Neues rund um Linux

Aktuelles

Boxed-Version von Open Suse 12.2

Der Verlag Open Source Press bietet die neue OpenSuse-Version 12.2 als Box mit einigen Zugaben an. Die Packung enthält eine Double-Layer-DVD mit den Versionen von OpenSuse für 32- und 64-Bit-Systeme, eine weitere DVD enthält die Live-Versionen zum Ausprobieren sowie verschiedene Addons. Zu diesen zählen der Flash Player und der Reader von Adobe, die funktional eingeschränkte OpenSuse-Edition des Finanzverwaltungsprogramms Moneyplex sowie eine PDF-Ausgabe des Buchs "Bash – Arbeiten und programmieren mit der Shell". Ebenfalls enthalten ist eine gedruckte, rund 350 Seiten starke Version der OpenSuse-Start-Up-Dokumentation in deutscher Sprache. Sie beschreibt die Installation und Konfiguration des Systems sowie den grundlegenden Umgang mit der Shell. Schließlich liegen dem Paket Rabatt-Gutscheine für LPI-Trainings, die Moneyplex-Vollversion das kommerzielle Bildbearbeitungsprogramm PaintSupreme bei. Sie erhalten die Box zum Preis von 59,95 Euro unter https://www.opensourcepress.de/openSUSE, Installationssupport leistet der Anbieter nicht. Open Source Press gibt an, von jeder verkauften Box eine Spende an das OpenSuse-Projekt weiterzuleiten.

Open Source Press stattet seine Box-Version von OpenSuse 12.2 mit einem gedruckten Handbuch sowie etlichen Extras aus.

Gnome 3.6 mit verbesserten Benachrichtigungen und Boxes

Das Gnome-Projekt hat die Version 3.6 seiner freien Desktopumgebung veröffentlicht, die Verbesserungen in vielen Details mitbringt. Dazu gehören unter anderem der überarbeitete Message-Tray, kleinere Benachrichtigungsfenster mit Button zum Schließen sowie eine Bildschirmsperre mit Komfortfunktionen. Die Integration mehrerer Eingabemethoden hilft unter anderem beim Schreiben von Chinesisch und Japanisch. Auch bei den Technologien für die Barrierefreiheit gibt es Fortschritte: Bei der Bildschirmlupe lassen sich inverse Darstellung, Graustufen sowie Helligkeit und Kontrast einstellen, der Screenreader Orca hat seine Braille-Ausgabe verbessert. Erstmals mit dabei ist Gnome Boxes, eine grafisches Frontend zum Verwalten virtueller Maschinen. Es bietet verbesserte Suche, Auswahl und Umbenennen und kann zudem hängen gebliebene Instanzen zum Shutdown zwingen. Weitere Einzelheiten beschreiben die bebilderten Release Notes unter http://library.gnome.org/misc/release-notes/3.6/.

Zu den kleineren Verbesserungen in Gnome 3.6 zählt die neue Anzeige der zuletzt benutzten Dateien im Dateimanager. (Bild: Gnome.org)

Cinnamon 1.6 mit eigenem Dateimanager

Die vom Linux-Mint-Projektleiter Clement Lefebvre entwickelte, alternative Desktop-Umgebung Cinnamon (http://cinnamon.linuxmint.com) auf Gnome-Basis liegt jetzt in Version 1.6 vor. Das neue Release enthält erstmals den Dateimanager Nemo, der Gnomes Nautilus ersetzt, optisch aber kaum vom Vorbild zu unterscheiden ist. Außerdem lassen sich nun Namen für die selbst definierten Workspaces vergeben. Ein neues Applet namens "Window Quick-List" zeigt sämtliche Fenster aller Workspaces in einer Übersicht. Der Fenster-Umschalter, den Sie mit [Alt]+[Tab] aufrufen, lässt sich jetzt weitgehend konfigurieren: Auf Wunsch zeigt er Icons, Thumbnails, Vorschauen oder eine Kombination davon an. Weitere Details finden sich in einem Blogeintrag von Clement Lefebvre unter http://cinnamon.linuxmint.com/?p=207. Dort gibt er auch Tipps für Extension-Entwickler und die Designer von Themes.

