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© Billy Frank Alexander, sxc.hu

Schnell notiert

Evernote unter Linux nutzen

10.01.2013 Mit Nixnote und Everpad nutzen Sie Evernote bequem und effizient unter Linux und halten auch auf dem Desktop Ihre Evernote-Notizen synchron.

Ihre persönlichen Informationen haben Sie dank Evernote [1] immer und überall dabei und können Sie bequem beispielsweise über Ihr Smartphone abrufen. Im Juni 2012 nutzten bereits mehr als 34 Millionen Anwender diesen Dienst auf mehreren Plattformen [2]. Die Evernote-Software gibt es für Android, iOS, Blackberry und Windows Phone sowie für für Mac- und Windows-Rechner, auch ein offizielles Browser-Plugin steht zur Auswahl. Eine native Linux-Version fehlt hingegen bislang, als Work-around kann man höchstens die offizielle Evernote-Software unter Wine zum Laufen bringen.

Nixnote und Everpad wollen diese Lücke füllen und bieten als native Evernote-Clients für Linux ihre Dienste an. Während sich Everpad als kleines Tool präsentiert, das sich gut in den Desktop integriert, handelt es sich bei Nixnote um eine klassische Anwendung, die möglichst viele Funktionen in sich vereinen will.

Was ist Evernote?

Bei Evernote handelt es sich um einen onlinebasierten Alleskönner für das Sammeln und Wiederfinden von Notizen und anderen Dokumenten. Dank vieler verschiedener Client-Anwendungen und Plugins lässt sich Evernote auf so gut wie jeder Plattform betreiben und durch die entsprechenden Mechanismen synchron halten – lediglich Linux bleibt bislang außen vor.

Für die Verwendung von Evernote benötigen Sie ein entsprechendes Konto, dass Sie auf der Evernote-Website kostenlos erstellen [2]. Power-User greifen zum Premium-Account für 40 Euro jährlich und können dann zum Beispiel größere Dateien hochladen oder die Werbung ausblenden.

Everpad

Klein aber fein – dieses Motto trifft voll und ganz auf Everpad zu. Auf die nötigsten Funktionen reduziert, integriert sich dieser Evernote-Client bestens in verschiedene Desktops. Während sich ältere Everpad-Versionen ausschließlich in Ubuntus Unity-Oberfläche gut integrierten, lässt sich die neue Version 2.3 auch unter KDE und Gnome effektiv einsetzen.

Die Installation erweist sich für Ubuntu-Anwender als Kleinigkeit. Für Everpad existiert ein Repository, das Sie wie in Listing 1 gezeigt hinzufügen. Anschließend können Sie die Anwendung direkt installieren.

Listing 1

$ sudo add-apt-repository ppa:nvbn-rm/ppa
$ sudo apt-get update
$ sudo apt-get install everpad

Nutzer anderer Linux-Distributionen müssen derzeit noch ein wenig vorbereitende Paketinstallation betreiben: Hier gilt es einige Abhängigkeiten aufzulösen, bevor Sie Everpad installieren können. Auf den Github-Seiten von Everpad [3] finden Sie unter Other linux eine Liste von (Python-)Paketen, die Sie installieren müssen. Anschließend spielen Sie Everpad mit den Kommandos aus Listing 2 ein.

Listing 2

$ git clone git@github.com:nvbn/everpad.git
$ cd everpad
$ python setup.py

Nach dem Start steht Everpad über das für Evernote typische Elefanten-Icon im System-Panel zur Verfügung (Abbildung 1). Zunächst findet sich im Ausklappmenü nur die Option Settings and Management, die Sie anwählen müssen, um Everpad erst einmal zu konfigurieren.

Abbildung 1

Abbildung 1: Everpad nistet sich in das System-Panel ein und stellt über das Icon alle wichtigen Funktionen bereit.

