Home / LinuxUser / 2013 / 04 / Arch-Abkömmling Chakra mit KDE 4.10

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Eingedost
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Aufteiler
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.

Durchstarten

Arch-Abkömmling Chakra mit KDE 4.10

Calligra oder LibreOffice

Als auf KDE fokussierte Distribution verwendet Chakra als Office-Paket die Calligra-Suite in der aktuellen Version 2.6.0 – sicher nicht für jeden Anwender die beste Lösung. Allerdings gefällt gegenüber LibreOffice und OpenOffice die deutlich bessere KDE-Integration.

Dieser Umstand macht das Paket schlanker als LibreOffice mit seinen komplexen Abhängigkeiten von und zu Java oder Python. Gegenüber den Versionen 2.5 und 2.4 hat die KDE-Office-Suite zwar deutlich an Stabilität gewonnen, empfiehlt sich aber noch immer nicht für große Projekte [9].

Fazit

Chakra konzentriert sich im Gegensatz zu Arch Linux ganz und gar auf KDE und versucht zudem seit geraumer Zeit, mit eigenen grafischen Tools auch Einsteiger zu erreichen. Derzeit befindet es sich in einer Art Schwebe, weil der grafischen Paketmanager nicht fertig ist und der optisch gelungene Installer noch Defizite aufweist. Das liegt nicht nur an begrenzter Manpower, sondern an Entscheidungen im Upstream bei Arch Linux.

Derzeit gibt es aber keine aktuellere KDE-Distribution, und die Geschwindigkeit des Systems beeindruckt, sogar im Live-Betrieb. Wer ohne Wenn und Aber KDE will, der liegt mit Chakra genau richtig. Das gut bestückte Wiki sowie die freundliche Community helfen Einsteigern, die Wartezeit bis zur Fertigstellung von Akabei zu überbrücken. 

Kleine Chakra-Historie

Die Geburtsstunde von Chakra geht auf KDEmod [10] zurück, ein Projekt zum Erstellen von KDE-Paketen für Arch Linux. Während Arch Linux seinerzeit nur die kompletten KDE-Module bereit stellte, gelang das mit KDEmod für einzelne Programme. Als der Mailänder Entwickler Dario Freddi und später Lukas Appelhans das Pacman-Frontend Shaman für Arch entwickelten, sah der heutige Chakra-Projektleiter Jan Mette das als den richtigen Anlass für eine eigene, auf KDE basierenden Live-CD auf Basis von Arch Linux [11].

Das Frontend Shaman basierte wie Pacman selbst auf der Bibliothek Libalpm und funktionierte zwar seinerzeit recht gut, musste aber wegen der direkten Abhängigkeit von der Bibliothek mit Admin-Rechten laufen. Um das Problem zu beheben, schreib Dario Freddi die Bibliothek Aqpm, einen Qt-Wrapper, der teilweise sogar bereits PolicyKit-Integration bot und mit dessen Hilfe sich Shaman als normaler Nutzer ausführen ließ.

Allerdings lief Aqpm nie richtig stabil. Die auf Plugins basierende Weiterentwicklung Shaman 2 bringt Backends für PackageKit und Apt mit, setzt derzeit aber immer noch auf dem nicht stabil funktionierenden Aqpm auf. Weitere Arbeiten am Projekt liegen daher auf Eis, bis die für Chakra vollständig neu entwickelte und von Pacman unabhängige Paketverwaltung Akabei fertig ist.

Zwar kam bis Chakra 2012.07 zwischenzeitlich Appset-qt als Frontend für Pacman zum Einsatz, allerdings konnte die Software nicht mit komplexen Updates umgehen und verschwand daher wieder in der Versenkung. Zur Zeit steht Chakra daher ohne grafischen Paketmanager dar und verweist zum Installieren zusätzlicher Software auf die Kommandozeile oder auf die vom Team bereit gestellten Bundles.

Zum damaligen Kern-Entwicklerteam gehörte neben Freddi und Appelhans übrigens auch Phil Miller [13], der häufig als Initiator des Chakra-Projektes genannt wird. Miller hat das Projekt im Frühjahr 2012 verlassen, um beim ebenfalls auf Arch Linux basierenden Manjaro Linux [14] mitzuarbeiten.

Glossar

KISS-Prinzip

Keep it simple, stupid. Die laxe Aufforderung, eine Sache, in diesem Kontext Software, so einfach wie möglich zu gestalten. Das gewährleistet ein leichtes Warten und einen reibungslosen Einsatz.

GPT

GUID Partition Table. Standard, um Partitionen auf einem Datenträger über eine global eindeutige ID anzusprechen. Es handelt sich um einen Nachfolger der Tabellen im Master Boot Record.

Tip a friend    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

Hits
Wertung: 46 Punkte (3 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 05/2014

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,95 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 60,60) können Sie im Medialinx-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Bilder vergleichen mit diffimg
Bilder vergleichen mit diffimg
Tim Schürmann, 01.04.2014 12:40, 1 Kommentare

Das kleine Werkzeug diffimg kann zwei (scheinbar) identische Bilder miteinander vergleichen und die Unterschiede optisch hervorheben. Damit lassen sich nicht nur Rätsel a la „Orignial und Fäls...

Aktuelle Fragen

programm suche
Hans-Joachim Köpke, 13.04.2014 10:43, 8 Antworten
suche noch programme die zu windows gibt, die auch unter linux laufen bzw sich ähneln sozusagen a...
Funknetz (Web-Stick)
Hans-Joachim Köpke, 04.04.2014 07:31, 2 Antworten
Bei Windows7 brauche ich den Stick nur ins USB-Fach schieben dann erkennt Windows7 Automatisch, a...
Ubuntu 13.10 überschreibt immer Windows 8 Bootmanager
Thomas Weiss, 15.03.2014 19:20, 8 Antworten
Hallo Leute, ich hoffe das ich richtig bin. Ich habe einen Dell Insipron 660 Ich möchte gerne Ub...
USB-PTP-Class Kamera wird nicht erkannt (Windows-only)
Wimpy *, 14.03.2014 13:04, 15 Antworten
ich habe meiner Frau eine Digitalkamera, AGFA Optima 103, gekauft und wir sind sehr zufrieden dam...
Treiber
Michael Kristahn, 12.03.2014 08:28, 5 Antworten
Habe mir ein Scanner gebraucht gekauft von Canon CanoScan LiDE 70 kein Treiber wie bekomme ich de...