Neues auf der Heft-DVD

06.11.2012

OpenSuse 12.2

Mit zwei Monaten Verspätung legen die Nürnberger Entwickler OpenSuse 12.2 vor. Community-Managers Jos Poortvliet versteht dies nicht als Nachteil für den Anwender: Dieser profitiere insofern von der Verzögerung, da die Entwickler rund acht Wochen mehr Zeit zum Beheben von Fehlern gehabt hätten. Der Schwerpunkt dieser Version liegt entsprechend auf der Modellpflege.

Zum Einsatz kommen die Desktops KDE 4.8.4 und Gnome 3.4.2, den Unterbau stellen der Kernel 3.4 sowie X.org 1.12. LibreOffice 3.5.4 dient als Bürosuite. Als Bootloader und Startbildschirm kommen jetzt Grub 2 und Plymouth zum Zuge, verbesserte Funktionen in Glibc und Qt sorgen laut Changelog für mehr Performance.

Der LLVMPipe genannte Software-3D-Renderer ermöglicht es 3D-Anwendungen wie etwa der Gnome-Shell auch dann zu starten, wenn die Hardware kein 3D unterstützt. Gimp 2.8 und Krita 2.4 bieten Ihnen vielfältige Möglichkeiten, Bilder zu erstellen und zu bearbeiten.

Auf der Eco-Disk finden Sie die 64-Bit-Version der Distribution, auf der DVD die Live-CD für 32-Bit-Systeme mit KDE-Desktop.

Knoppix 7.0.4

Klaus Knopper bringt mit Knoppix 7.0.4 das Kunststück fertig, über 12 GByte Software in ein DVD-Image zu packen und dem Anwender nach dem Booten ohne jegliche Installation im Live-Betrieb bereitzustellen. In erster Linie handelt es sich bei der vorliegenden Ausgabe um ein Bugfix-Release der eierlegenden Wollmilchsau unter den Live-Distros.

Das Release basiert wie schon die Vorgängerversionen auf Debians Stable-Zweig, implementiert aber einige Programme aus der Testing- und Unstable-Abteilung. Zum Einsatz kommen Kernel 3.4.9 und X.org 7.7 (Core 1.12.3). Je nach Bedarf booten Sie die Knoppix-DVD von Seite B des ersten Datenträgers mit einem 32-Bit oder 64-Bit-Kernel.

Wie üblich liefert die Distribution verschiedene Window-Manager wie Gnome 3.2.2, KDE 4.8.4 und LXDE. Diese aktivieren Sie jeweils über so genannte Cheat-Codes am Bootprompt (knoppix desktop="Windowmanager"). Obwohl die Distribution in erster Linie für den Live-Betrieb ausgelegt ist, enthält sie eine Routine für die Installation, die es erlaubt die Daten auf eine Festplatte zu installieren.

Kiwi Linux 12.08

Zwar basiert Kiwi Linux 12.08 auf dem aktuellen Ubuntu 12.04.1 LTS, jedoch verwendet es zur Freude aller, die Unity den Rücken kehren möchten, den klassischen Gnome-2-Desktop statt Canonicals umstrittener Software. Mit an Bord sind außerdem der Webbrowser Chromium, der Mediaplayer VLC, der Messenger Pidgin, der Flashplayer, diverse Multimedia-Codecs sowie Archiv-Handler für die Formate RAR und P7ZIP. Da die Distribution auf Ubuntus Long-Term-Release basiert, sind Updates und Patches für das System für die nächsten fünf Jahre gesichert.

Bodhi Linux 2.1.0

Das ebenfalls auf Ubuntu 12.04 basierende Bodhi-Linux 2.1.0 nutzt das schicke, aber schlanke Enlightenment DR17 als Oberfläche und beschränkt sich bei der Software-Ausstattung auf das Notwendigste. Entsprechend niedrig fallen die Anforderungen an das System aus: 128 MByte RAM, 1,5 GByte Plattenplatz und eine CPU mit 300 MHz genügen.

