Man muss sie nicht mögen, aber E-Books sind aus der heutigen Welt nicht mehr wegzudenken. Normalerweise kauft man die digitalen Schmöker als fertige Produkte, die sich dann nicht mehr verändern lassen. Zwar darf man Anmerkungen anbringen und Lesezeichen setzen – aber E-Books selbst schreiben? Der freie E-Book-Editor Sigil [1] erlaubt genau das. Anfang Dezember erschien die Version 0.6.2 dieser bemerkenswerten Software.
Sigil einrichten
Nicht alle aktuellen Distributionen führen Sigil bereits in ihren Repositories. Es gibt jedoch Pakete für Arch Linux, Fedora, Gentoo, OpenSuse, Slackware und einige weitere Distributionen [7]. Unter Ubuntu und dessen Derivaten richten Sie Sigil über ein PPA ein [8]. Daneben gibt es auch Installationsdateien für Mac OS X und 32/64-Bit-Windows. Zum Übersetzen des Quellcodes benötigen Sie Cmake, als Abhängigkeiten setzt Sigil Qt4 sowie Support für XML, SVG und WebKit voraus.
Neben proprietären Formaten für E-Books, wie beispielsweise Amazon sie nutzt, ist das als offener Standard veröffentlichte [2] EPUB ("Electronic Publication") weit verbreitet. Es basiert im Wesentlichen auf einer Reihe weiterer offener Standards und nutzt einen ZIP-Container für die formatierten Inhalte (Abbildung 1). Die Struktur der Inhalte bilden XML, XHTML und CSS-Sheets ab. Von diesen Standards lässt EPUB nur Teile zu, was die Gestaltung zwar einschränkt, aber auch vereinfacht.
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