Pdfedit und Flpsed

Dem Namen nach sollte sich PDFedit glänzend auf Anmerkungen und Kommentare verstehen. Allerdings enttäuschte die letzte stabile Variante 0.4.5-1 aus dem Jahr 2010. In der Strukturansicht zeigt sie keine entsprechenden Elemente an.

Der erste Eindruck von Flpsed weckt Erinnerungen an frühe Oberflächen – das Tool wirkt sehr spartanisch (Abbildung 7). Der Münchner Autor Johannes Hofmann beschreibt das Programm auf der Projektseite als "WYSIWYG PostScript annotator", wobei es inzwischen auch PDF-Dokumente verarbeitet.

Abbildung 7: Flpsed erlaubt einfache Kommentare als Text, bei Bedarf in unterschiedlichen Farben und Fontgrößen.

Geht es nur darum, Anmerkungen als Text auf dem Rand einer Dokumentenseite zu hinterlassen, genügt die Software vollkommen. Bei Bedarf stellen Sie Größe und Farbe des Texts ein, danach platzieren ihn an der gewünschten Position im Dokument. Am Ende exportieren Sie das Dokument wieder als PDF – schnörkellos, aber gut.

Online-Dienste

Weit über den tatsächlichen Bedarf hinaus schießt das kostenpflichtige PDF Studio. Neben den Kommentarfunktionen (Abbildung 8) bietet es eine Synchronisation mit Google Docs oder Sharepoint, ebenso Funktionen zum Scannen, Manipulieren von Seiten und Verarbeiten von Dokumenten im Batch-Betrieb.

Abbildung 8: Notizen einzufügen unterfordert das umfangreiche Programm PDF Studio fast ein wenig.

Das auf Java aufsetzende Paket erwies sich im Test als umfangreich und sehr stabil. Das bereitgestellte Debian-Paket funktionierte perfekt. Der Griff zur Software lohnt aber nur, wenn Sie die Funktionen wirklich benötigen: Schon in der Grundversion kostet PDF Studio 85 US-Dollar; für die Pro-Version, die ein Bearbeiten der Inhalte erlaubt, fallen 125 US-Dollar an.

Falls Sie PDF-Dokumente jedoch online kommentieren möchten, ergibt eine entsprechende Recherche interessante Treffer – stellvertretend sei hier neben PDF Escape (Abbildung 9) auch A.nnotate [14] genannt. Der Einsatz beider Angebote setzt lediglich einen Webbrowser mit aktiviertem Javascript voraus. Der Anbieter PDF Escape erlaubt es, die Plattform für eigene Zwecke kostenlos zu testen; für die kollaborativen Funktionen fallen jedoch Kosten an.

Abbildung 9: PDF-Dateien online zu kommentieren erspart das Versenden zwischen den Mitgliedern eines Teams.

Beide Dienste sind nicht nur zum Bearbeiten von Dokumenten gedacht, sondern bieten sich darüber hinaus als Plattform zum Austausch an. Über ein kostenpflichtiges Postfach greifen alle Mitglieder eines Teams auf die gemeinsamen Daten zu. Das Versenden kommentierter Dokumente zwischen den Kollegen entfällt damit.

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