Home / LinuxUser / 2012 / 12 / Ubuntu 12.10 im Überblick

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Debian leicht gemacht
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.

Flauer Vogel?

Ubuntu 12.10 im Überblick

21.11.2012 Ubuntu 12.10 wirkt wie ein generalüberholtes 12.04 LTS und wartet mit wenig Überraschungen auf. Zudem finden manche Neuerungen keine ungeteilte Zustimmung bei den Anwendern.

Traditionell nutzt Canonical die erste neue Version nach einem Long-Term-Release, um Ubuntu mit einem Maximum an neuen Funktionen auszustatten. Das soll Nutzern und Entwicklern in den folgenden regulären Versionen ausreichend Gelegenheit zum Testen gäbe, bevor die Neuerungen dann in das nächste LTS-Release einfließen. In dieser Hinsicht überrascht Ubuntu 12.10 damit, dass es eher wie ein optimierte Ausgabe der Ausgabe 12.10 erscheint: Statt den "Quantal Quetzal" mit neuen Funktionen vollzustopfen, haben die Canonical-Entwickler eher Feinschliff betrieben – und das an zahlreichen Stellen.

Kernel und Installation

Eine der wichtigsten Neuerungen besteht darin, dass Canonical Ubuntu in Form eines weit über 700 MByte großen ISOs ausliefert [1], das nicht mehr auf eine CD passt. Das entlastet die Entwickler, die nicht mehr um jedes einzelne Paket für das Installationssystem ringen müssen. Zudem werden die bisherigen Alternate-Images überflüssig, was das Ressourcen-Angebot für Ubuntu überschaubarer macht. Zudem lässt sich ja statt von CD auch bestens von einem USB-Stick oder via PXE aus dem Netzwerk booten und installieren.

Zudem kommt jetzt durchgängig nur noch der bekannte Installationsassistent Ubiquity zum Einsatz, an dessen "Drehbuch" sich gegenüber früheren Versionen nicht viel geändert hat – mit zwei interessanten Ausnahmen: Haben Sie sich im ersten Schritt für das direkte Installieren von Ubuntu entschieden und erlauben dabei auch das Herunterladen von Aktualisierungen sowie gegebenenfalls Paketquellen von Drittanbietern, dann bietet Ubiquity ab sofort die Möglichkeit, LVM (Logical Volume Manager) zu nutzen und Partitionen zu verschlüsseln (Abbildung 1). Das beherrschte vorher nur die Alternate-Version.

Abbildung 1

Abbildung 1: Der Ubiquity-Installer kooperiert jetzt auch mit LVM.

Die zweite Neuerung: Identifiziert Ubiquity während der Installation eine Webcam, dürfen Sie beim Anlegen der Benutzer-Accounts gleich Ihr Foto mit den Benutzerdaten speichern, während wie von Ubuntu bekannt der Installer im Hintergrund bereits mit dem Überspielen von Daten beginnt.

Möchten Sie ein bestehendes Ubuntu-12.04-System auf die neue Version aktualisieren, vertrauen Sie das Update am besten dem Ubiquity-Installer an. Eine Aktualisierung aus dem laufenden System müssten Sie ansonsten manuell erzwingen, indem Sie in den Einstellungen für Software-Paketquellen von Ubuntu 12.04 unter Aktualisierungen die Benachrichtigungsfunktion für neue Versionen von Für Langzeitunterstützungsversionen auf Für jede neue Version umstellen.

Kernel und PAE

Obwohl auf dem letzten Ubuntu Developer Summit noch heftig darüber diskutiert worden war, Ubuntu 12.10 mit dem aktuellem Linux-Kernel 3.6 auszustatten, beruht es nun doch auf der Kernel-Version 3.5, konkret auf der Version 3.5.0-17.28. Offenbar vertrug sich Veröffentlichungstermin von Linux 3.6 doch nicht dem Terminraster im Qualitätsmanagement der Ubuntu-Entwickler.

Entgegen anderslautender Aussagen in der Alpha- und Beta-Phase sowie in den ersten Release Notes zu Ubuntu 12.10 setzt die 32-Bit-Version des Kernels nun doch nicht zwingend einen Prozessor mit PAE-Unterstützung (Physical Address Extension) voraus. Besitzer von Rechnern mit einer Pentium-M-CPU der ersten Generation ("Banias") oder der frühen "Dothan"-Versionen können sich also beruhigt zurücklehnen.

Tip a friend    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

1659 Hits
Wertung: 0 Punkte (1 Stimme)

Schlecht Gut

Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 05/2014

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,95 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 60,60) können Sie im Medialinx-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Bilder vergleichen mit diffimg
Bilder vergleichen mit diffimg
Tim Schürmann, 01.04.2014 12:40, 1 Kommentare

Das kleine Werkzeug diffimg kann zwei (scheinbar) identische Bilder miteinander vergleichen und die Unterschiede optisch hervorheben. Damit lassen sich nicht nur Rätsel a la „Orignial und Fäls...

Aktuelle Fragen

Owncloud mit Linuxmint 15 32 Bit
Santana Muggel, 24.04.2014 16:45, 0 Antworten
Hallo, ich habe nach dem Artikel in Heft 05.2014 versucht, owncloud einzurichten. Bei der Inst...
programm suche
Hans-Joachim Köpke, 13.04.2014 10:43, 8 Antworten
suche noch programme die zu windows gibt, die auch unter linux laufen bzw sich ähneln sozusagen a...
Funknetz (Web-Stick)
Hans-Joachim Köpke, 04.04.2014 07:31, 2 Antworten
Bei Windows7 brauche ich den Stick nur ins USB-Fach schieben dann erkennt Windows7 Automatisch, a...
Ubuntu 13.10 überschreibt immer Windows 8 Bootmanager
Thomas Weiss, 15.03.2014 19:20, 8 Antworten
Hallo Leute, ich hoffe das ich richtig bin. Ich habe einen Dell Insipron 660 Ich möchte gerne Ub...
USB-PTP-Class Kamera wird nicht erkannt (Windows-only)
Wimpy *, 14.03.2014 13:04, 15 Antworten
ich habe meiner Frau eine Digitalkamera, AGFA Optima 103, gekauft und wir sind sehr zufrieden dam...