AA_pearls_coralsea_sxc_738113.jpg

© Coralsea, sxc.hu

Videos bearbeiten mit Openshot

Perlen aufreihen

Setzen Sie Ihre Videos gekonnt in Szene und veredeln Sie mit Openshot Ihre Aufnahmen zu kleinen Kunstwerken.

Was tun mit den vielen kurzen Videos, die Sie im Laufe eines Jahres mit Smartphone, Handy oder Digitalkamera aufgenommen haben? Jedes für sich genommen ist nur wenige Minuten oder gar Sekunden lang. Kein Problem: Wie andere Programme zum Bearbeiten von Videos für den semiprofessionellen Bereich erlaubt auch Openshot [1], Videoclips, Fotos und Audio-Dateien zu einem Video zusammen zu setzen.

Wollen Sie einen der mit Openshot geschnitten Filme anschließend gleich auf Youtube präsentieren, bietet das Tool dafür eine spezielle Funktion an, über die Sie die idealen Eigenschaften für ein qualitativ hochwertiges Youtube-Video auswählen. Auf eventuell fehlende Codecs weist Openshot hin, sodass Sie genau wissen, was Sie in einem solchen Fall tun müssen, um fehlende Komponenten nachzuinstallieren.

Aber auch in Sachen Effekte hat Openshot einiges zu bieten. Für die Übergänge zwischen zwei Filmschnipseln stellt es viele schicke Effekte bereit und bietet außerdem Funktionen zum Generieren von dreidimensionalem animierten Text, den Sie im Film einsetzen können. Für Abwechslung sorgen zusätzlich Effekte, mit denen Sie ein Video zum Beispiel in eine lebendige Kohlenzeichnung verwandeln.

Installation

Es gibt viele Wege, Openshot zu installieren. Ubuntu-Anwender richten das Programm schnell per sudo apt-get install openshot ein. Um die aktuellste Version zu installieren empfiehlt es sich, das passende Repository hinzuzufügen und die Applikation anschließend zu installieren. Listing 1 zeigt diese Vorgehensweise. Für ältere Ubuntu-Versionen von 8.04 bis 9.04 und Fedora 11 bis 13 stehen online [2] passende Installer bereit. Alternativ finden Sie an der gleichen Stelle den Quellcode der Software.

Listing 1

$ sudo add-apt-repository ppa:jonoomph/openshot-edge
$ sudo apt-get update
$ sudo apt-get install openshot openshot-doc

Frage des Profils

Sie starten ein neues Projekt, indem Sie über Datei | Neues Projekt ein solches anlegen. Im sich daraufhin öffnenden Dialog Ein Projekt erstellen vergeben Sie einen Namen und legen den Speicherort fest. Interessant ist insbesondere die Auswahl eines Profils. Dieses wählen Sie aus der Auswahlliste Projektprofil aus.

Openshot versteht unter einem Profil eine Vorgabe für die Einstellungen für die Wiedergabe und den Export eines Videos. Legen Sie hier die Messlatte nicht zu hoch: Je höher die Qualität, desto wahrscheinlicher ruckelt das Video in der Vorschau. Die hier vorgenommene Auswahl hat allerdings noch keine Auswirkungen auf den späteren Export des Videos – die entsprechenden Einstellungen legen Sie später separat fest.

In einem Projekt-Profil geben Sie unter anderem die Frame-Rate sowie die Höhe und Breite des Videos vor. Die größtenteils in Deutsch vorliegende Online-Hilfe empfiehlt, schon beim Erstellen eines Projekts ein Profil auszuwählen, das der geplanten Größe der Ausgabe und gewünschten Qualität entspricht. Für besonders hohe Qualität müssen Sie einen entsprechend leistungsfähigen Computer einsetzen.

Abbildung 1: Openshot enthält alle Funktionen, die Sie für den semiprofessionellen Einsatz benötigen.

Die Eigenschaften von Profilen verwalten Sie im entsprechenden Manager, den Sie über die Einstellungen unter dem Reiter Profile öffnen. Hier legen Sie ein Standardprofil fest, erstellen neue Profile oder passen bestehende an. Bei den Profilen, die Openshot bereits mitbringt, besteht keine Möglichkeit, die Parameter zu ändern.

