Einstieg in die Sprache

Nach dem Start von Gambas empfängt Sie ein übersichtlicher, deutschsprachiger Assistent. Die über [F1] abrufbare Hilfe dagegen ist überwiegend in Englisch gehalten und fällt knapp aus. Die IDE schlägt zunächst vor, eines der Beispielprogramme zu betrachten. Einsteigern hilft das durchaus beim Erlernen der Sprache. Alternativ wählen Sie einen Projekttyp aus (Abbildung 2), etwas ein GTK-Programm oder ein Spiel, das für Grafik und Sound auf Simple Direct Layer (SDL) setzt.

Abbildung 2: Gambas bietet gleich nach dem Start die Möglichkeit, ein Projekt mit allen spezifischen Parametern anzulegen.

Bei einer GUI-Applikation klicken Sie die Programmfenster unkompliziert mit der Maus zusammen (Abbildung 3). Das klappt ähnlich intuitiv wie in einem Malprogramm. Rechts unten finden Sie die benötigten Elemente, die Sie im mittleren Bereich des Programmfensters platzieren. Rechts oben definieren Sie die Eigenschaften der jeweiligen Komponente, bei einem Button etwa den Text und den dazu zu verwendenden Font.

Abbildung 3: Mit dem GUI-Designer von Gambas gelingt es im Nu, einen Dialog zu gestalten.

Um die hinter der Oberfläche stehende Logik des Programms zu schreiben, gilt es die Programmiersprache zu erlernen. Hierfür steht zum einen die englische Anleitung in Form eines Wikis [2] bereit. Für Anfänger empfiehlt es sich hingegen, das deutschsprachige, gut verständliche Wikibook zu Gambas [3] zur Hand zu nehmen.

Dieses legt zwar eine alte Version zugrunde, hilft aber trotzdem ein Grundverständnis für die Programmiersprache zu schaffen. Danach genügt es oft, zum Nachschlagen die aktuelleren Infos der englischen Seite zu verwenden. Der Ansatz, ein deutsches Buch zur aktuellen Version zu erstellen [4], steckt noch in den Anfängen. Manchen mag diese Art des Lernens liegen; andere Benutzer schreckt es unter Umständen ab, sich die Informationshäppchen selbst im Netz zusammensuchen müssen.

Ein gedrucktes Buch zu Gambas existiert auf dem hiesigen Markt nicht. Sie haben jedoch die Möglichkeit, Fragen auf der Mailingliste Gambas-Users [5] oder im deutschen Gambas-Forum [6] zu stellen. Fortgeschrittene finden insbesondere auf der Mailingliste schnell Informationen, für Einsteiger dürfte der Austausch von Nachrichten allerdings unübersichtlich wirken oder gar unverständlich bleiben.

Die Sprache selbst ist objektorientiert angelegt, der Sprachumfang fällt moderat aus. Es existieren jedoch einige sogenannte "Komponenten", also Erweiterungen für bestimmte Anwendungszwecke – zum Beispiel um mit wenig Aufwand auf Datenbanken zuzugreifen oder Videos abzuspielen.

BlitzMax

Die Sprache BlitzMax blickt ebenfalls auf eine lange Entwicklungsgeschichte zurück. Das Vorgängerprodukt Blitz Basic erschien vor rund 20 Jahren. Damals lag der Einsatzzweck vorwiegend im einfachen Entwickeln von Computerspielen.

Nach mehreren Entwicklungszyklen der Sprache, die unter diversen Namen auf den Markt kamen, wie zum Beispiel Blitz Plus, erschien 2004 die erste Version von BlitzMax. Diese bietet in ihrer derzeitigen Fassung modernere Elemente sowie Möglichkeiten zum Entwickeln von GUI-Anwendungen über die Grenzen von Plattformen hinweg.

Es existieren Versionen für Linux, Windows und Mac OS X. Erstere beide laufen auf x86 und x86_64, letztere berücksichtigt zusätzlich die ältere PowerPC-Generation. Andere Prozessorfamilien, wie etwa die inzwischen recht verbreiteten ARM-Architektur, unterstützt die Sprache nicht.

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