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Software-Installation aus systemeigenen und anderen Quellen

AppStream

Anfang 2011 geriet die Arbeit am Listaller-Projekt merklich ins Stocken. Klumpp sah sich sogar in seinem eigenem Blog [6] im Februar 2011 genötigt, die ursprünglichen Ziele des Projektes vorerst für gescheitert zu erklären. Als Grund gab er den selbst auferlegten Perfektionismus an, in Verbindung mit einem latenten Mangel an fähigen Entwicklern.

Paradoxerweise hatte diese Verzögerung auch mit dem ebenfalls unter Beteiligung von Matthias Klumpp voran getriebenen AppStream-Projekt zu tun. Bei AppStream handelt es sich um den Versuch, aufbauend auf PackageKit ein einheitliches Softwaremanagement für die distributionseigenen Pakete zu entwickeln. Es stammt aus der Feder bekannter Entwickler aus unterschiedlichen Distributionscommunities.

Aufgrund der gemeinsamen Anstrengungen war bald klar, das AppStream im Bereich des klassischen Paketmanagements fast alles besser erledigte als Listaller. Letzterer ermöglicht dagegen mit seinen Build-tools und dem IPK-Format eine echtes Setup über Grenzen hinweg.

Versionssprung

Listaller ist jedoch keineswegs tot: Die im Mai des Jahres erschienene Version 0.5.4 brachte bereits zahlreiche Neuerungen. Matthias Klumpp hat nicht nur die gesamte Codebasis quasi neu geschrieben, sondern diese in die drei Teile listaller-core, listaller-devtools und listaller-gui aufgeteilt (siehe Kasten "Listaller intern").

Listaller intern

Matthias Klumpp hat bei der Version 0.5.4 beinahe die komplette Code-Basis überarbeitet, beziehungsweise neu entwickelt. War Listaller anfangs noch in Pascal programmiert, entschied sich Klumpp später für Vala als Programmiersprache, was eine bessere Integration mit den anderen unter Verwendung der Glibc geschriebenen Programmen erlaubt. Zudem ließ sich der Pascal-Code relativ leicht in Vala-Code umschreiben. Derzeit befindet sich der Management-Teil des Programms in der Transformation von Pascal zu Vala, der IPK-Installer beruht weiterhin auf Pascal. Erst nach und nach will der Entwickler die Tools für die Kommandozeile portieren.

Zurzeit erlauben die IPK-Spezifikationen Entwicklern, die Ihre Software mit diesem System verteilen möchten, noch relativ viele Freiheiten. Nach Rücksprache mit den AppStream-Entwicklern will Klumpp aber die Möglichkeiten künftig einschränken, darunter die Installation in systemeigene Verzeichnisse oder das Nachladen von nativen Paketen aus dem Netz. Ferner will er das Tool Runapp modifizieren, um Listaller-Anwendungen in Zukunft in einer Sandbox auszuführen. Das minimiert das Risiko, das System zu beschädigen. Als Sandbox-Technologie kommt Arkose zum Einsatz.

Das Modularisieren vereinfacht nicht nur das Verwalten des Codes, sondern ermöglicht, in Zukunft einzelne Module unabhängig zu veröffentlichen. Tritt ein Fehler im GUI-Modul auf, lässt sich dieser nun schnell beheben, ohne dass ein neues Release das gesamte Paket umfassen müsste. Das Gleiche gilt für die Entwickler-Tools.

Das Kernmodul enthält alles, was Sie zum Betrieb des Programms unbedingt benötigen, darunter wichtige Anwendungen für die Kommandozeile und grundlegende Bibliotheken. Die Devtools enthalten alles, was zum Bauen von IPK-Paketen notwendig ist.

Was das Verwalten der Software angeht, klinkt sich die Applikation in PackageKit ein. Das bedeutet, das Listaller generell alle Programme kennt, die mit dem Framework zusammenarbeiten. Update für diese Programme ziehen Sie alternativ über die PackageKit-Frontends nach. Umgekehrt können auf PackageKit aufbauende Paketmanager wie Apper auch reine Listaller-Anwendungen zu verwalten.

Mit Listaller 0.5.4 ermöglicht es die Software ein Paket für mehrere Prozessorarchitekturen zu erstellen. Nur wenige Wochen nach der Version 0.5.4 schob Matthias Klumpp die zur Zeit aktuelle Version 0.5.5 nach. Mit Version 0.6 plant er dann, die Software als stabil zu kennzeichnen.

Listaller unterstützt allerdings aus den oben angeführten Gründen ausschließlich Anwendungen, jedoch keine Pakete mit komplexen Abhängigkeiten, wie Gnome oder KDE. Ebenfalls tabu sind Systemkomponenten und Systembibliotheken. Für diese gilt es weiter die originalen Werkzeuge der Distribution zu verwenden.

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