liste aller installierten Programmpakete. Dazu klicken Sie im Hauptmenü aus Abbildung 1 auf den Knopf Softwareauswahl sichern. Nun möchte mintBackup von Ihnen lediglich noch ein Verzeichnis wissen, in dem es die Datei mit der Liste speichern soll. Idealerweise wählen Sie hier ein Verzeichnis auf einem externen Laufwerk. Die zum Redaktionsschluss aktuelle Version 2.0.7 von mintBackup ignorierte allerdings auch diese Einstellung geflissentlich und legte die Liste grundsätzlich immer im Verzeichnis /root ab.

Nach einem Klick auf Forward zeigt mintBackup alle Pakete ab, die es in der Liste speichern würde (Abbildung 6). Sie können einzelne Pakete ausschließen, indem Sie das davor stehende Kreuzchen entfernen. Sobald Sie auf Apply klicken, schreibt mintBackup die Liste in eine Datei. Deren Name beginnt mit software_selection_mint@, es folgen Datum und Uhrzeit der Erstellung.

Abbildung 6

Abbildung 6: Die von mintBackup angelegte Liste der auf dem System installierten Pakete dürfen Sie vor dem Exportieren noch modifizieren.

Auf einem anderen beziehungsweise frisch installierten Linux Mint können Sie jetzt alle in der Liste vermerkten Pakete in einem Rutsch installieren. Dazu kopieren Sie die Paketliste auf den entsprechenden Rechner, starten mintBackup, aktivieren in dessen Hauptmenü den Punkt Softwareauswahl wiederherstellen, wählen unter Softwareauswahl die Datei mit den Paketen aus, klicken auf Forward und warten bis die Installation beendet ist. mintBackup löscht dabei keine Pakete, bereits installierte Programme bleiben folglich erhalten. Die Softwareliste eignet sich übrigens auch sehr gut, um auf einen Rutsch mehrere Linux-Mint-Rechner mit der gleichen Softwareauswahl zu bestücken.

Fazit

Zu einem vollwertigen Backup-Programm fehlen mintBackup eine zeitgesteuerte automatische Sicherung sowie die Möglichkeit, eine vorhandene Sicherung zu synchronisieren. Inakzeptabel sind zudem die zahlreichen kleinen Fehler der Version 2.0.7. Obendrein fehlt jegliche Dokumentation – die einzige Erwähnung findet mintBackup auf seiner eigenen Projektseite und in der Mint-Anleitung für ein Distributionsupdate (siehe Kasten "Umsteiger").

Nichtsdestotrotz lassen sich mit mintBackup recht bequem ganze Verzeichnisse sichern. Es bildet somit einen netten Ersatz für ein Packprogramm. Besonders interessant erscheint zudem die Sicherung der Softwareliste – eine Funktion, die selbst viele professionelle Backup-Programme bis heute nicht beherrschen. 

Umsteiger

Die auf Ubuntu basierenden Linux-Mint-Editionen lassen sich nicht auf eine neuere Version aktualisieren, Sie können folglich nicht einfach von Linux Mint 13 auf 14 umsteigen. Die Mint-Entwickler empfehlen daher, zunächst mit mintBackup sowohl die eigenen Daten als auch die Paketliste auf einem externen Datenträger zu sichern [2]. Anschließend müssen Sie die alte Linux-Mint-Version mit der neueren Ausgabe überschreiben. Auf dem frischen System starten Sie wieder mintBackup und stellen damit sowohl die Daten als auch die installierte Software wieder her.

Infos

[1] Projektseite von mintBackup: http://community.linuxmint.com/software/view/mintbackup

[2] "How to upgrade to a newer release": http://community.linuxmint.com/tutorial/view/2

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