Große Dokumente

Bei umfangreichen Texten ist es wenig sinnvoll, diese in ein einziges Dokument mit Kopf, Präambel und Textkörper umzuwandeln. Die Erfahrung lehrt, dass man solche Dateien besser in einzelne Bereiche (Kapitel) aufteilt und diese jeweils in einer eigenen Datei speichern.

Das ermöglicht es zudem mehreren Autoren, gleichzeitig an den Dateien zu arbeiten. Zudem brauchen Sie immer nur das geänderte Dokument neu zu übersetzen, wodurch W2L weniger Speicher verbraucht. Bei sehr großen Dokumenten mit komplexeren Strukturen kommt es gelegentlich vor, dass W2L mit einem Fehler beim Zugriff auf den Arbeitsspeicher abstürzt.

Zusätzlich zu den Teilen erzeugt W2L ein Hauptdokument mit Kopf und Präambel, die Teildokumente benötigen diese dann nicht mehr. In der Hauptdatei binden Sie die Kapitel über \input{Kapitel} ein, wobei Kapitel dem Dateinamen ohne Endung entspricht.

Vorüberlegungen

Bevor Sie die Arbeit angehen, lohnt es sich, zu überlegen, welchen LaTeX-Compiler Sie verwenden. Die alteingesessenen Varianten sind das klassische LaTeX sowie PDFLaTeX. Beide verwenden im wesentlichen nur Type1-Fonts (PFB- und AFM-Dateien). Truetype- oder Opentype-Fonts erfordern meist aufwändige Handarbeit.

Zu den modernen Varianten gehören XeTeX [3] (an dem aber niemand mehr arbeitet) und Luatex [4], das voraussichtlich die Nachfolge von TeX antritt. Luatex unterstützt TFF- und OTF-Fonts, auch bei den gängigen Formaten für Bilder gibt es hier keine Probleme.

Der nächste Punkt betrifft das Encoding. Bei LaTeX-Dateien handelt es sich um reine Textdateien, bei denen Sie mit der Kodierung festlegen, wie eine Software ein Zeichen in eine Datei schreibt. Die meisten Betriebssysteme verwenden inzwischen UTF-8 als Encoding. Daher ist es sinnvoll, dies beim Umwandeln ebenfalls einzusetzen.

Ein weiterer Vorteil ergibt sich dabei aus der Tatsache, dass besondere Zeichen, die Sie in LibreOffice über Einfügen | Sonderzeichen einfügen, als entsprechendes UTF-8-Zeichen im Export erscheinen. Unterstützt der verwendete Font dieses Zeichen, sehen Sie es korrekt am Bildschirm und im Ausdruck.

Ein wichtiger Punkt bei den Vorüberlegungen sollte der Arbeit im Team gelten: Gerade Autoren, die meinen, Sie könnten perfekt mit der Textsoftware umgehen, ändern gerne die Vorlage nach eigenem Belieben oder erstellen Formatierungen nicht nur mit der Vorlage, sondern modifizieren die Schrift zusätzlich über die direkten Möglichkeiten, die das Programm bietet.

Bekommen Sie solche Dokumente, braucht es meist viel Handarbeit, diese wieder in einen Zustand zu bringen, mit dem sich weiterarbeiten lässt. Das Ziel sollte es daher sein, dass möglichst viele der eigenmächtigen Formatierungen automatisch aus dem Text verschwinden.

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