Seltene Perlen
Verborgene Schätze aus dem Ubuntu App Showdown
MenuLibre
Der Menüeditor MenuLibre [9] ermöglicht es unter anderem die Quicklist-Einträge im Kontextmenüs des Unity-Launchers zu bearbeiten oder zu erweitern, etwa um den Zugriff auf weitere Parameter des entsprechenden Programms. Zum Zeitpunkt des Tests war die Version 12.08.9 aktuell.
Das Programm erweist sich aber auch unter anderen Distributionen als sinnvolle Hilfe, steht für diese aber nur im Quellcode bereit. Unabhängig von Unity legen Sie mit dem Tool neue Menüeinträge für Gnome, LXDE oder XFCE an oder bearbeiten Vorhandene. Dazu müssen Sie lediglich im Reiter General Settings einen Namen sowie eine kurze Beschreibung eingeben und außerdem das Kommando nebst Pfad eintragen.
Darüber hinaus legen Sie das Arbeitsverzeichnis fest und ordnen den neu erstellten Launcher einer oder mehreren Kategorien zu. Autor Sean Michael Davis demonstriert den Einsatz der Software in einem Youtube-Video [10].
Gnome Modem Manager
Der Gnome Modem Manager (GMM) bietet die Möglichkeit, ein 3G-Modem des Smartphones vom Gnome-Desktop aus zu steuern [11]. Das funktioniert für mehrere verbundene Mobiltelefone. Das Programm arbeitet ähnlich, wie etwa "Megafon Internet" oder "MTS Connect" unter Windows.
Steuern bedeutet in diesem Zusammenhang, dass Sie zum Beispiel den Status und andere Informationen des 3G-Modem einsehen (IMEI, IMSI, Operator-Name, Version, Hardware-Treiber) oder die Möglichkeit haben, USSD-Requests zu senden und die zugehörigen Antworten zu betrachten.
GMM zeigt unter anderem die aktuelle von Kurznachrichten der SIM-Karte des Smartphones an. Für künftige Versionen planen die Entwickler zudem eine Funktion, die das Bearbeiten der auf der SIM-Karte gespeicherten Kontakten vom Desktop aus ermöglicht.
Das Programm verwendet das von Novell entwickelte "ModemManager D-Bus Interface" und setzt daher einen laufenden NetworkManager-Daemon und einen installierten ModemManager voraus. Welche Geräte die Software unterstützt, hängt von der Version des ModemManagers ab, denn bei GMM handelt es sich lediglich um eine Oberfläche für über via NetworkManager-Applet nicht adressierbare Funktionen, die aber im Prinzip bereit stehen. Aus Sicht der Entwickler interessant ist die Tatsache, dass GMM komplett in Vala geschrieben ist. Die Oberfläche basiert auf GTK+ 3.



