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Neues rund um Linux

20.12.2012

Steam für Linux: Beta-Test ausgeweitet

Gut sechs Wochen befindet sich die Spiele-Plattform Steam für Linux jetzt im beschränkten Beta-Test (http://steamcommunity.com/app/221410), bereits mehrfach flossen dessen Ergebnisse in entsprechende Client-Updates ein. Außerdem lud Hersteller Valve weitere 5000 Beta-Tester zum Ausprobieren des Angebots ein. Bislang läuft der Steam-Linux-Client ausschließlich auf Ubuntu 12.04, wo man ihn als DEB-Paket installiert. Alle Updates erfolgen dann unter Umgehung des Paketsystems direkt beim Start des Clients. Laut der ersten Erfahrungsberichte von Testern fasst sich Steam für Linux exakt so an wie das Windows-Pendant. Zügig laufende Spiele setzen aber unbedingt die Installation proprietärer Grafiktreiber voraus – anderenfalls können die Frame-Raten durchaus im einstelligen Bereich bleiben. Bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe lagen gut zwei Dutzend spielbare Titel für Linux bereits vor (http://tinyurl.com/lu0113-spiele), weitere neun harrten zu Redaktionsschluss bereits in der "Greenlight"-Warteschleife ihrer Veröffentlichung. Hinsichtlich eines möglichen Release-Termins von Steam für Linux hält sich Valve nach wie vor bedeckt und verweist auf den laufenden Beta-Test. Derweilen gibt es erste Spekulationen, beim finalen Ziel von Valves Engagement könnte es sich möglicherweise um eine auf Linux basierende Spielekonsole im Stil von Xbox oder Playstation handeln (http://tinyurl.com/lu0113-theverge). (jlu)

So präsentiert sich der Steam-Client für Linux derzeit unter Ubuntu 12.04. (Bild: Valve)

Dell Developer-Notebook

Unter dem Codenamen "Project Sputnik" hat Dell Ubuntu 12.04 an ein XPS-13-Ultrabook angepasst und für Entwickler optimiert. Nun ist das Projekt fertig und der Ubuntu-Laptop kommt in den Handel (http://tinyurl.com/lu0113-xps13). Mit an Bord sind zwei spezielle Werkzeuge, die Software-Entwicklern das Leben erleichtern sollen. Das Profile Tool installiert auf Mausklick sämtliche notwendigen und hilfreichen Tools etwa für Android- oder Ruby-Entwickle. Der Cloud Launcher lässt den Benutzer Microclouds auf dem Rechner installieren, die sich dann testen und direkt in die große Cloud übertragen lassen. Aktuell kommen dabei Linux-Container zum Einsatz, Juju befördert die erstellte Umgebung in die Cloud. Beim XPS 13 handelt es sich um ein Ultrabook mit Intel-Core-i7-Prozessor (3,2 GHz), Intel-HD-4000-Grafikkarte und einem spiegelnden 13,3-Zoll-Display (1366x768 Pixel). Der Rechner bringt 8 GByte DDR3L-RAM mit und eine 256-GByte-SSD. Die integrierte WLAN-Karte funkt nach dem schnellen N-Standard, weiterhin an Bord sind Bluetooth 3.0 sowie zwei USB-3.0-Ports. Dell möchte 1549,00 US-Dollar für das Gerät haben, was etwa 1200 Euro entspricht. Bislang gibt es das XPS 13 Developer Edition lediglich in Nordamerika, erst "Anfang 2013" soll es auch hierzulande erhältlich sein. (kki)

Im Rahmen des Projekts "Sputnik" liefert Dell sein Ultrabook XPS 13 jetzt auch mit vorinstalliertem Ubuntu 12.04 und speziellen Entwickler-Tools. (Bild: Dell)

Openbook zu Ubuntu 12.04 LTS

Ab sofort gibt es beim Galileo-Verlag ein umfangreiches Handbuch zu Ubuntu 12.04 LTS als kostenloses Openbook. Das über 1000 Seiten umfassende Werk (gedruckt kostet es 39,90 Euro) deckt ein breites Spektrum an Themen ab, angefangen bei der Installation, der Benutzeroberfläche "Unity" und der Paketverwaltung über Optimierung, Programmierung, Migration und Kernelkompilierung bis hin zu Virtualisierung und Serverkonfiguration. Auch Bootloader und Init-Systeme wie Upstart finden in dem von Marcus Fischer verfassten Nachschlagewerk ihren Platz. Sie finden das Openbook unter http://openbook.galileocomputing.de/ubuntu/, wo Sie es wahlweise online lesen oder als Zip-Datei herunterladen. (ofr)

