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© Medialinx AG

Den Sternenhimmel erkunden mit Stellarium

Funkeln im Dunkeln

Was nachts am Himmel funkelt, bleibt oft hinter Wolken verborgen. Stellarium sorgt für klare Sicht und liefert obendrein viele astronomische Informationen.

Der Gang ins Planetarium fasziniert zwar, findet aber er eher selten statt. Ein richtiges kleines Planetarium auf dem Desktop, wie es Stellarium [1] bietet, erweist sich da als interessante und komfortable Alternative. Darüber hinaus hilft Stellarium beim Beobachten des tatsächlichen Nachthimmels. Da die Software den Himmel sogar fotorealistisch darstellt, steht einem Einsatz auch im Unterricht oder bei Vorträgen nichts im Weg. Und weil Stellarium in den Repositories aller größeren Distributionen liegt, installieren Sie es in aller Regel einfach per Knopfdruck.

Fotorealismus

Fotorealismus bedeutet, dass das Programm den Himmel so zeigt, wie ihn der Beobachter vor Ort erlebt. Sie sehen die Umgebung, nachts erscheint der Himmel dunkel und die Sterne prangen, tags ist der Himmel hell und die Sonne brennt auf die Landschaft.

Hier ergibt sich die einzige, aber sehr nützliche Abweichung von der Realität: Wolken, Regen und Nebel fehlen in Stellarium – also genau jene meteorologischen Erscheinungen, die mitteleuropäische Amateurastronomen gelegentlich aus Verzweiflung zu Fernreisen nach Namibia oder Teneriffa treiben.

Nach dem Start zeigt Stellarium den Himmel in südlicher Richtung, so wie zu diesem Zeitpunkt am eingestellten Beobachtungsort. Den aktuellen Zeitpunkt entnimmt die Software zunächst der Uhr des Computers, sie können die gewünschte Beobachtungszeit aber frei einstellen. Gleiches gilt für den Ort der Beobachtung, in der Vorgabe Paris.

Auf Wunsch wechseln Sie ans Max-Planck-Institut für Astronomie in Garching oder in den eigenen Garten. Beim Einstellen hilft die Anleitung aus dem Handbuch [3]. Sehr interessant, weil ungewöhnlich, ist der Blick von Mond, Mars oder Saturn aus.

Eine passende Umgebung zu erstellen, ist mehr als nur Spielerei: Im Test versperrte etwa ein Wohnhaus den Blick in einige Himmelsrichtungen. In diesem Fall lohnt es sich gar nicht, nach bestimmten Himmelsobjekten Ausschau zu halten. Ein einfacher Blick in Stellarium mit der eigenen Umgebung als Landschaft zeigt, was gewesen wäre.

Einstellungen

Stellarium startet im Vollbildmodus. Das bedeutet, dass die Anzeige des Himmels den ganzen Bildschirm ausfüllt. Am unteren Rand des Bildschirms zeigt die Software lediglich den Ort und die Uhrzeit an. Die Konfiguration erfolgt entweder über Tastenkürzel oder die Menüs, die auftauchen, sobald sich der Mauszeiger dem linken oder unteren Bildschirmrand nähert (Abbildung 1).

Abbildung 1: Nähert sich der Mauszeiger dem linken oder unteren Rand des Bildschirms, dann tauchen die Menüpunkte auf.

Alle Einstellungen, die Sie vornehmen, speichert die Software und verwendet sie beim nächsten Start als Standard. Als erstes bietet es sich natürlich an, den Ort der Beobachtung einzustellen. Mit [F6] oder über die Menüleiste erreichen Sie den passenden Dialog. Bewegen Sie den Mauszeiger über die Symbole, erhalten Sie Kurzhilfen, die die Aufgabe und das zugehörige Tastenkürzel erläutern.

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