Aktuelles

Neues rund um Linux

21.11.2012

Plasma Active 3: Neue Basis, neue Anwendungen

Das KDE-Projekt und die Firma Basyskom haben die Version 3 von Plasma Active freigegeben, eine Umgebung für Mobilgeräte mit Touchscreen (http://plasma-active.org). Statt Meego bildet nun dessen Fork Mer den Betriebssystem-Unterbau. Damit sollen sich auch die Entwicklungsumgebung rascher und einfacher aufsetzen lassen. Einen wichtigen Neuzugang bei den Anwendungen stellt der Dateibrowser Files dar: Er soll direkten Zugriff auf alle Dateien ermöglichen, während andere mobile Umgebungen diesen oft hinter Applikationen verstecken. Ebenfalls neu ist Okular Active, ein E-Book-Reader, der auf seinem KDE-Namensvetter basiert und unter anderem PDF-, EPUB- und ODF-Dateien anzeigt. Mit Kontact und Calligra enthält Plasma Active 3 zudem einen ausgewachsenen Groupware-Client sowie eine freie Bürosuite. Eine neue Bildschirmtastatur auf Basis von Maliit soll den Bedienkomfort verbessern. Erstmals gibt es auch einen Addon-Store, der derzeit einige Wallpapers sowie freie E-Books aus dem Project Gutenberg anbietet. (mhu)

Schickes KDE-Derivat für Mobilgeräte mit Touchscreen: Plasma Active 3.

Arduino Due bietet mehr Leistung und Speicher

Mit einem leistungsstärkeren Prozessor und mehr Speicher wartet der Nachfolger des beliebten Microcontroller-Boards Arduino Uno auf: Der Arduino Due (http://arduino.cc/en/Main/ArduinoBoardDue) basiert auf dem SoC Atmel SAM3X8E, das eine mit 84 MHz getaktete 32-Bit-CPU des Types ARM Cortex-M3 mitbringt. Ein DMA-Controller entlastet den Prozessor bei speicherintensiven Aufgaben. Mit an Bord sind außerdem 96 KByte SRAM und 512 KByte Flash-Speicher. Auch in Sachen I/O lässt sich der Due nicht lumpen und stellt 54 digitale I/O-Pins (davon 12 PWM), 12 analoge Eingänge, 4 Hardware-UARTs, je zwei 2 DAC- und TWI-Schnittstellen bereit. Von den daneben vorhandenen zwei USB-Ports dient einer zum Programmieren, der andere lässt sich für HID-Emulationen oder Ähnliches nutzen. Zur Bedienung gibt es neben der Reset-Taste jetzt auch einen Erase-Button zum Bereinigen es Flash-Speichers. Probleme kann es allerdings beim Einsatz vorhandener Arduino-Shields mit dem Due geben: Diese müssen mit der gegenüber dem Uno von 5 auf 3,3 Volt gesenkten Betriebsspannung des neuen Arduino klarkommen. Wie bei allen Arduino-Platinen handelt es sich auch beim Due um Open-Source-Hardware. Im Shop des Projekts kostet der Arduino Duo 39 Euro zuzüglich MwSt. und Versand, was auf einen Gesamtpreis von rund 50 Euro an der deutschen Haustür hinausläuft. Zu Redaktionsschluss Ende Oktober war der erste Schwung Due-Boards allerdings bereits ausverkauft. (jlu)

Moneyplex 12 jetzt auch für 64-Bit-Linux

Die beliebte kommerzielle Finanzverwaltungssoftware Moneyplex ist jetzt in der Version 12 erschienen. Erstmals gibt es auch eine native Version für 64-Bit-Linux. Die Homebanking-Software des Frankfurter Herstellers Matrica (http://www.matrica.de) bietet eine vollständige Unterstützung der standardisierten HBCI-Schnittstelle. Neben HBCI via Chipkarte, Diskette oder PIN/TAN unterstützt Moneyplex auch das optische TAN-Verfahren. Über das Homebanking hinaus bietet die Software weitergehende Funktionen aus den Bereichen Finanzplanung, Finanzverwaltung sowie Depot- und Devisenverwaltung. Zu den wichtigsten Neuerungen von Moneyplex 12 zählen die Anbindung von Paypal-Konten, SEPA-Transaktionsformate, Auslandsüberweisungen, Lastschriftüberwachung, das automatische Erzeugen von Brutto/Netto-Beträgen sowie die Unterstützung der DATEV-Schnittstelle. In der Standardversion für Privatanwender kostet Moneyplex 49,90 Euro, in der "Pro"-Variante mit einer erweiterten Devisen- und Aktienverwaltung 59,90 Euro. Das unbeschränkt mandantenfähige Moneyplex Business, das Funktionen wie DTAUS, Auslandszahlungsverkehr und eine DATEV-Anbindung zur Verfügung stellt, schlägt mit 139,90 Euro zu Buche. (jlu)

Die Homebanking-Software Moneyplex 12 bringt zahlreiche neue Funktionen mit.

