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Aktuelle Software im Kurztest

15.01.2013

Calcurse, Kalender und Terminplaner für die Konsole

Bei Terminkalendern denken viele an grafische Tools wie Evolution. Dass es ressourcenschonender geht, ohne auf Bedienkomfort zu verzichten, zeigt Calcurse. Das Tool nutzt die Ncurses-Bibliotheken, um in der Konsole einen übersichtlichen Kalender zu präsentieren. Dabei sehen Sie sofort die Termine des aktuellen Tages, noch anstehende Aufgaben und natürlich den aktuellen Monat.

In der Fußzeile zeigt das Programm jeweils die naheliegenden Tastenkürzel an. Um die Navigation im Kalender zu erleichtern, unterstützt die Software die durch Vi/Vim etablierten Tasten und Tastenkombinationen. Über [Tab] wechseln Sie zwischen den Bereichen Kalender, Termine und Aufgaben.

Sagen Ihnen die Tastenkürzel nicht zu, ändern sie diese sowie das gesamte Layout oder die Farben in der Konfiguration. Um einen neuen Termin anzulegen, wählen Sie das entsprechende Datum im Kalender aus und drücken [Strg]+[A]. Calcurse fragt nun nach einer Startzeit. Geben Sie keine an, interpretiert es den Termin als ganztägig. Als Ende tragen Sie entweder eine konkrete Uhrzeit oder ein Zeitraum ein.

Nun benötigt der Termin noch einen Namen, und der Eintrag ist fertig. Weitere Informationen hängen Sie als Notizen an. Bei sich wiederholenden Ereignissen besteht die Möglichkeit, ein Intervall in Form von Tagen, Wochen oder Monaten zuzuweisen. Das benötigte Tastenkürzel steht in der Fußzeile.

Das Anlegen neuer Aufgaben funktioniert ebenso simpel. Hierzu wechseln Sie in den Bereich Aufgaben, drücken [A] und beschreiben die Aufgabe. Die Angabe der Priorität für das Bearbeiten, ein Wert zwischen 1 und 9, schließt die Eingabe ab. Wie bei den Terminen versehen Sie Aufgaben bei Bedarf mit Notizen. Die Angabe einer Deadline unterstützt die Software aber nicht.

Wer seine Termine und Aufgaben mit anderen Programmen abgleichen möchte, exportiert diese als iCal-Datei. Calcurse selbst legt seine Termine, Aufgaben und die Konfiguration als Textdateien im Programmverzeichnis im Home-Directory des Benutzers ab.

Calcurse 3.1.1

Lizenz: BSD

Quelle: http://calcurse.org

Wertung

Das Ressourcen schonende Calcurse bietet alle wichtigen Funktionen eines Organizers und benötigt kaum Einarbeitungszeit.

FF-Multi-Converter, eine Oberfläche für alle Medienformate

Beim Tool FF-Multi-Converter ist der Name Programm: Es stellt eine einfache, einheitliche Oberfläche zum Konvertieren verschiedener Dateiformate bereit. Dabei beschränkt sich das Tool nicht auf einen Typ, wie Bilddateien, sondern unterstützt das Wandeln von Videos, Audio-Files und sogar Textdateien. Unter der Benutzeroberfläche kommen dabei bewährte Tools wie Ffmpeg, Avconv, Libmagick und Unoconv zum Einsatz, die die eigentliche Arbeit übernehmen. Das ermöglicht das Konvertieren zwischen über 25 Audio- und Video-Formaten, 20 Bildformaten und mehr als 10 Textformaten.

Für die meisten Audio- und Video-Formate enthält das Programm geeignete Voreinstellungen, die Sie über den Preset-Knopf erreichen. Darüber können Sie jederzeit eigene Voreinstellungen anlegen. Die angepassten Parameter exportieren Sie bei Bedarf als XML-Datei und importieren sie auf einem anderen System. Auf diese Weise bleiben die eigenen Einstellungen auch bei einer Neuinstallation erhalten.

Neben den Voreinstellungen legen Sie optional außerdem für jede Video-Konvertierung Bildgröße, Seitenverhältnisse, Wiederholrate, Bitrate für Audio und Video sowie den Frequenzbereich fest. Beim Umwandeln von Bilddateien beschränken sich die Möglichkeiten zum Einstellen auf das Zielformat und die Bildgröße.

Beim Konvertieren von Dokumenten erlaubt die Software lediglich das Quell- und Zielformat anzugeben, weitere Optionen fehlen. Während Sie Dokumenten nur in ein anderes Format konvertieren dürfen, erlaubt FF-Multi-Converter bei Bildern sowie Audio- und Video-Dateien das Wandeln ins Ursprungsformat, wobei die Software auf Wunsch das Original löscht. Damit eignet sich FF-Multi-Converter für einfache Aufgaben beim Nachbearbeiten.

Will man ganze Verzeichnisse mit Dateien konvertieren, lässt sich die rekursive Verarbeitung mit einem Häkchen auf Oberfläche schnell aktivieren. Viel einfacher geht es kaum mehr.

FF-Multi-Converter 1.4.2

Lizenz: GPLv3

Quelle: https://sites.google.com/site/FF-Multi-Converter/

Wertung

FF-Multi-Converter geht Ihnen beim Konvertieren von Mediendateien unterschiedlichster Formate zur Hand und erspart dabei das Eingeben kryptischer Parameter.

Log-Dateien übersichtlicher gestalten mit Glogg

Treten Fehler oder Probleme auf, dann hilft meist ein Blick in die Log-Datei weiter. Enthält diese jedoch sehr umfangreiche Daten, laufen Sie schnell Gefahr, etwas zu übersehen. Das Tool Glogg erleichtert das Auswerten solcher Protokolle durch eine gut strukturierte Qt-Oberfläche.