In dem sich nun öffnenden Dialog Everpad / Settings and Management klicken Sie im Reiter Settings auf Authorise, um die Anwendung einzurichten. Außerdem können Sie dafür sorgen, dass Everpad bei jedem Systemstart automatisch geladen wird, indem Sie das Häkchen bei Start with system setzen.

Nach dem Klick auf Authorise geben Sie Ihre Evernote-Zugangsdaten ein und melden sich an. Im zweiten Schritt müssen Sie Everpad den Zugriff auf Ihre Daten erlauben, indem Sie auf Berechtigen klicken. Jetzt ist Everpad mit Ihrem Evernote-Konto verbunden. Um die Einrichtung abzuschließen, wählen Sie jetzt den Menüpunkt Please perform first sync an, damit sich die Anwendung synchronisiert und Sie auf die bereits online hinterlegten Notizen zugreifen können.

Von nun an greifen Sie durch einen Klick auf das Evernote-Icon auf eine Liste aller gespeicherten Notizen zu, erstellen über Create Note eine neue Notiz, stoßen über Last Sync jederzeit die Synchronisation an oder nehmen über Settings and Management Einstellungen vor.

Nach einem Klick auf Create Note öffnet sich ein schlanker Editor (Abbildung 2). Er stellt alle Evernote-typischen Funktionen zur Verfügung, um eine Notiz zu bearbeiten. Den Titel der Notiz tragen Sie in der ersten Zeile ein. Über die Icon-Leisten formatieren Sie den Text und erstellen Listen. Unterhalb des Eingabebereiches können Sie Ihre Notiz einem bestehenden Notizbuch hinzufügen und Schlagwörter vergeben. Über add another fügen Sie der Notiz Dateien hinzu.

Abbildung 2

Abbildung 2: Der schlanke Everpad-Editor – hier unter KDE – liefert alle notwendigen Funktionen für das Erstellen und Bearbeiten von Notizen.

Um eine Übersicht aller vorhandenen Notizen in einem eigenen Fenster zu erhalten, klicken Sie im Everpad-Menü auf All Notes. Über das Fenster Everpad / All Notes können Sie einzelne Notizen löschen oder aufrufen (Abbildung 3). Außerdem sehen Sie in diesem Fenster, welche Notizen sich wann zuletzt geändert haben.

Abbildung 3

Abbildung 3: Everpad bietet eine detaillierte Übersicht all Ihrer Notizen.

Durch die Linse

Ein besonderes Schmankerl der Ubuntu-Integration von Everpad stellt das Bereitstellen einer eigenen Lense für das Durchsuchen Ihrer Evernote-Notizen dar (Abbildung 4). Über solche Unity-"Linsen" können Sie über das Ubuntu-Dash so ziemlich alles durchsuchen und finden. Die Everpad-Lense unterstützt das Durchsuchen von Notizbüchern, Orten und Stichwörtern ("Tags"). Unterschlägt Ihnen das Dash diese Linse, dann stellen Sie sicher, dass unter Settings and Management der Eintrag Start with system aktiviert ist, und melden Sie sich vom System ab und anschließend wieder an.

Abbildung 4

Abbildung 4: Mit der Everpad-Lense durchsuchen Sie Ihre Notizen über das Dash.

Unter KDE integriert sich Everpad mindestens ebenso gut in den Desktop wie unter Unity. Über den KDE-Programmstarter KRunner ([Alt]+[F2]) erstellen Sie Notizen direkt, indem Sie create note eingeben. Darüber hinaus können Sie über KRunner auch alle Notizen durchsuchen, indem Sie einfach einen beliebigen Suchbegriff eingeben (Abbildung 5).

Abbildung 5

Abbildung 5: Auch unter KDE macht Everpad durchaus eine gute Figur.

TIPP

Unter Ubuntu 12.10 verursacht Everpad gelegentlich Abstürze des Unity-Systems. In diesem Fall empfiehlt es sich, Everpad mit dem Befehl *LIBOVERLAY_SCROLLBAR=0 everpad zu starten.

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