Owncloud 4.5 bindet Cloud-Ordner ein

In der neue Version 4.5 der Synchronisierungs- und File-Sharing-Software Owncloud (http://owncloud.org) haben die Entwickler vor allem die Synchronisierung beschleunigt: Jede Version eines Ordners oder einer Datei erhält nun eine eindeutige ID statt wie bisher einen einfachen Zeitstempel. Bei der Synchronisierung werden die IDs miteinander verglichen und nur noch jene Dateien übertragen, bei denen sich die Kennung geändert hat. So sind beide Seiten wesentlich schneller auf dem gleichen Stand, zudem reduziert sich die Rechenlast am Owncloud-Server deutlich. Darüber hinaus lassen sich nun andere Storage-Clouds wie Amazon S3, Dropbox, Google Drive oder Strato HiDrive als eigene Ordner in Owncloud einbinden. Neu an Bord sind außerdem ein integrierter Video-Player, der Videos ohne Download direkt direkt abspielt, sowie ein Plugin für HTML5-Präsentationen. (jcb)

Softmaker Office 2012 für Linux erschienen

Die Nürnberger Software-Schmiede Softmaker (http://www.softmaker.de) hat jetzt ihre plattformübergreifende kommerzielle Bürosuite Softmaker Office 2012 auch für Linux vorgelegt. Das Paket umfasst die Textverarbeitung Textmaker, die Tabellenkalkulation Planmaker und das Präsentationsprogramm Presentations. Für das neue Release wurdendie Tabellenkalkulation, die Textverarbeitung sowie die Rechtschreibprüfung aufgefrischt, die jetzt auch Duden- und Langenscheidt-Wörterbücher integriert. Softmaker Office kann mit den Microsoft-Office-Formaten DOC(X), XSL(X) und PPT(X) lesend wie schreibend arbeiten und verarbeitet diese laut Hersteller "originalgetreu". Daneben liest und schreibt die Suite die Formate ODF, RTF, HTML und Pocketword und unterstützt den direkten PDF-Export. Die auch für Windows erhältliche Bürosuite kostet in der Linux-Version 69,95 Euro, als "Pro"-Bundle für Windows und Linux 119,95 Euro. Auf der Hersteller-Website steht eine kostenlose 30-Tage-Demo zum Download bereit. (mfe/jlu)

Rescatux 0.30 löst Boot-Probleme

Mit Version 0.30 ist eine neue stabile Release des Linux-Rettungssystems Rescatux (http://www.supergrubdisk.org/rescatux/) erschienen, mit dem sich verschiedene Probleme defekter Linux- und Windows-Installationen beheben lassen. So stellt Rescatux bei Bedarf den Linux-Bootloader (Grub "Legacy" und Grub2) wieder her und erzeugt gegebenenfalls die Konfiguration des Bootloaders neu. Außerdem kann das Rettungssystem die Passwörter von Linux- und Windows-Systemen zurücksetzen. Die Boot-CD enthält auch eine Version der Super Grub2 Disk, die trotz eines defekten Bootloaders Systeme direkt von der Festplatte bootet. Für weniger erfahrene Anwender bringt Rescatux einen Wizard-Mode mit, der schrittweise durch die einzelnen Aufgaben führt. (ofr)

Thomas Krenn stiftet Server für Open-Source-Projekte

Der deutsche Server-Hersteller Thomas Krenn hat acht Open-Source-Projekten je einen seiner Low-Energy-Server spendiert. Die Geförderten sind die Debian-Variante Skolelinux, das Softwareverteilungssystem M23, das Projekt Raumfahrtagentor.org, das Smart Meter Volkszaehler.org, X2go, MapServer, Kolab und die Community-Distribution Mageia. Die Open-Source-Förderung ist eine Aktion der Thomas Krenn AG in Kooperation mit dem Linuxhotel, Netways und Univention. Auf der Feedback-Plattform http://thomas-krenn.mysuggest.com können Kunden das Förderbudget für die Projekte durch eigene Social-Media-Beiträge erhöhen. (mhu)

KURZ NOTIERT

Um das Secure-Boot-Problem auf Windows-8-Rechnern zu lösen, will die Linux Foundation von Microsoft einen Schlüssel erwerben, um einen eigenen bereits als Quellcode vorliegenden Pre-Bootloader zu signieren (http://tinyurl.com/lu1212-bootloader). Dieser soll dann den eigentlichen Bootloader für Linux oder andere freie Betriebssysteme starten.

Mit Gparted 0.14.0 lassen sich auch physische Volumes verschieben, vergrößern, verkleinern, prüfen und löschen, die zu einem LVM2-Verbund gehören (http://tinyurl.com/lu1212-gparted). Darüber hinaus bringt die neue Version einige Bugfixes mit, so etwa beim Überprüfen dateisystemspezifischer UUIDs nach RFC 4122.

Bei Gnome formiert sich derzeit ein Lernprojekt, das sich an weniger technikversierte Gnome-Beiträger richtet: die Gnome University (https://live.gnome.org/GnomeUniversity). Die Themen reichen von "Introduction to C" über "Introduction to OOP with GObject" und "Threading" bis zu "API and Library Design", das Kursmaterial ist in Webseiten und über Git organisiert.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat seinen Anwender-Leitfaden zur sicheren PC-Nutzung erstmals auch für eine Linux-Distribution veröffentlicht: Ein sechsseitiges PDF zu Ubuntu findet sich auf der BSI-Webseite im Navigationsbereich Basisschutz für den Computer (http://tinyurl.com/lu1212-bsi-basis)

Der freie Flash-Player Lightspark 0.7 unterstützt jetzt auch XML-Sockets sowie Flash-Dateien, die mit LZMA komprimiert sind (http://allievi.sssup.it/techblog/?p=780). Verbesserungen gibt es für Bitmaps, Actionscript, XML und JPEG. Außerdem soll es jetzt einfacher sein, den Player in Browser einzubinden.

Dem Projekt Ubuntu TV fehlt nach wie vor einen Hardware-Partner, was wohl auch daran liegt, dass es bisher nur einen Prototypen der Software gibt. In ihrem Blog rufen die Entwickler von Ubuntu TV nun die Community dazu auf, sich aktiv an der Entwicklung der Unity-basierten TV-Lösung zu beteiligen (http://tinyurl.com/lu1212-ubuntutv).

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