Angetestet

Aktuelle Software im Kurztest

20.12.2012

Passwörter einfach mit Gpgpwd verwalten

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Tools wie der Passwortmanager Gpgpwd helfen, bei der täglichen Arbeit nicht den Überblick über die zahlreichen benötigten Passwörter zu verlieren. Für das Verschlüsseln der Passwörter greift das Programm auf GNU Privacy Guard (GPG) zurück. Es legt die zu verwaltenden Credentials in einer entsprechend verschlüsselten, versteckten Datei in Ihrem Benutzerverzeichnis ab. Mit der Option --password-file geben Sie bei Bedarf einen alternativen Speicherort vor – ideal für den Einsatz auf einem USB-Stick. Sie müssen sich künftig nur noch das Gpgpwd-Passwort merken, um an Ihre Authentifizierungsdaten zu gelangen. Standardmäßig nutzt Gpgpwd einen bereits vorhandenen GPG-Schlüssel. Haben Sie noch keinen solchen, erzeugen Sie ihn mittels des Aufrufs gpg --gen-key. Dann füttern Sie Gpgpwd über dessen Befehl set mit Ihren Passwörtern. Dazu übergeben Sie dem Kommando zunächst einen eindeutigen Bezeichner, unter dem Gpgpwd das Passwort ablegen soll. Im nächsten Schritt geht es an die interaktive Eingabe des Passworts selbst, das Gpgpwd aus Sicherheitsgründen dabei nicht anzeigt. Das Tool erzeugt bei jeder Eingabe auch ein sicheres Zufallspasswort und schlägt Ihnen dieses vor. Geben Sie dann kein eigenes Passwort ein, übernimmt Gpgpwd das Zufallspasswort. Um ein Passwort abzufragen, rufen Sie Gpgpwd mit dem Befehl get auf, gefolgt vom Passwortbezeichner. Der Befehl remove ermöglicht das Entfernen von Passwörtern. Alle genannten Befehle lassen sich mit weiteren Optionen kombinieren. Auf diesem Weg übertragen Sie beispielsweise Passwörter direkt ins Clipboard, deaktivieren den GPG-Agent oder gleichen Passwortdateien verschiedener Systeme via Git ab. Detaillierte Erläuterungen und Beispiele dazu finden Sie in der Manpage von Gpgpwd.

gpgpwd 0.2

Lizenz: GPLv3

Quelle: http://random.zerodogg.org/gpgpwd/

Wertung

Gpgpwd ermöglicht, Passwörter bequem mit dem bewährten GPG zu verwalten und absichern. Die einfachen Kommandoparameter machen die fehlende grafische Oberfläche mehr als wett.

Htop hält alle Prozesse im Blick

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Top stellt für die meisten Anwender das Tool der Wahl dar, wenn es darum geht, einen Überblick über laufende Prozesse und deren Systemauslastung zu erhalten. Nicht weniger informativ, aber komfortabler in der Bedienung ist Htop. Das Programm nutzt die Ncurses-Bibliotheken, um die Ausgabe der ermittelten Systemwerte optisch aufzubereiten, was die Übersicht erleichtert. Wie Top listet auch Htop alle laufenden Prozesse nach Prozessornutzung absteigend auf. Jede Zeile enthält einen Prozess mit der zugehörigen Prozess-ID, dem ausführenden Benutzer, der Prozesspriorität sowie dem CPU- und Speicherverbrauch. Standardmäßig zeigt das Tool dabei auch die Laufzeit und die beim Prozessstart mitgegebenen Kommandozeilenparameter an. Im oberen Fensterbereich gibt eine Statistik Auskunft über die Anzahl der laufenden Prozesse, die durchschnittliche Systemlast und die Uptime des Systems. Drei Fortschrittsbalken zeigen darüber hinaus die aktuelle CPU-Auslastung und den Verbrauch an RAM und Swap-Speicher an. Alternativ lässt sich auch eine Anzeige als Graph oder einfacher Text einstellen. Das interaktive Konfigurationsmenü von Htop erlaubt es, im oberen Fensterbereich weitere Informationen wie Rechnernamen oder Batteriestatus anzuzeigen. Weitere Einstellungsmöglichkeiten erlauben den Wechsel zwischen Farbkombinationen sowie die Ergänzung der Prozesszeilen um weitere Daten wie Startzeit oder Status. Auch das Anordnen der Prozesse nach Abhängigkeit in einer Baumstruktur beherrscht Htop. Dabei lassen sich einzelnen Zweige interaktiv nach Bedarf ein- und ausblenden. Aktionen wie die Suche nach einem Prozess, das Ändern der Sortierreihenfolge oder die Anpassung des Nice-Status rufen Sie direkt über die Funktionstasten auf. Deren Belegungen listet die Anzeige am unteren Fensterrand auf.