Sabayon Linux 10 KDE

Zu den Neuerungen des Gentoo-Ablegers Sabayon Linux 10 KDE gehören Grub2, Kmod statt Module-Init-Tools sowie das per Xz komprimierte ISO-Image. Das Release verwendet Kernel 3.5.4 mit dem für Desktops optimierten BFQ-I/O-Scheduler, für den Server-Betrieb gibt es gehärtete Kernel. Als grafische Oberfläche dient KDE 4.9, als Bürosuite LibreOffice 3.6.

Besonderen Wert legten die Entwickler auf Anwenderfreundlichkeit, ohne dabei jedoch die Funktionalität zu vernachlässigen. So bietet es beispielsweise das parallele Nutzen von Gentoos Portage und dem Sabayon-eigenen Equo an. Sabayon funktioniert nach dem Rolling-Release-Prinzip. Das bedeutet, dass sie permanent Updates für das System bekommen und zumindest theoretisch nie wieder neu installieren müssen. 

Neue Programme

Wer sich vergewissern will, ob der freie Platz auf einer bestimmten Partition der Festplatten noch ausreicht, dem verschafft der universelle Systemmonitor Conky 1.9.0 ein schnellen Überblick. Er versammelt bei Bedarf alle wichtigen Informationen über das System in einem Widget auf dem Desktop.

Enki 12.08 dient als vielseitiger Texteditor für Power-User und Programmierer. Das Tool orientiert sich am Urgestein Emacs und versucht dessen extreme Leistungsfähigkeit mit einer modernen Technologie nachzubilden. Er bietet unter anderem umfangreiche Such- und Ersetzungsfunktionen sowie Syntax-Highlighting für die verschiedensten Skript- und Programmiersprachen.

Die IDE Lazarus 1.0 ermöglicht das schnelle Erstellen grafischer Bedienoberflächen. Im Gegensatz zu anderen IDEs für Pascal orientiert es sich stark an Borlands Delphi. Auch die Lazarus Component Library (LCL) weist unverkennbare Ähnlichkeiten zur Delphi-VCL auf. Die meisten Units, Klassen und Eigenschaften haben denselben Namen und dieselbe Funktionalität.

Die GUI-Anwendung Pac 4.3 dient zum Management von SSH- und Telnet-Verbindungen. Die Applikation bringt in der Version 4.3 einige Verbesserungen mit. So startet das Programm jetzt auch bei einer großen Menge von konfigurierten Verbindungen deutlich schneller.

Der Basic-Interpreter Gambas3 3.3.1 ist angelehnt an Visual Basic und erlaubt es auch weniger erfahrenen Entwicklern, in relativ kurzer Zeit eigene Programme zu erstellen. Die Linux-Version gilt als sehr ausgereift und läuft auf verschiedenen Prozessorarchitekturen, darunter x86 und x86_64, aber auch auf ARM-Prozessoren.

Der Videokonverter Handbrake 0.9.8 wandelt nicht nur alle möglichen Quellformate in MP4- oder MKV-Containerformate um, sondern erlaubt außerdem in einem einzigen Arbeitsgang auch das Bearbeiten von Untertiteln, Audio-Spuren, Auflösungen und Seitenverhältnissen.

Mit Gbrainy 2.1.4 lösen Sie unterschiedlichste Logik- und Rechenaufgaben und trainieren so das Gehirn. Die Software unterstützt dabei verschiedene Schwierigkeitsgrade und wertet die Ergebnisse in einer Statistik aus. Bei Bedarf drucken Sie die Rätsel aus und lösen sie offline.

Mit Listaller 0.5.5 verfolgt der Maintainer Matthias Klumpp das Ziel, das Installieren eines Paketes auf verschiedenen Distributionen so einfach und sicher wie möglich zu gestalten und dabei bestmögliche Kompatibilität zu den ursprünglichen Werkzeugen der Distribution zu gewährleisten.

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