Neues rund um Linux

Aktuelles

Telepathy 0.5 mit Bildvorschau

Der KDE-Messaging-Client Telepathy (http://telepathy.freedesktop.org) hat im aktuellen Release 0.5 ein paar interessante neue Funktionen erhalten. So hatten sich viele Nutzer eine kleinere Ansicht der Kontaktliste gewünscht. Diese Ansicht haben die Entwickler nun implementiert, indem Sie den kleinsten konfigurierten System-Font auswählen und auf dieser Basis die weiteren Elemente berechnen. Da sich die minimale Fontgröße frei wählen lässt, hat jeder Nutzer so individuellen Einfluss auf dieses Feature. KRunner, der Programmstarter von KDE, reicht nun Eingaben wie "I'm away" direkt an Telepathy durch, sodass der Messenger dann den Status ändert. Es stehen weitere Eingabemöglichkeiten bereit, die sich über die Hilfe von KRunner abfragen lassen. Zu den auffälligsten Änderungen an der Software zählt aber die Möglichkeit, empfangene Bilder direkt im Client anzuzeigen. Laut Entwickler Lasath Fernando eröffnet dies faszinierende Möglichkeiten, wie beispielsweise das Einbetten von Videos oder die Integration von LaTeX-Formeln. Auch sei ein Plugin denkbar, dass die Nachrichten laut vorliest. (agr)

Telepathy 0.5. bringt unter anderem eine Inline-Vorschau auf empfangene Bilder sowie eine minimalistische Ansicht für Kontakte mit. (Bild: Martin Gräßlin)

Flightgear 2.8.0 sorgt für mehr Realismus

Kurz nach seinem 15. Geburtstag hat das Flightgear-Projekt mit dem Release 2.8.0 eine neue Version des freien Flugsimulators vorgelegt. Die Änderungen zielen vor allem darauf ab, die Simulationsumgebung noch realistischer zu gestalten (http://tinyurl.com/lu1012-flightgear). Die zufällig platzierten Gebäude und Bäume passen sich jetzt besser dem Terrain an, städtische Gebiete weisen eine merklich höhere Bebauungsdichte auf. Regionsspezifische Texturen etwa für USA und Europa, ein jederzeit möglicher Wechsel zwischen Sommer- und Winter-Texturen sowie verbesserte Modelle für Lichtbrechung und Dunst sorgen für mehr atmosphärische Stimmung. Mit dem "Project Rembrandt" halten zudem endlich in Echtzeit generierte Schatten und mehrfache Lichtquellen, etwa durch Landelichtern, Einzug in die Simulation. Selbst rotierende Leuchtfeuer illuminieren jetzt die Umgebung korrekt. Vorerst gilt "Rembrandt" allerdings noch als experimentell und muss manuell aktiviert werden. Als neue Flugzeugmodelle halten der Hängegleiter Airwave Xtreme 150 und der Push/Pull-Zweimot Cessna 337G Einzug in Flightgear. Daneben bringt die jüngste Version eine ganze Reihe kleiner Verbesserungen und Fehlerkorrekturen mit. (jlu)

Verbesserte Modelle für Licht und Schatten sowie die Texturbehandlung sorgen in Flightgear 2.8.0 für noch mehr Realismus.

LaTeX-Umgebung Texmaker erreicht Version 3.5

Texmaker, eine Open-Source-Umgebung für den Textsatz mit LaTeX, ist in Version 3.5 mit einigen Verbesserungen verfügbar (http://www.xm1math.net/texmaker/). Diese betreffen vor allem den eingebauten PDF-Betrachter. Der neue Viewer auf Basis von Qpdfview kann Seiten rotieren sowie Dokumente seitenweise, doppelseitig oder fortlaufend anzeigen. Auch einen Präsentationsmodus beherrscht er. Die neue Kommandozeilenoption -insert erlaubt, LaTeX-Kommandos in den Satzvorgang einzufügen. Reguläre Ausdrücke lassen sich nun auch im Ersetzen-Feld verwenden, um gefundene Zeichenketten auszugeben. Außerdem erhielt die Software auf Wunsch vieler Anwender die Tastenkombination [Strg]+[Umschalt]+[F8], um die vorige Sitzung wiederherzustellen. (mhu)

Texmaker 3.5 bringt einen neuen PDF-Viewer auf Basis von Qpdfview mit.

