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© Vancanjay, sxc.hu

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Adobe Reader mit Ebenen nutzen

21.11.2012 Dank der Ebenenfunktion in Scribus erstellen Sie mit wenigen Mausklick ein PDF-Dokument mit mehreren Ebenen.

Wer den Adobe Reader regelmäßig nutzt, der kennt die auf der linken Seite vorhandene Ansicht Ebene. Diese Form der Darstellung kommt normalerweise eher in DTP- oder Bildbearbeitungssoftware zum Einsatz. Tatsächlich verfügt der Reader jedoch über eine Funktion, mit der Sie solche Ebenen zumindest ansehen und aktivieren oder deaktivieren. Bleibt aber die Frage: Wie gelangen die Ebenen in das Dokument hinein?

Diese Frage kam auch in einem kleinen Unternehmen auf, das seinen Kunden als Dienstleistung unter anderem das Visualisieren betriebswirtschaftlicher Daten anbietet. Dafür steht in der Regel aber nur ein schmales Budget parat. So tauchte die Frage auf, wie sich ein PDF mit Ebenen wohl erstellen ließe. Ein Anruf bei Adobe ergab die Antwort, dass der Anbieter für das dazu notwendige Software-Paket einen Preis von rund 1500 Euro veranschlagt. Das legte die Suche nach einer anderen Lösung nahe, die sich preiswerter umsetzen lässt.

Freie Alternative

Aufgrund einer Affinität zu Linux und dem Hang zum Testen neuer Technologien lag es nahe, nach einer Lösung auf Basis von Open-Source-Software zu suchen. Als Testsystem diente ein Rechner mit Ubuntu 12.04 LTS. Er verfügte bereit über eine stattliche Ausstattung an Grafik- und Office-Programmen, darunter LibreOffice, Softmaker Office, die Calligra-Suite, die Bildbearbeitungssoftware Gimp, das DTP-Programm Scribus und natürlich der Adobe Reader.

Ebenen sind für das Darstellen von technischen oder betriebswirtschaftlichen Daten nicht uninteressant. Im Gegensatz zu nacheinander angeordneten Seiten, zwischen denen Sie hin und her blättern, bieten sie die Möglichkeit, in der gleichen Seite Daten einzublenden. Effekte wie zeitliche Entwicklungen, die Bewegungen von Kunden oder die Anzeige von Vermessungsdaten für verschiedene Bauabschnitte lassen sich damit effektiv und informativ in Szene setzen.

Im Beispiel fiel die Wahl bei den Anwendungen auf Software, die unter Linux und Windows läuft. Das nächste Kriterium war, Software zu nutzen, die beste Ergebnisse garantiert – also erprobte Programme mit einer soliden Code-Basis. Für das Erstellen von Ebenen kristallisierten sich als mögliche Lösungen – je nach Format des Ausgangsmaterials – zumindest Gimp und Scribus heraus.

Das Bildbearbeitungsprogramm Gimp kommt dann zum Einsatz, wenn die digitalen Daten, die als Ebenen zum Zug kommen sollen, im PDF-Format vorliegen: Gimp importiert diese Dateien ohne Probleme (Abbildung 1). Anschließend haben Sie die Möglichkeit, das importierte Ergebnis noch zu bearbeiten und in ein zu Scribus kompatibles Format zu exportieren.

Abbildung 1: Das Bildbearbeitungsprogramm Gimp versteht sich auf den Import von PDF-Dokumenten.

Richtig exportieren

Für den Export eignet sich sich das TIFF-Format vor, da es die Daten unkomprimiert speichert und dadurch ein hohe Qualität verspricht. Sollten Sie lieber JPEG benutzen, achten Sie beim Export darauf, die Einstellung für den Grad der Kompression auf 100 Prozent zu erhöhen. Das verspricht ein besseres Ergebnis. Liegen die Daten schon im gewünschten Grafikformat vor, bleibt Ihnen der Umweg über Gimp erspart.

Als Grundlage für das Beispiel kommt einen Ausschnitt aus einer Karte der freien Map-Software Marble zum Einsatz (Abbildung 2). Marble offeriert für den Export der Daten nur das PNG-Format, vermag aber diverses Kartenmaterial zu laden. Deshalb kommt für die zweite Karte der gleiche Ausschnitt zum Einsatz, aber eine andere Basiskarte als Hintergrund (Abbildung 3). Damit sind die beiden Karten für einen einfachen Layer erstellt.

Abbildung 2: Die Map-Software Marble unterstützt den Export von Kartenmaterial in PNG-Format.

Abbildung 3: Gleicher Ausschnitt, andere Basiskarte: So entstehen die Daten, aus denen Sie später die Ebenen erstellen.

Jetzt geht es daran, die Ebenen einzubauen. Dazu nutzen Sie das DTP-Programm Scribus, das einen Vergleich mit kommerziellen Produkten nicht zu scheuen braucht – insbesondere, wenn Sie feststellen, dass die nachfolgende Lösung mit der kostenpflichtigen Microsoft-Software nicht funktioniert.

Scribus und seine Funktionen füllen ganze Bücher. Für diesen Artikel reicht es jedoch aus, sich mit den Funktionen auseinander zu setzen, die man zum Einbauen der Ebenen im Adobe Reader benötigt.

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