Grundeinstellungen

Auf der Startseite von Scribus nehmen Sie die Grundeinstellungen für die spätere Formatierung vor. Diese wirken sich auf das gesamte Dokument aus. Abbildung 4 zeigt dabei die Einstellungen, die für das Beispiel zum Einsatz kamen. Verwenden Sie ein möglichst großes Format – Sie wollen ja nichts ausdrucken, sondern im Viewer anzeigen. Wenn die Qualität sehr gut ausfällt, spricht nichts dagegen, als Ausgabegröße Formate bis DIN A0 zu wählen.

Abbildung 4: In den Einstellungen von Marble wählen Sie als Basis ein der Qualität des Ausgangsmaterials angepasstes, möglichst großes Format.

Entsprechen die Daten nicht dem von Ihnen angestrebten Ergebnis, dann besteht die Möglichkeit, diese mit Gimp nachträglich zu bearbeiten und dabei die DPI-Zahl zu erhöhen. Unter Windows bietet sich an dies mit IrfanView erledigen.

Auf der Arbeitsoberfläche von Marble sehen Sie einen Rahmen, der mit großer Wahrscheinlichkeit nicht komplett ins Fenster der Applikation passt. Verkleinern Sie die Bildfläche so, dass sie den Rahmen sehen. Unten links finden sich die Controls für den Zoomfaktor. Verändern Sie diesen Prozentwert durch die Symbole mit den Lupen, dann verändert sich der Ausschnitt. Über [F2] und [F6] schalten Sie in Scribus die Ebenen und die Eigenschaften an.

Eingepasst

Ziehen sie nun einen Bildrahmen in den inneren Rahmen des noch leeren Fensters. Das Symbol für den Bildrahmen finden Sie in der oberen Leiste. Im separaten Fenster Ebene sehen Sie, dass dort die Ebene 1 schon vorhanden ist. Nun bewegen Sie die Maus in das Fenster, das nun einen Rahmen aufweist, der innerhalb des Fensters gekreuzte Linien anzeigt. Darin rufen Sie das Kontextmenü auf und laden das Bild über den entsprechenden Menüpunkt.

Suchen Sie das Bild, das Sie hier importieren wollen, in unserem Beispiel marble1. Noch passt es nicht in den Rahmen. Im Beispiel sehen Sie, dass das Ergebnis als ein kleiner Teil oben links angeordnet ist. Deshalb rufen Sie jetzt im Fenster Eigenschaften das Untermenü Bild. Dort aktivieren Sie Rahmen anpassen und akzeptieren die Einstellung der Proportionen. Danach fügt sich das Bild exakt in den Rahmen ein. Da dieser eine nicht unbedingt eingängige Bezeichnung trägt, klicken Sie in den Ebenendialog und ändern den Namen so um, das er passt.

Im Fenster Ebenen finden Sie unten eine Schaltfläche mit einem Pluszeichen. Über diese fügen Sie eine neue Ebene hinzu, die sich sofort über die erste Ebene setzt. Je nachdem, was Sie mit Scribus machen möchten, stimmt das Verhalten mit dem Workflow überein.

In diesem Beispiel soll die zweite Ebene unter der ersten sitzen. Deshalb wählen Sie den Pfeil an, der nach unten zeigt, und setzen die neue Ebene damit eine Stufe tiefer. Ändern Sie am besten gleich den Ebenennamen so, dass er logisch zur jenem der ersten Ebene passt. Das ist wichtig, da der Adobe Reader später bei der Ausgabe genau diesen Namen als Ebene anzeigt.

Um das zweite Bild einzufügen, schalten Sie die erste Ebene aus. Dazu klicken Sie in das Kästchen unter dem Symbol mit dem Auge bei der ersten Ebene. Nun wiederholen Sie den Vorgang wie oben für die erste Ebene beschrieben. Hier gilt es exakt zu arbeiten: Sollen die beiden Ebenen später so erscheinen, dass sich die Informationen ergänzen, dann benötigen Sie absolute Deckungsgleichheit.

Um dies zu erreichen, gilt es sicherzustellen, dass der Rahmen exakt so sitzt wie beim ersten Bild. Eine Hilfe bietet dabei wieder das Fenster Eigenschaften. Unter X,Y,Z finden sich die genauen Definitionen von Rahmengröße, Ausgangspunkt, Ausdehnung sowie einiger weiterer Parameter. Diese Werte notieren Sie und geben Sie nach dem Zeichnen der zweiten Ebene auch für diese ein. So erzielen Sie absolute Deckungsgleichheit.

Schalten Sie nun die erste Ebene wieder ein. Damit Sie auch die untere Ebene sehen, klicken Sie auf die obere Ebene und ändern den Wert ihrer Transparenz. Statt 100 Prozent kommt im Beispiel 60 Prozent als Wert zum Einsatz. Den selben Wert stellen Sie für die zweite Ebene ein.

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