Wer unter Linux hin und wieder virtuelle Maschinen benötigt – etwa zum Testen anderer Betriebssysteme, zum Ausführen einer Windows-Software, für die sich kein Linux-Pendant findet, oder einfach als sichere Sandbox zum Surfen – der greift häufig zum kostenlosen VirtualBox [1] von Oracle. Die erweist sich dank einfach zu handhabender Oberfläche, integriertem Viewer und vielen zusätzlichen Tools bisher als die am schnellsten und einfachsten zu handhabende Software. Diese Rolle strebt nun Gnome Boxes an [2].
Profis und Linux-Enthusiasten greifen in der Regel lieber zum flexibleren, im Kernel enthaltenen Gespann KVM/Qemu oder zu Xen. Für beide freie Lösungen gibt es inzwischen ebenfalls zahlreiche, in der Regel auf Libvirt basierenden grafische Frontends, von denen der maßgeblich von Red Hat entwickelte Virt-Manager [3] am weitesten fortgeschritten erscheint. Für Anwender, die vorrangig Desktop-Betriebssysteme wie Windows virtualisieren möchten, hat der Ansatz KVM/Virt-Manager gegenüber VirtualBox auf den ersten Blick den Nachteil, dass zum Darstellen der Bildschirmausgabe kein RDP bereit steht. Dafür unterstützt Virt-Manager neben VNC zusätzlich das Spice-Protokoll von Red Hat [4].
VirtualBox als integrierter Virtual Machine Manager bietet von Haus aus eine passable Grafik-Performance in virtuellen Maschinen – zumindest, sofern Sie die jeweiligen Gastsystemerweiterungen einrichten, was per Knopfdruck funktioniert. Diese installieren je nach Betriebssystem Treiber für einen flotteren Zugriff auf Netzwerk und Festplatte, welche die Zugriffe nicht über die jeweiligen virtuellen Geräte abwickeln, sondern auf die physischen Geräte des Host-System zugreifen. Das
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