Enki: Ein neuer Editor für Programmierer

Mit Enki wirbt ein neuer Open-Source-Editor um die Gunst der Programmierer (http://enki-editor.org). Die in Python und PyQt umgesetzte Software verwendet zwar eine grafische Oberfläche, lässt sich aber ohne Maus komplett mit Tastaturkürzeln bedienen. Enki bietet Highlighting für über 30 Programmiersprachen sowie einen Datei-öffnen-Dialog mit Tab-Vervollständigung. Zu den weiteren Features zählen Lesezeichen, Suchen und Ersetzen sowie Vervollständigung auf Basis des Datei-Inhalts. Enki lässt sich über ein Python-API mit Plugins erweitern und bietet kurioserweise auch eine interaktive Scheme-Kommandozeile. Für HTML- und Markdown-Dokumente gibt es eine eingebaute Vorschau. Weitere Informationen, Pakete für Debian und Ubuntu sowie der Quelltext finden sich auf der Projekt-Webseite. (mhu)

Der für Programmierer konzipierte Editor Enki bietet ausgefeilte Funktionen zum Suchen und Ersetzen.

Calligra arbeitet an Software für Autoren

Das Calligra-Projekt möchte seine freie Bürosuite mit einem Autoren-Tool namens Calligra Author erweitern. Die neue Komponente richtet sich an Sachbuchautoren, die damit E-Books inklusive 2D- und 3D-Animationen und eingebetteten Webseiten erstellen sollen, sowie an Belletristikautoren, die ihre Plots und Personen verwalten möchten (http://tinyurl.com/lu1012-calligra). Die Roadmap sieht den Export in die E-Book-Formate MOBI und EPUB (Version 2) vor, später soll die Software auch die EPUB-Version 3 unterstützen. In der Statuszeile der Anwendung soll der Anwender Statistiken zum Dokument finden, etwa die Wort- und Zeichenzahl. Daneben wünschen sich die Teilnehmer des Author-Forums einen Modus, der möglichst wenig Ablenkung bietet. (mhu)

Italien setzt auf Open-Source in Behörden

Das von der Finanzkrise gebeutelte Italien schreitet in Sachen freier Software voran und verpflichtet Behörden dazu, Open-Source-Software einzusetzen – außer in begründeten Ausnahmefällen. "Nur wenn im Einzelfall die Analyse der technischen und ökonomischen Aspekte die Unmöglichkeit von Open-Source-Softwarelösungen erweist", dürfen Behörden in Italien proprietäre Softwareprodukte kaufen. So legt es der Codice dell'amministrazione digitale (http://tinyurl.com/lu1012-italien) fest, den das italienische Parlament bereits am 7. August beschlossen hat. Damit hat freie Software in Italien jetzt per Gesetz Priorität – in Deutschland ist derlei noch Zukunftsmusik. (mfe)

Twitter wird Linux-Foundation-Mitglied

Über Twitter hat dessen Open-Source-Manager Chris Aniszczyk (http://twitter.com/cra) bekannt gegeben, dass der Micro-Blogging-Service der Linux-Foundation beitreten wird. Zehntausende Linux-Rechner betreibe das Unternehmen mittlerweile, Twitter baue vom vom Backend bis zum Frontend auf Open-Source-Software, erklärt Aniszczyk. Der Großteil der Software, die der Micro-Blogging-Dienst entwickle, unterliege bereits der Apache-Lizenz, die Dokumentation der Creative Commons Commons License. Twitter hat geschätzte 150 Millionen Benutzer, ist bereits seit April offizielles Mitglied der Apache Foundation und hat bereits OSS-Projekte wie Bootstrap und Finagle veröffentlicht. Für Ärger unter Entwicklern hatte dagegen die jüngste Ankündigung gesorgt, Twitter wolle mit neuen API-Regeln freie Clients ausbremsen. (mfe)

