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© Billy Alexander, sxc.hu

Effektiver Drucken mit Prescribe II

Mächtig Druck

Kyocera stattet seine Drucker mit der Kommandosprache Prescribe aus, mit der sich auch von der Linux-Shell aus komplexe Druckaufträge und Stapelverarbeitungsläufe steuern und viele Handgriffe automatisieren lassen.

Die Druckermodelle von Kyocera und Kyocera-Mita (auch unter anderen Marken im Handel) sowie solche mit "Prescribe-Karte" (etwa von Lexmark) sind mit der Kommandosprache Prescribe II ausgestattet. Über diese lassen sich viele Konfigurationsanweisungen automatisch vornehmen sowie Optionen für textbasierte Ausdrucke steuert.

Grundlagen

Die Prescribe-Kommandos erreichen den Drucker nicht, wenn die Ausgabe über den gewöhnlichen Druckertreiber läuft. Es gilt die Textdatei mit den Befehlen also "unbehandelt" an den Drucker zu senden. Dies erreichen Sie bei Cups mit folgendem Befehl:

$ lpr -o raw -PDrucker Datei

Wollen Sie reine Textseiten drucken, muss der darin verwendete Zeichensatz (UTF-8, ISO-8859-15, CP850, etc.) mit der Einstellung des Druckers übereinstimmen, ansonsten verursachen Umlaute Probleme. Beim Ausdruck von Linux aus fehlen auch die vom Drucker erwarteten CR-Zeichen ("Wagenrücklauf") am Zeilenende, sodass das Druckbild verschoben erscheint.

Das Problem mit den Umlauten lässt sich umgehen, indem man mittels recode den Zeichensatz der Druckdatei beispielsweise von UTF-8 nach MSDOS umwandelt:

$ recode UTF-8..MSDOS Datei

Dabei löst sich, zumindest beim Umwandeln nach MSDOS, auch das Problem der fehlenden Zeilenvorschübe in Wohlgefallen auf: Recode setzt auch diese passend an die Zeilenenden. Ansonsten ließen sie sich im Falle eines Falles auch per unix2dos hinzupraktizieren.

Prescribe-Kommandos beginnen stets mit !R! und enden in der Regel mit EXIT;, wobei das Semikolon am Ende wichtig ist. Kommentare erzeugen Sie mit CMNT Text;.

Statusabfragen

Nicht alle Druckermodelle verfügen über ein Display, mit dessen Hilfe man im Funktionsmenü navigiert. Um trotzdem zu erfahren, ob es für den Drucker bereits in Kürze ein Toner-Kit zu beschaffen gilt, tippen Sie einfach auf der Shell:

$ echo '!R! STAT; EXIT;' | lpr -o raw -Plp

Der Statusdruck für den Service-Techniker funktioniert auf ganz ähnliche Weise. Hierbei bekommt die STAT-Anweisung den Wert 1:

$ echo '!R! STAT 1; EXIT;' | lpr -o raw -Plp

Als Druckername dient im Beispiel lp, auf dem Linux-Rechner läuft das Drucksystem Cups.

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