In der Mitte des Hauptfensters zeigt die Software alle Einträge der geöffneten Log-Datei an. Ein Suchfeld im unteren Bereich des Fensters erlaubt die Suche und das Filtern bestimmter Einträge mit Hilfe regulärer Ausdrücke. Wem diese suspekt sind, der begrenzt die Suchoptionen auf Wildcards oder das Finden fester Muster.

Sämtliche Treffer des Suchmusters listet das Programm in einem separaten Bereich auf. Außerdem zeigen rote Markierungen am rechten Fensterrand an, wo sich die gefundenen Zeilen in der Datei befinden. Standardmäßig ignoriert Glogg dabei die Groß/Kleinschreibung. Sie dürfen außerdem einzelne Zeilen am Zeilenanfang mit einem blauen Pfeil markieren. Solche Zeilen listet das Programm dann ebenfalls im Suchfenster auf.

Um die Ausgabe noch übersichtlicher zu gestalten, bietet Glogg die Möglichkeit, Filter festzulegen. Wie beim Suchfilter verwenden Sie hier bei Bedarf reguläre Ausdrücke oder feste Suchmuster, um bestimmte Einträge hervorzuheben. Für jeden Ausdruck lässt sich dabei eine eindeutige Schrift- und Hintergrundfarbe definieren. Auf diese Weise sehen Sie sofort, wo die gewünschten Einträge sind.

Die definierten Filter trägt das Programm in der Datei ~/.config/glogg/glogg.conf ein. So stehen beim nächsten Start alle Einstellungen wieder bereit. Bei der Fehlersuche hilft außerdem die Option Auto-refresh, mit der Glogg den Inhalt des Hauptfensters in Echtzeit aktualisiert. So sehen Sie, was das System gerade in die Log-Datei schreibt.

Glogg 0.9.1

Lizenz: GPLv3

Quelle: http://glogg.bonnefon.org

Wertung

Glogg bereitet Log-Dateien optisch auf, sodass Sie Einträge schnell finden, und hilft mit Filtern, den Überblick zu bewahren.

Jedit, ein Editor für alle Fälle

Der – wie der Name Jedit schon andeutet – auf Java basierende Editor Jedit hat sich mittlerweile zu einer soliden, hoch funktionalen Entwicklungsumgebung nicht nur für Java entwickelt.

So bietet Jedit Syntax-Highlighting für zahlreiche Markup- und Programmiersprachen. Die Palette reicht von Klassikern wie Ada über C und TeX bis hin zu Perl, VBScript und XML. Selbst für Konfigurationsdateien wie Squidconf, Apache HTTD oder RPM Spec gibt es Highlighting-Muster.

Sämtliche Highlighting-Modes liegen als XML-Datei ab, was versierten Anwendern die Möglichkeit gibt, eigene Modi zu definieren. Darüber hinaus bietet Jedit alle wichtigen Funktionen eines Editors wie Auto-Indent, Folding, Soft-Tabs, Wordwrap, Suchen und Ersetzen sowie Lesezeichen, um nur einige aufzuzählen.

Viele der Funktionen erreichen Sie über Tastenkürzel, die Sie bei Bedarf in der Konfiguration anpassen. Diese bietet zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten, von Layout und Farbgebung über Speicher- und Backup-Einstellungen bis hin zum Proxy-Server für den direkten Zugriff aufs Netz. Von dort stehen Ihnen zahlreiche Plugins bereit, über die Sie die Funktionen erweitern.

Die Palette der über 200 Plugins gliedert sich in verschiedene Kategorien, die von Application über Dateiverwaltung, Formatierung und Sprachunterstützung bis zu Netzwerk und Versionskontrolle reichen. Hier finden Sie Plugins, um Jedit an Subversion oder Git anzubinden oder SQL-Statements an eine Datenbank zu senden. Ein leistungsfähiger Plugin-Manager überwacht die installierten Zusatzfunktionen und informiert Sie, falls es Updates gibt.

Eine weitere Stärke des Programms stellt die eine eigene Makrosprache für frei definierbaren Makros dar. Wer nicht programmieren möchte, zeichnet die Funktionsblöcke mit einem eingebauten Rekorder auf. Einige Makros sind bereits in der Standardinstallation enthalten. (agr)

Jedit 5.0

Lizenz: GPLv2

Quelle: http://www.jedit.org

Wertung

Die leistungsfähige Entwicklungsumgebung Jedit eignet sich für viele Zwecke und lässt sich über Plugins fast beliebig erweitern.

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Kommentare
Xlogmaster wäre besser als glogg
Hendrik (unangemeldet), Mittwoch, 16. Januar 2013 08:24:57
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Hallo,

zu Hause benutzte ich immer xlogmaster, bis es nicht mehr auf Kubuntu 12.10 lief.

Nun habe ich glogg getestet, was aber nicht an xlogmaster herankommt. Schade.

Kann mir einer sagen, wie man xlogmaster dazu bekommt, auch unter 12.10 zu laufen?

Hendrik



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Re: Xlogmaster wäre besser als glogg
Klaus W. (unangemeldet), Mittwoch, 16. Januar 2013 10:20:12
Ein/Ausklappen

Ich kenne xlogmaster zwar nicht, aber hast du probiert, es zu compilieren? Was waren die Fehlermeldungen?

(Hab gerade mal geschaut: die letzte Version von xlogmaster stammt aus dem Jahr 2009, es kann also sein, dass das auf neuen Systemen nicht mehr läuft.)


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