Drag and Drop

Für die eigentliche Arbeit gilt es dem Projekt nun auch Dateien hinzuzufügen. Dies dürfen neben Videos auch Bilder und Audio-Dateien sein. Openshot unterstützt dabei alle gängigen Formate. Nachdem Sie über Datei | Dateien importieren einige Clips oder Tracks hinzugefügt haben, listet das Programm alle ausgewählten Dateien oben links im Fenster unter Projektdateien auf.

Zur besseren Übersicht empfiehlt es sich, diese Dateien schon frühzeitig in Ordnern zu organisieren. Ordner erstellen Sie über die entsprechende Funktion im Kontextmenü, das Sie über die rechte Maustaste erreichen. Um die Dateien dann in die Ordner zu verschieben, steht im Kontextmenü ebenfalls eine entsprechende Funktion bereit. Anschließend haben Sie die Möglichkeit, die Ordner ein- und auszuklappen und behalten so bei vielen Dateien die Übersicht.

In der unteren Hälfte des Openshot-Fensters findet das eigentliche Bearbeiten des Projekts statt (Abbildung 1): Hier finden Sie zwei Spuren, auf denen Sie die Dateien anordnen. Reichen diese beiden Spuren nicht aus, dann fügen Sie über die Schaltfläche mit dem Plus-Symbol oberhalb der Spuren weitere hinzu.

Um eine Datei auf eine der Spuren zu legen, ziehen Sie sie einfach mit gedruckter linker Maustaste an die entsprechende Stelle. Dabei dürfen Sie Dateitypen auf einer Spur ohne weiteres mischen.

Um sich einen ersten Eindruck des Projekts zu verschaffen, nutzen Sie bei Bedarf den integrierten Videoplayer. Dabei können Sie über entsprechende Symbole einzelne Spuren oder Inhalte auf den Spuren ausblenden beziehungsweise lautlos schalten.

Möchten Sie ein Video, das Sie bereits auf eine Spur gelegt haben, noch ein wenig bearbeiten, offeriert das Kontextmenü auch dazu einige Funktionen. Klicken Sie, um das jeweilige Kontextmenü aufzurufen, einfach mit der rechten Maustaste auf den Clip und rufen Sie die gewünschte Funktion auf. So können Sie zum Beispiel einzelne Stücke drehen, duplizieren oder animieren, indem Sie einen Zoom-Effekt einbauen.

Den Inhalt einer Spur passen Sie noch weiter an, indem Sie über das Kontextmenü die Eigenschaften des ausgewählten Inhalts aufrufen. Die sich daraufhin öffnenden Clip-Eigenschaften geben Ihnen Funktionen in die Hand, um zum Beispiel die Dauer eines Videos zu verkürzen sowie die Geschwindigkeit beim Abspielen, die Größe oder auch die Lautstärke zu verändern (Abbildung 2).

Abbildung 2: Über die Clip-Eigenschaften haben Sie die Möglichkeit, eingebundene Videoclips gründlich zu bearbeiten.

Diesen Artikel als PDF kaufen

Express-Kauf als PDF

Umfang: 5 Heftseiten

Preis € 0,99
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

Kommentare

Infos zur Publikation

LU 11/2017: Server für Daheim

Digitale Ausgabe: Preis € 8,50
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Stellenmarkt

Aktuelle Fragen

Lieber Linux oder Windows- Betriebssystem?
Sina Kaul, 13.10.2017 16:17, 2 Antworten
Hallo, bis jetzt hatte ich immer nur mit
IT-Kurse
Alice Trader, 26.09.2017 11:35, 2 Antworten
Hallo liebe Community, ich brauche Hilfe und bin sehr verzweifelt. Ih bin noch sehr neu in eure...
Backup mit KUP unter Suse 42.3
Horst Schwarz, 24.09.2017 13:16, 3 Antworten
Ich möchte auch wieder unter Suse 42.3 mit Kup meine Backup durchführen. Eine Installationsmöglic...
kein foto, etc. upload möglich, wo liegt mein fehler?
kerstin brums, 17.09.2017 22:08, 5 Antworten
moin, zum erstellen einer einfachen wordpress website kann ich keine fotos uploaden. vom rechne...
Arch Linux Netzwerkkonfigurationen
Franziska Schley, 15.09.2017 18:04, 0 Antworten
Moin liebe Linux community, ich habe momentan Probleme mit der Einstellung des Lan/Wlan in Arc...