Htop 1.0.2

Lizenz: GPLv2

Quelle: http://htop.sourceforge.net/

Wertung

Htop bietet eine komfortable Alternative zum klassischen Top und glänzt dabei besonders durch übersichtliche Darstellung und einfache Bedienung.

Scsiaddgui hilft beim Verwalten von SCSI-Geräten

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Wie der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich bei Scsiaddgui um ein Programm zum Verwalten von Geräten, die das System über den SCSI-Treiber von Linux anspricht. Neben reinen SCSI-Geräten zählen hierzu auch SATA-Festplatten und USB-Speichermedien. Das Python-Programm erfindet dabei das Rad nicht neu, sondern stellt lediglich eine auf Tcl/Tk basierende Oberfläche für das Kommandozeilen-Tool Scsiadd bereit. Nach dem Aufruf durchforstet Scsiaddgui das System nach vorhandenen SCSI-Komponenten und zeigt deren Status an. Neben Hersteller, Modell und Revisionsnummer gibt es auch aus, um welchen Typ Gerät es sich handelt und mit welcher SCSI-ID es an welchem SCSI-Adapter hängt. Letzteres ist nur bei reinen SCSI-Geräten interessant. Scsiaddgui wiederholt seinen Suchlauf in regelmäßigen Intervallen. Daneben können Sie einen solchen auch selbst einleiten oder neue Geräte manuell einbinden. Vorhandene Geräte entfernen Sie bei Bedarf über ein Kontextmenü, das Sie per Maus aufrufen. Dazu markieren Sie das fragliche Device mit der Maus und klicken im dann Menü auf Entfernen. Alle Aktionen setzen Root-Rechte voraus. In der aktuellen Version von Scsiaddgui genügt es jedoch im Gegensatz zu früheren Versionen, wenn Scsiadd mit einem SUID-Bit ausgestattet ist.

Scsiaddgui 2.1

Lizenz: GPLv2

Quelle: http://scsiaddgui.sourceforge.net/

Wertung

Scsiaddgui bietet eine einfache Oberfläche für Scsiadd, sodass Sie sich nicht mit dessen Parametern herumplagen müssen.

Viewnior macht Bildverwaltung einfach

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Hinter dem klangvollen Namen Viewnior verbirgt sich ein einfacher und auf Geschwindigkeit optimierter Bildbetrachter. Das Tool nutzt zahlreiche Funktionen der Gtkimageview-Bibliotheken und integriert sich nahtlos in gängige Arbeitsoberflächen wie Fluxbox, Gnome 2/3, LXDE und XFCE. Nach dem Programmstart fällt sofort die minimalistische GTK+-Oberfläche ins Auge, deren einfach gehaltene Symbolleiste sich auch ausblenden lässt: Die Entwickler legten Wert darauf, allen Bildern einen möglichst großen Anzeigebereich einzuräumen. Alle Funktionen der Symbolleiste stehen auch über ein Menü zur Verfügung, das Sie mit der rechten Maustaste aufrufen. Mit Viewnior laden Sie wahlweise ein einzelnes Bild oder öffnen ein ganzes Verzeichnis. In letzteren Fall lädt das Programm automatisch das erste Bild. Über die Navigationspfeile in der Symbolleiste blättern Sie anschließend bequem durch das Bildmaterial. Dabei passt Viewnior standardmäßig die Bildgröße dem Programmfenster an. Mit Hilfe des Mausrads zoomen Sie ins Bild hinein oder heraus, wobei das Programm das Bild automatisch glättet. Ein Doppelklick auf das Bild ändert den Zoom-Modus. Die Belegung der Maustasten passen Sie bei Bedarf in der Konfiguration Ihren Wünschen an. Viewnior bietet auch eine Reihe rudimentärer Bearbeitungsfunktionen: So können Sie ein Bild beispielsweise rotieren oder zuschneiden und gegebenenfalls auch löschen. Bei den unterstützten Arbeitsoberflächen fügt Viewnior das aktuelle Bild auf Wunsch als Bildschirmhintergrund ein.

Viewnior 1.3

Lizenz: GPLv3

Quelle: http://xsisqox.github.com/Viewnior/

Wertung

Der handliche Bildbetrachter Viewnior besticht durch geringen Ressourcenbedarf, einfache Bedienung und eine gute Geschwindigkeit.

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