Turnkey Linux 12 wechselt zu Debian

Das Projekt Turnkey Linux, das "schlüsselfertige" Appliances liefert, steigt mit dem neuen Release 12 auf eine neue Basis um: Künftig dient Debian statt wie bisher Ubuntu als Basis. Projektleiter Liraz Siri nennt auch unverhohlen die technische Gründen für den Wechsel: Erstens versorge Ubuntu nur ein Viertel der ausgelieferten Pakete mit Security-Updates, zweitens seien Debian-Releases weniger fehlerbehaftet und stabiler als Ubuntu. Zu guter Letzt weigere sich Canonical trotz zunächst anderslautender Aussagen beharrlich, kommerziellen Support für Turnkey zu geben, dessen Verfügbarkeit aber ursprünglich ein wichtiger Grund gewesen sei, sich für Ubuntu zu entscheiden (http://tinyurl.com/lu1012-turnkey). Turnkey Linux unterstützt in der neuen Version mehr als 100 Appliances von Datenbanken und Webservern über CMS und RCS bis hin zu CRM- und ERP-Systemen, die sich betriebsfertig als Pakete auf ein Kernsystem aufsetzen lassen.

Kurz notiert

Ende August verschoben die Entwickler die erste Alpha-Release von Fedora 18 wegen zahlreicher Bugs zum zweiten Mal um eine Woche nach hinten (http://tinyurl.com/lu1012-f18). Damit rutscht der vorgesehene Final-Termin auf den 20. November 2012.

Mit Lazarus 1.0 hat das Free-Pascal-Projekt jetzt nach über 10 Jahren das erste "offizielle" Release seine Entwicklungsumgebung vorgelegt (http://lazarus.freepascal.org). Mit einer an Borlands Delphi-VCL angelehnten Komponentenbibliothek unterstützt die Lazarus-IDE das Entwickeln plattformübergreifender Anwendungen inklusive Android-Apps.

Wer den Unity-Desktop scheut, wird Descent OS 3.0 lieben: Die auf Ubuntu 12.04 basierende Distribution liefert als Desktop den Gnome2-Fork Maté aus (http://www.descentos.org). Allerdings gibt es lediglich eine 32-Bit-Version des Betriebssystems, die aber immerhin mit einem PAE-Kernel aufwartet.

Mit Linux from Scratch 7.2 legt das gleichnamige Projekt ein Major-Release der Distributionsbauanleitung vor (http://www.linuxfromscratch.org). Die Toolchain-Aktualisierungen umfassen Glibc 2.16.0 und GCC 4.7.1, zu den aufgefrischten Paketen zählen unter anderem der Kernel 3.5.2, Grub 2.00, Perl 5.16.1, Udev 188 und die Coreutils 8.19.

Nach fast fünf Jahren Sendepause hat die japanische Turbolinux Inc. (http://www.turbolinux.com), einer der ältesten noch existierenden Distributoren, mit dem Turbolinux Client 12.5 eine Aktualisierung ihres Desktops-Systems veröffentlicht. Es basiert auf dem Kernel 3.1.10 und bringt KDE 3.5.9, Firefox 14.0.1, Thunderbird 14.0 und LibreOffice 3.5.5 mit.

Wie Greg Kroah-Hartmann auf der Linux-Kernel-Mailingliste bekannt gegeben hat, wird Kernel 3.4 als LTS-Version mindestens zwei Jahre Pflege erhalten. Daneben erhält Kernel 3.0 mindestens ein weiteres Jahr Updates.

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