Neues auf der Heft-DVD

OpenSuse 12.2

Mit zwei Monaten Verspätung legen die Nürnberger Entwickler OpenSuse 12.2 vor. Community-Managers Jos Poortvliet versteht dies nicht als Nachteil für den Anwender: Dieser profitiere insofern von der Verzögerung, da die Entwickler rund acht Wochen mehr Zeit zum Beheben von Fehlern gehabt hätten. Der Schwerpunkt dieser Version liegt entsprechend auf der Modellpflege.

Zum Einsatz kommen die Desktops KDE 4.8.4 und Gnome 3.4.2, den Unterbau stellen der Kernel 3.4 sowie X.org 1.12. LibreOffice 3.5.4 dient als Bürosuite. Als Bootloader und Startbildschirm kommen jetzt Grub 2 und Plymouth zum Zuge, verbesserte Funktionen in Glibc und Qt sorgen laut Changelog für mehr Performance.

Der LLVMPipe genannte Software-3D-Renderer ermöglicht es 3D-Anwendungen wie etwa der Gnome-Shell auch dann zu starten, wenn die Hardware kein 3D unterstützt. Gimp 2.8 und Krita 2.4 bieten Ihnen vielfältige Möglichkeiten, Bilder zu erstellen und zu bearbeiten.

Auf der Eco-Disk finden Sie die 64-Bit-Version der Distribution, auf der DVD die Live-CD für 32-Bit-Systeme mit KDE-Desktop.

Knoppix 7.0.4

Klaus Knopper bringt mit Knoppix 7.0.4 das Kunststück fertig, über 12 GByte Software in ein DVD-Image zu packen und dem Anwender nach dem Booten ohne jegliche Installation im Live-Betrieb bereitzustellen. In erster Linie handelt es sich bei der vorliegenden Ausgabe um ein Bugfix-Release der eierlegenden Wollmilchsau unter den Live-Distros.

Das Release basiert wie schon die Vorgängerversionen auf Debians Stable-Zweig, implementiert aber einige Programme aus der Testing- und Unstable-Abteilung. Zum Einsatz kommen Kernel 3.4.9 und X.org 7.7 (Core 1.12.3). Je nach Bedarf booten Sie die Knoppix-DVD von Seite B des ersten Datenträgers mit einem 32-Bit oder 64-Bit-Kernel.

Wie üblich liefert die Distribution verschiedene Window-Manager wie Gnome 3.2.2, KDE 4.8.4 und LXDE. Diese aktivieren Sie jeweils über so genannte Cheat-Codes am Bootprompt (knoppix desktop="Windowmanager"). Obwohl die Distribution in erster Linie für den Live-Betrieb ausgelegt ist, enthält sie eine Routine für die Installation, die es erlaubt die Daten auf eine Festplatte zu installieren.

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