In der Praxis

Im Test auf mehreren Rechnern unterschiedlicher Hardware-Generationen zeigte die Distribution einige Schwächen, die jedoch – abgesehen von der noch etwas unvollständigen Sprachunterstützung des jungen Projektes – allesamt auf die Basis Ubuntu zurückzuführen waren. Hier schlägt insbesondere die mangelhafte Pflege der Treiber seitens der Ubuntu-Entwickler durch, die bei älteren Rechnern zu Problemen führt.

Wer beispielsweise ältere Varianten der beliebten Radeon-Grafikkarten des Herstellers ATI/AMD in seiner Hardware verbaut hat, sieht sich in vielen Fällen mit Grafikfehlern konfrontiert, die meist nur durch ein manueller Wechsel auf den VESA-Treiber behebt. Dies betrifft – ebenso wie der mittlerweile berühmt-berüchtigte Festplatten-Bug [3] – vor allem Mobilrechner.

Bei Notebooks fällt zudem nach wie vor negativ auf, dass das Anpassen der Helligkeit des Displays bei vielen Modellen nicht korrekt funktioniert: Sie müssen diese bei jedem Neustart manuell nachregeln – ebenfalls eine Folge von Fehlern in Ubuntu-Treibern. Hier besteht nach wie vor Bedarf an Korrekturen.

Fazit

Hybryde Linux Evolution v1 erweist sich als eine interessante neue Distribution, die durchaus für den Einsatz im Alltag taugt und sich optisch nicht zu verstecken braucht. Das System bietet dank der Basis Ubuntu einen riesigen Software-Fundus und eignet sich – da es auf der Long-Term-Support-Variante von Ubuntu aufsetzt – für einen Betrieb über mehrere Jahre hinweg, ohne dass ständige zeitraubende Updates für das komplette System anfallen.

Durch die nahezu nahtlose Integration von neun Desktops besteht für jeden Anwender die Möglichkeit, die neuesten Entwicklungen im Bereich der Arbeitsoberflächen anzuschauen und ohne aufwändige Installation zu entscheiden, mit welchem Desktop er arbeiten möchte. 

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