Kein Durchgang
Squid als Spiel- und Social-Network-Bremse
Der Sohn erledigt allnächtlich Monster in den virtuellen Welten diverser Online-Rollenspiele, die Tochter postet rund um die Uhr auf Facebook, die Mitarbeiter verschleudern Arbeitszeit auf Ebay, Amazon, Twitter oder noch viel schlimmeren Seiten – nimmt solch unerwünschtes Verhalten Überhand, ist guter Rat oft teuer. Pures Verbieten erzeugt Heimlichkeit und zieht möglicherweise unangenehmere Folgen nach sich, als ein kontrolliertes Erlauben. Da trifft es sich gut, dass sich mit dem freien Proxy Squid schnell und einfach Grenzen setzen lassen.
Bei Squid [1] handelt es sich um einen Fork des 1994 gegründeten Harvest-Projects (Harvest Cache Daemon), der 1996 von Duane Wessels ins Leben gerufen wurde. Die Version 1.0 erschien bereits im Juli 1996. Der Proxy-Server steht unter der GPLv2 und wird von den Entwicklern in erster Linie als Caching Proxy bezeichnet. Tatsächlich eignet sich Squid hervorragend, um Webseiten zwischenzuspeichern, den Verbrauch von Bandbreiten zu verringern, lahmen Webservern zu einem Performance-Schub zu verhelfen oder die Last zwischen mehreren Webservern zu verteilen. Doch neben diesen Haupteinsatzgebieten bietet Squid etliche andere interessante Funktionen, mit deren Hilfe sich elegant steuern lässt, wer wann welche Webseiten ansurfen darf.
Squid installieren
Squid findet sich in den Repositories aller gängigen Distributionen und lässt sich daher in der Regel mithilfe der distributionseigenen Paketwerkzeuge installieren.
Es gilt dabei zu beachten, dass einige Distributionen noch auf ältere Squid-Versionen vor 3.2 setzen, die HTTP 1.1 noch nicht unterstützen. Wer auf die aktuelle Version des HTTP-Protokolls angewiesen ist, muss in dem Fall ebenfalls manuell installieren oder prüfen, ob
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