Sicherheitstipps

Idealerweise richten Sie Tripwire auf einem frisch aufgesetzten System ein: Nur dann können Sie wirklich sicher sein, dass alle Dateien noch im Originalzustand vorliegen. Schlüssel, Policy-File und Konfigurationsdatei darf ausschließlich root lesen und schreiben, was folgendes Kommando sicherstellt:

# chmod 600 site.key ${HOSTNAME}-local.key tw.*

Auch auf die Verzeichnisse /etc/tripwire und /var/lib/tripwire/ darf nur root Zugriff erhalten (chmod 700 ...).

Wenn möglich, sollten Sie außerdem die Tripwire-Datenbank besonders schützen, sodass ein Angreifer keine Chance hat, sie zu ändern. Bei einem Desktop-Rechner bietet sich dazu ein externes Speichermedium an. Ein Server kann die Datenbank vor jedem Test via SSH und Public-Key-Verfahren von einem anderen Rechner herunterladen oder von einem nur lesbaren Medium beziehen.

Fazit

Tripwire macht seinem Namen alle Ehre. Das einfache, aber wirkungsvolle HIDS lässt sich schnell einrichten und versieht seinen Dienst still und diskret. Es wehrt zwar keine Angriffe ab, hilft aber dabei, Unstimmigkeiten zeitnah zu erkennen. Während Admins sonst nur eine geringe Chance haben, von Angreifern hinterlassene oder veränderte Dateien aufzuspüren, bekommen sie dies von Tripwire per E-Mail serviert, was den Aufwand für Suche und Entfernung spürbar verringert.

Die Regeln lassen sich auch nachträglich gut anpassen, etwa wenn sich Inodes und Dateigrößen als schlechte Properties für Logdateien erweisen, die ja von Zeit zu Zeit von Logrotate durchgedreht werden. Die Berichtsdateien fallen meist angenehm klein aus, sodass die Gefahr einer unbemerkt zulaufenden Festplatte kaum existiert. Nach gewollten Änderungen etwa durch ein Update oder geänderte Konfigurationsdateien können Sie die Datenbank unaufwändig aktualisieren. 

Glossar

Atime

Access Time. Gibt an, wann eine Datei das letzte Mal zum Lesen geöffnet wurde.

Mtime

Modification Time. Gibt an, wann der Inhalt einer Datei zuletzt verändert wurde.

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