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© Michal Bednarek, 123rf.com

Fotos bearbeiten mit Fotoxx

Pixelarchitekt

Nicht so kompliziert wie Gimp, dafür in einigen Bereichen deutlich leistungsfähiger: So stellt sich Fotoxx seinen Anwendern vor.

Digitale Bilder bieten Bearbeitungsmöglichkeiten weit jenseits digitaler Dunkelkammer-Adaptionen wie Rawtherapee oder Shotwell. Am eindrucksvollsten erscheinen die Möglichkeiten der Verarbeitung von Bildern im Verbund: Dabei werden mehrere Fotos zu einem einzigen Bild verarbeitet, dessen Dynamik sich den Begrenzungen des 8-Bit-Helligkeitsraumes scheinbar entzieht (HDR, High Dynamic Range) oder das die Optik von den Fesseln der Schärfentiefenbegrenzung befreit (HDF, High Depth of Field), um nur die interessantesten Methoden zu nennen. Fotoxx [1] bietet unter anderem diese Verbundverfahren an und soll schwerpunktmäßig in diesem Bereich seine Fähigkeiten zeigen.

Erster Start

Beim ersten Start durchsucht Fotoxx das Bildverzeichnis, im Regelfall ~/Bilder, und erzeugt von jedem Bild ein Thumbnail, was einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Während dieser Zeit zeigt die Software in einem Fenster mit dem Titel Dateien synchronisieren die gerade bearbeiteten Bilder an. Auch bei späteren Starts scannt Fotoxx das Bildverzeichnis auf neue Bilder. Unabhängig von diesem Initialvorgang erlaubt es die Software, die Festplattenverzeichnisse zu durchstöbern, in dem Sie auf das Galerie-Icon klicken. Es öffnet sich ein Fenster mit Dateiordner-Symbolen, die Sie durch einen Mausklick öffnen (Abbildung 1). Anschließend erscheinen die Bilder im Miniformat.

Abbildung 1: Das Galeriewerkzeug zeigt die Bilder und enthaltenen Ordner im Kleinformat an.

Fotos bearbeiten

Zwar erlaubt es die Software, die Bildersammlung zu durchsuchen, ihr Schwerpunkt liegt aber klar bei deren Bearbeitung. Der Menübaum von Fotoxx offenbart eine Vielzahl an Werkzeugen und Optionen, deren Sinn sich im Wesentlichen selbständig erschließt.

Von den Einstellungen des Monitors bis zum Erstellen eines Bildverbundes ist alles vorhanden, was Sie normalerweise zur Bildverarbeitung benötigen. Es stellt sich lediglich die Frage, wie ergonomisch das Tool die verschiedenen Werkzeuge bereitstellt – und gerade hier zeigen sich einige Defizite. So erfordert das Anfertigen eines Ausschnittbildes sechs Schritte, bei denen es obendrein noch drei Kontrollschritten zu bestätigen gilt. Das selbe klappt in Gimp durch einen Mauszug und zwei Tastenbefehle, also in drei Schritten.

Allerdings punktet Fotoxx dafür an anderer Stelle. Es erlaubt nämlich das Erstellen so genannter HDR-Bilder, also von Aufnahmen, die den Kontrastraum eines normalen JPEG-Bildes zu sprengen scheinen: Dunkle Partien erscheinen noch gut durchleuchtet, helle Bildbereiche noch nicht überstrahlt. Als Voraussetzung dafür gilt es, zwei oder mehr Fotos mit unterschiedlichen Belichtungswerten aufzunehmen, sodass eines der Bilder die Schattenpartien richtig zeigt, das andere die Spitzlichter. Dann legen Sie via Fotoxx die Bilder übereinander und mischen die Pixelintensitäten entsprechend den Überlagerungskurven (Profilen) der HDR-Komposition (Abbildung 2).

Abbildung 2: Ein helles und ein dunkles Bild ergeben überlagert ein von den tiefen Schattenbereichen bis zu den Spitzlichtern durchgezeichnetes Bild.

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