Home / LinuxUser / 2013 / 01 / Freie Internet-TV- und Webradio-Player

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Debian 7.1 ist erschienen
(179 Punkte bei 5 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.

AA_PO-21911-Fotolia-Lassedesignen_Fotolia-TV.jpg

© Lassedesignen, Fotolia

Überall-TV

Freie Internet-TV- und Webradio-Player

20.12.2012 Digitale wie analoge deutsche Fernsehsender lassen sich im Ausland auch mit zusätzlicher Hardware meist nicht empfangen. Wer trotzdem gut informiert bleiben willen, nutzt das Internet als Medium zum Programmempfang.

Alle gängigen Möglichkeiten, digital oder analog ausstrahlende Fernsehsender zu empfangen, setzen entweder einen entsprechenden Empfänger voraus oder aber einen Anbieter, der IPTV-Dienste kostenpflichtig freischaltet. Doch es geht auch anders: Wenn Sie selbst auf dem abgelegenen Südsee-Eiland stets über das Geschehen in der Heimat informiert bleiben möchten, genügt dazu ein Notebook mit Linux und einer entsprechenden Software: Viele deutsche Sender stellen Teile Ihres Programms auch als Internet-Stream zur Verfügung.

Die entsprechenden Video-Podcasts oder Live-Streams lassen sich auf den Webseiten der meisten Fernsehsender abonnieren, sodass Sie den Kanal jederzeit einfach per Mausklick aufrufen. Dabei gibt es einen wesentlichen Unterschied zum herkömmlichen Fernsehprogramm: Die Video-Podcasts strahlen nicht das tägliche Programm eines Senders in unveränderter Form aus, sondern konzentrieren sich auf sogenannte Kanäle, die aus einem jeweiligen Format bestehen.

So schauen Sie beispielsweise die bekannten Nachrichtensendungen Tagesschau oder heute-journal auf jeweils eigenen Kanälen an und zeichnen sie von dort auch auf. Durch das Herunterladen auf einen lokalen Datenträger besteht auch die Option, die kürzlich ausgestrahlte Nachrichtensendung etwas später zeitversetzt auf dem Notebook anzusehen.

Miro

Das freie Programm Miro [1] der Participatory Culture Foundation hat sich unter Linux zum beliebten Podcast-Client gemausert. Bescheiden als "Musik- und Video-Player" deklariert, nähert sich Miro tatsächlich dem Funktionsumfang einer Media-Center-Anwendung an und kann problemlos gängige Mediaplayer wie Amarok, Rhythmbox, Totem oder den Dragon Player ersetzen.

Miro installieren

Für Ubuntu und dessen Derivate verweist die Miro-Projektseite [1] auf ein eigenes PPA, für alle anderen Distributionen bietet sie lediglich den Quelltext der Software zum manuellen Kompilieren an. Da Miro eine stattliche Anzahl von Software-Abhängigkeiten aufweist, empfiehlt sich die manuelle Installation nur für ebenso versierte wie geduldige Anwender. Da aber alle gängigen Distributionen die Software in ihren Repositories vorhalten, installieren Sie Miro am besten von dort über den Paketmanager: Der löst alle Abhängigkeiten automatisch auf, sodass Sie sich nicht im Internet auf die umständliche Suche nach diversen Bibliotheken begeben.

Beim ersten Start des Players fragt Miro einige grundlegende Daten zur Lokalisierung ab. Anschließend öffnet sich das eigentliche Programmfenster mit einer links angeordneten Menüleiste und dem Anzeigebereich rechts. Am unteren Rand des Programmfensters sehen Sie zudem eine Steuerleiste, mit deren Hilfe Sie die Wiedergabe und Lautstärke der Sendung regeln. Zu guter Letzt finden Sie rechts im Programmfenster einen Bereich für die Dateihistorie, in dem Sie kürzlich genutzte Dateien per Schnellzugriff erneut aufrufen (Abbildung 1).

Abbildung 1: Übersichtlich und einfach zu bedienen: das Programmfenster von Miro.

Integrationswillig

Miro kann seine amerikanische Herkunft nicht verleugnen: Werfen Sie einen ersten Blick auf die links im Programmfenster befindliche Menüleiste, dann finden Sie in den Unterkategorien Quellen, Stores und Podcasts ausschließlich US-Quellen.

Freilich gestattet die Software die Modifikation der entsprechenden Anbieter: Unerwünschte Einträge in den Menüs Quellen und Podcasts löschen Sie einfach, indem Sie mit der rechten Maustaste auf den betreffenden Eintrag klicken und im sich öffnenden Auswahlmenü die Option Quelle entfernen oder Entfernen (bei Podcasts) wählen.

Um die kostenpflichtigen MP3-Stores aus dem Menü zu entfernen, nutzen Sie den Eintrag Datei aus der konventionellen Menüzeile am oberen Rand des Fensters und klicken dann auf Einstellungen. Daraufhin öffnet sich ein übersichtliches Fenster mit horizontal angeordneten Einstellungsreitern. Hier wählen Sie rechts das Untermenü Stores aus und entfernen vor den Online-Shops die entsprechenden Häkchen (Abbildung 2).

Abbildung 2: Die kostenpflichtigen Anbieter können Sie unkompliziert aus dem Miro entfernt werden.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

2241 Hits
Wertung: 46 Punkte (3 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 07/13

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,95 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 60,60) können Sie im Medialinx-Shop bestellen.

Tipp der Woche

whowatch
Nutzer und Prozesse mit whowatch überwachen
Tim Schürmann, 18.06.2013 12:49, 0 Kommentare

Wenn Administratoren herausfinden wollen oder müssen, was die Benutzer auf einem System gerade so treiben, dann hilft ihnen whowatch. Das kleine Kommandozeilenprogramm zeigt in Ec...

Aktuelle Fragen

SUSE 12.3 64Bit: Miro funzt nicht
Wimpy *, 14.06.2013 13:05, 5 Antworten
Seit Installation von openSUSE 12.3 64Bit startet Miro nicht. (Version 5.0.4-1.24-x86_64 von Pa...
Kontakt via QR code hinzufügen
Herman Sproesser, 17.05.2013 17:46, 4 Antworten
Hi hab in der aktuellen ausgabe 06.2013 den artikel über QR Codes gelesen. Ich hab nartürlich...
Dateimanager Dolphin, wo legt er die Datei Kommentare ab?
Uwe Heine, 16.05.2013 15:19, 1 Antworten
Suse Linux 12.1 - KDE 4.7.2 / Dolphin 1.7. Ich habe bei vielen Dateien über Dolphin Kommentare...
wie baut man Kernel Module so, dass sie mit jedem Kernel laden?
GoaSkin , 22.04.2013 10:22, 1 Antworten
Hallo, baut man anhand eines Kernel-Sources Module, nutzt Linux im Normalfall eine strikte V...
Problem beim Installieren von SuSe 12.3
Georg Prokert, 14.04.2013 00:04, 16 Antworten
Hallo, auf meinem neuem Laptop (Acer Aspire V3-771, Intel Core i5-3230 M, Intel HD Graphics 4...