VoIP-Softphone Ekiga 4.0 stark verbessert

Die freie Telefonie- und Videokonferenz-Software Ekiga (http://www.ekiga.org) bringt in der Version 4.0 mit dem unbescheidenen Codenamen "The Victory Release" zahlreiche Neuerungen mit. So überarbeiteten die Entwickler die Benutzeroberfläche und verbesserten dabei vor allem das Chat- sowie das Konto-Fenster sowie die Anrufhistorie. Die Video-Codecs H.264 und H.263+ sind wieder enthalten, neu hinzugekommen sind SILK (von Skype verwendet), G.722.1 (auch "Siren 7" genannt) sowie G.722.2 ("GSM-AMR Wide Band"). Daneben gibt es nun ein Plugin für das Soundsystem Pulseaudio, bessere Unterstützung für die Wiedergabe mehrerer Videostreams (H.239) sowie etliche Bugfixes. Weitere Informationen finden Sie in der Release-Mitteilung unter http://tinyurl.com/lu0113-ekiga. (mhu)

Ekiga 4.0 bringt eine stark verbesserte Oberfläche sowie etliche neue Codecs mit. (Bild: Ekiga.org)

Shim 0.2: Bootloader für UEFI Secure Boot

Der Open-Source-Entwickler Matthew Garrett hat seinen Bootloader Shim für UEFI Secure Boot erstmals in einer gebrauchsfertigen Version veröffentlicht (http://mjg59.dreamwidth.org/20303.html). Die Software ist für Linux-Distributionen gedacht, die auf Rechnern mit UEFI Secure Boot booten sollen. Im Gegensatz zum Loader der Linux Foundationist Shim nicht von Microsoft signiert: Bei Garretts Lösung installiert der Anwender sein eigenes Zertifikat im UEFI und signiert den Bootloader selbst. Ob er den zu startenden Kernel oder dessen Module auch signiert, bleibt ihm selbst überlassen. (mhu)

Linux-Magazin Online runderneuert

Das Team von Linux-Magazin Online (http://) hat die Webseiten unserer Schwesterzeitschrift sowohl technisch als auch optisch rundum überarbeitet. Bei der Oberfläche kommt nun das Twitter-Framework Bootstrap zum Einsatz und passt das Layout automatisch auch an die kleineren Displays von Mobilgeräten an. Die neue Volltextsuche basiert auf Apache Solr und Lucene und arbeitet nicht nur schneller, sondern sortiert die Treffer auch nach ihrer Qualität. (mhu)

Lernspiel-Sammlung Gcompris erweitert

Gcompris, die freie Sammlung von Lernspielen für Kinder von 2 bis 10 Jahren, bringt in der neuen Version 12.11 dreizehn neue Aktivitäten mit (http://gcompris.net/-de-). Allein sieben davon stammen von Beth Hadley, die diesen Sommer als Stipendiatin des Google Summer of Code aktiv war. Ihre Aktivitäten zeigen Kindern Tiere auf dem Bauernhof und in der Wildnis, machen sie mit Musik aus aller Welt, Noten und der Klaviatur vertraut und bringen ihnen Rhythmen bei. Weiter neue Komponenten beschäftigen sich mit Geografie, dem Mausrad, Farben, Schwerkraft, Beschleunigung und Masse. (mhu)

KURZ NOTIERT

Die Gnome-Entwicklerkonferenz Guadec 2013 (http://www.guadec.org) vom 1. bis 8. August im tschechischen Brünn stattfinden. Die mährische Universitätsstadt beherbergt zahlreiche IT-Firmen, unter anderem eine Niederlassung von Red Hat. Der Zuschlag für 2014 ging an das französische Straßburg.

Der neueste Arch-Snapshot Arch Linux 2012.12.01 verwendet den topaktuellen Kernel 3.6.8 sowie die neueste Systemd-Release 196 (https://www.archlinux.org). Außerdem arbeiteten die Entwickler an den Installationsskripten, die nun einen verbesserten Generator für die /etc/fstab enthalten.

Die Live-Distribution Tails 0.15 zur anonymisierten Internetnutzung (https://tails.boum.org/) unterstützt jetzt "Obfuscated Tor Bridges", also Verbindungen zum Onion-Router-Netzwerk, die sich nur schwer aufspüren lassen. Daneben gibt es erste Unterstützung für einige OpenPGP-Smartcard-Reader.

Das Marble-Projekt hat seinem freien Kartenprogramm eine neue Homepage spendiert, die auch einen KML-Generator enthält. Daneben bietet die neue Website unter http://marble.kde.org zahlreiche Informationen für Anwender und Entwickler und erlaubt in Kartenausschnitten aus Openstreetmap Points of Interest wie Restaurants, Sehenswürdigkeiten oder Haltestellen zu suchen.

In der Version 1.9.2 enthielten Pakete des Webstatistik-Tools Piwik eine zeitlang eine Backdoor (http://tinyurl.com/lu0113-piwik). Der Schadcode wurde ans Ende der Datei piwik/core/Loader.php eingefügt. Zutritt zum Piwik-Server verschafften sich die Hacker über eine Lücke in der Wordpress-Blog-Software verschafft, die auf dem Piwik-Server läuft.

Die neueste Inkarnation von Ubuntus Init-System, Upstart 1.6, beherrscht "Stateful Re-Exec": Sie kann Zustandsinformationen über einen Neustart hinweg speichern weiß damit, um welche Prozesse sie sich zu kümmern hat (https://launchpad.net/upstart). Außerdem unterstützt Upstart nun auch das Booten ohne Initramfs.

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