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Selbstähnliche Grafiken generieren mit Gnofract4d

Weiterverarbeitung

Ein neues Hintergrundbild ist eine feine Sache – aber vielleicht sollten Sie auch darüber nachdenken, Ihre Werke zu veröffentlichen. Gnofract4d bietet dazu eine Anbindung an die entsprechende Gruppe bei Flickr [7]. Über das Menü Share | Upload to Flickr öffnet sich ein Fenster, in dem Sie Gnofract4d den Zugriff auf Ihr Flickr-Konto gewähren, sodass das Programm Bilder direkt in Ihren Webspace hochladen und der Gnofract4d-Gruppe zuordnen kann.

Im gleichen Menü finden Sie Optionen zum Versenden eines Bildes an einen E-Mail-Empfänger. Dazu öffnet Gnofract4d den in Ihrer Arbeitsumgebung eingestellten bevorzugte Mail-Client und fügt praktischerweise das Bild gleich als Anhang einer neuen Nachricht hinzu.

Unter dem Menüpunkt Tools | Director verbirgt sich ein Werkzeug zum Drehen eines Videos (Abbildung 5). Die Bedienung ist nicht trivial, aber auch ohne grundlegende Kenntnisse der Formeln können Sie hier ein ansprechendes Video zusammenklicken. Die Keyframes erhalten Sie, indem Sie zunächst im Hauptfenster das gewünschte Bild anzeigen und dann mit Hinzufügen | from current fractal ins Video übernehmen. Nach dem gewünschten Ändern der Ansicht klicken Sie erneut auf diesen Menü-Eintrag und wiederholen den Vorgang so oft, wie Sie wollen. Für ein erstes Video dürften drei bis vier Keyframes genügen, denn schon diese wenigen Arbeitspunkte dürften den Rechner eine Weile beschäftigen.

Abbildung 5

Abbildung 5: Gnofract4d kennt zahlreiche Parameter zum Erzeugen eines Videos.

Die Abstände der Keyframes und weitere Parameter legen Sie im unteren Bereich des Fensters fest. Unter Advanced Options nehmen Sie bei Bedarf vielfältige Feineinstellungen vor. Zum Schluss wählen Sie noch einen Namen für die AVI-Ausgabedatei, geben die gewünschte Auflösung an und klicken dann auf Render. Nun heißt es warten: Selbst das Rendern eines nur wenige Sekunden dauernden Videos in DVD-Auflösung kann auf einem durchschnittlichen Rechner eine halbe Stunde dauern (Abbildung 6).

Abbildung 6

Abbildung 6: Beim Rendern von Videos ist Geduld angesagt …

Möglicherweise erhalten Sie aber auch gar kein Video, sondern nur eine Folge von Einzelbildern. Das passiert dann, wenn Gnofract4d das Werkzeug Transcode auf dem Rechner nicht findet. Darauf weist Gnofract4d aber im Director-Fenster hin, so dass Sie Transcode bei Bedarf nachinstallieren können.

Im Test funktionierte das Rendern des Videos trotz vorhandenem Transcode erst einmal nicht. Das lag daran, dass das von uns verwendete Transcode ohne Unterstützung für die Grafiksuite ImageMagick kompiliert wurde. In so einem Fall bleibt als Work-around noch das Rendern in Einzelbilder, die Sie dann mit einem anderen Programm zu einem Film zusammenschneiden. Ersatzweise lassen sich die Bilder auch mit einem Trick abspielen, indem Sie im Bildbetrachter die Taste zum Weiterschalten der Bilder festhalten, meist [Pfeil rechts].

Voreinstellungen

Über das Menü Edit | Einstellungen erreichen Sie einen Konfigurationsdialog, der das Einstellung häufig verwendeter Aktionen ermöglicht.

Im ersten Reiter Image stellen Sie die Auflösung für gerenderte Bilder ein. Der Standardwert von 640x480 Pixeln erscheint für heutige Bildschirme kaum noch zeitgemäß – zumindest, falls Sie auf ein Hintergrundbild abzielen. Für ein Video eignen sich entweder die übliche DVD-Auflösung von 576x720 oder HD-Video mit 1080x1920 Pixeln.

Unter Antialiasing können Sie ein wenig an den Einstellungen für die Kantenglättung schrauben, wobei die Option Best viele Grafikchips schon etwas ins Schwitzen bringt. Im Reiter Helpers legen Sie Hilfsanwendungen fest, zum Beispiel das E-Mail-Programm zum Versenden Ihrer Kreationen oder den Texteditor für den Feinschliff einer Formel.

Der zweite Reiter enthält Einstellungen für den C-Compiler – nicht für das Kompilieren des Programms, das ist ja schon Geschichte – sondern für das Umwandeln der Formeln in Binärcode. Außerdem finden Sie hier die Suchpfade für Formeldateien im System.

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