Das neue Cinnamon-Applet "Window Quick-List" zeigt eine Übersicht aller Fenster in allen Workspaces. (Bild: Clement Lefebvre)

Python 3.3.0 mit vielen Verbesserungen

Das neu erschienene Python 3.3.0 erhältlich setzt ein rundes Dutzend Python Enhancement Proposals (PEP) um. Dazu gehören unter anderem Virtual Environments, Namespace Packages sowie die flexible Repräsentation von Unicode-Zeichenketten. Die Python-Syntax erhält den neuen Ausdruck yield from zur Generator-Delegation. Daneben ist für String-Objekte die U-Notation für Unicode wieder erlaubt. Neue Bibliotheksmodule ermöglichen Xz/LZMA-Komprimierung (lzma), liefern High-Level-Objekte für IP-Adressen und Netzmasken (ipadress) oder Mock-Objekte für Unit-Tests (unittest.mock). Ausführliche Informationen gibt es im "What's New"-Dokument für Python 3.3.0 unter http://docs.python.org/py3k/whatsnew/3.3.html.

Slackware 14.0 mit XFCE 4.10 und LLVM/Clang

Mit dem Release von Slackware 14.0 steigt die traditionsreiche Distribution (http://www.slackware.com) auf einen Kernel aus dem 3.x-Zweig, genauer auf Version 3.2.29, für die die Kernelentwickler mindestens zwei weitere Jahre Support leisten. Für die neueren Kernel 3.4.11, 3.5.4, and 3.6-rc4 liefert Slackware Konfigurationsdateien mit. Daneben gehören GCC 4.7.1, Glibc 2.15 und X11R7.7 zum System. Erstmals ist auch LLVM/Clang als alternativer Compiler mit von der Partie. Als Desktopumgebungen dienen KDE 4.8.5 und Xfce 4.10.0, unter den Anwendungen finden sich Firefox 15.0.1, Thunderbird 15.0.1 und Gimp 2.8.2.

Steam-Beta für Ubuntu noch im Oktober

Die Entwickler der Spiele-Engine Steam haben bekannt gegeben, noch im Oktober eine erste halb-öffentliche Beta-Version (1000 User) der Plattform für Ubuntu 12.04 zu veröffentlichen (http://blogs.valvesoftware.com/linux/). Man wolle die Beta, die ein einzelnes Spiel umfasst, zunächst auf so vielen verschiedenen Hardwarekonfigurationen testen wie möglich, daher gebe es für die Teilnahme auch keine Beschränkung auf etwa einzelne Grafikkarten oder Ähnliches. Blogger vermuten, bei dem Spiel handele es sich wohl um Left 4 Dead 2, dessen Portierung Valve bereits früher in Aussicht gestellt hatte.

Kurz notiert

Die Linux New Media AG, Herausgeber von LinuxUser, ändert ihren Namen zu Medialinx AG und expandiert in neue Geschäftsbereiche (http://www.medialinx-gruppe.de). Die Sparte der Zeitschriften und Online-Medien rund um Linux bleibt als Geschäftsbereich Linux New Media innerhalb der neuen AG erhalten.

Die IETF hat einen neuen Audio-Codec namens Opus verabschiedet, der sich lizenzfrei implementieren lässt (http://opus-codec.org). Der in RFC 6716 festgelegte Standard soll sich gleichermaßen für Sprache und Musik sowie das Archivieren und Streamen eignen. WebRTC, ein Standard für Echtzeitkommunikation per Web, schreibt Opus als einen der Pflicht-Codecs vor.

Das KDE-Projekt hat die KDE User Working Group ins Leben gerufen, um die Kommunikation zwischen Anwendern und Entwicklern zu verbessern (http://uwg.kde.org). Zu diesem Zweck halten die Organisatoren öffentlich Meetings per Internet ab. Außerdem plant die User Working Group, eine Anwendervertretung namens User Panel einzuführen.

Mit Debian 6.0.6 bringt das Projekt die Installationsmedien für "Squeeze" auf den neuesten Stand (http://tinyurl.com/lu1112-debian). Das Update enthält einige Bugfixes, unter anderem für Dpkg, Eglibc und Apache2. Daneben schließt es zahlreiche Sicherheitslücken, so im Iceape, Iceweasel, OpenOffice, OpenSSL, Strongswan, PHP 5 und BIND 9.

Zu den Neuerungen der freien Virtualisierungssoftware Virtualbox 4.2.0 zählen verbesserte Unterstützung für Windows 8, Mac OS X 10.8 und Oracle Linux 6.3. Daneben kann die Software jetzt bis zu 36 Netzwerkkarten simulieren und die Netzwerkbandbreite pro virtueller Maschine begrenzen. Weitere Einzelheiten nennt das Changelog unter https://www.virtualbox.org/wiki/Changelog.

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