Home / LinuxUser / 2012 / 10 / Linux Essentials: LPI-Zertifizierung für Einsteiger

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

„Klickbunt auf dem Server? Warum nicht, wenn's hilft!"
(220 Punkte bei 8 Stimmen)
KDE 4.10.2, Gnome 3.6 und mehr
(143 Punkte bei 5 Stimmen)
Google schmeißt Jabber raus ...
(121 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.

Feste Grundlage

Linux Essentials: LPI-Zertifizierung für Einsteiger

Aufbau

Immer wieder taucht im Linux-Essentials-Curriculum das Wort "grundlegend" auf, sei es bei den Konzepten freier und Open-Source-Software, Prozessen, Programmen oder der Hardware. Die Prüfung eignet sich nach Meinung des LPI explizit insbesondere für Jugendliche und Lehrer, die bereits über minimale Vorkenntnisse verfügen.

Großen Wert legt das Institut darauf, dass Anwender wissen, welche Alternativen die gängigen Linux-Distributionen für typische Arbeiten am PC bieten. Betriebssysteme, Distributionen, Office-Varianten, Browser, Mailprogramme, sogar Bild- und Video-Bearbeitung stehen auf der Liste der Inhalte. Dabei teilen sich die Lernziele in fünf Bereiche auf:

  • Community, Karriere im Open-Source-Umfeld
  • Orientierung auf einem Linux-System
  • Umgang mit der Kommandozeile
  • Das Linux-Betriebssystem
  • Sicherheit und Dateiberechtigungen

Die Teilbereiche weichen in Bezug auf den Grad der Schwierigkeit zum Teil stark voneinander ab: Dass einem eher oberflächlichen, konzeptorientierten Punkt wie "Community und Karriere" gleich zwei vergleichsweise tiefschürfende Kapitel mit vielen Befehlszeilenkommandos folgen, ist wohl der eiligen Zusammenstellung des Programms geschuldet – das Linux-Essentials-Konzept entstand innerhalb eines Jahres und dürfte in den nächsten Jahren noch einige Anpassungen erfahren.

Das Thema "Betriebssystem" tendiert wieder eher zu allgemeineren Inhalten. Zwar vermittelt es viele Konzepte gängiger Linux-Systeme, beschreibt aber zusätzlich die Hardware und zeigt deren Funktion in modernen Rechnern. Der letzte Themenbereich arbeitet wieder fast ausschließlich an der Kommandozeile. Er gibt dem Prüfling Gelegenheit zu beweisen, wie gut sein das Wissen über Benutzer- und Rechtemanagement ausfällt.

Die Spanne der vermittelten und geprüften Inhalte fällt beträchtlich aus: Zuerst lernt der Anwender Einiges über die Philosophie und Geschichte von Linux und Open-Source. Er erfährt, was Distributionen sind und wo Linux überall zum Einsatz kommt, zum Beispiel im noch recht jungen Embedded-Bereich. Neben den typischen Desktops und Anwendungen soll er Lizenzen, Programmiersprachen und Software für Server zumindest kennen und die jeweiligen Alternativen aus der Welt der proprietären Produkte nennen können.

Im zweiten und dritten Block geht es auf die Konsole. Hier stehen grundlegende Kommandos wie ls, man, grep, find und Bash-Interna wie history sowie Umgebungsvariablen auf dem Lehrplan, aber auch das Erstellen eigener Shell-Skripte mit regulären Ausdrücken, Tests, Schleifen und Bedingungen sowie das Auswerten von Eingaben der Benutzer.

Hardware, Netzwerk, Datenspeicher und generell die Wahl des richtigen Betriebssystem bilden den Mittelpunkt des vierten Bereichs – immer im Vergleich mit den Platzhirschen von Microsoft und Apple. Wer sich da durchgekämpft hat, erfährt im Endspurt der Prüfungsvorbereitung die Konzepte der Benutzerverwaltung auf Linux, lernt, was der Systemadministrator Root alles darf, wie man Benutzer, Gruppen und Dateirechte sinnvoll einsetzt und wie sich der Verzeichnisbaum eines typischen Linux-Systems gliedert.

Die Prüfung

In Kooperation mit den Virtual University Enterprises [7] bietet das LPI die Essentials-Prüfung weltweit an – allerdings steht derzeit die Infrastruktur noch nicht. Wer in Deutschland als einer der Ersten die Linux Essentials-Zertifizierung erwerben will, muss den Test im Linux-Hotel [8] ablegen, andere Prüfungszentren sollen folgen. Die Teilnahmegebühr von 50 Euro ist unabhängig vom Erfolg: Wer durchfällt, zahlt erneut, bis er es erfolgreich geschafft hat oder aufgibt.

Die Aufgaben liegen wie bei den anderen LPI-Tests typischerweise im Multiple-Choice-Format vor, aber auch als offene Fragen, bei denen der Proband eigenen Text eingeben muss. Zum Bearbeiten bleiben 60 Minuten Zeit, also etwa anderthalb Minuten für jede der 40 Fragen, wobei ein Tutorial den Einstieg erleichtert.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

Hits
Wertung: 92 Punkte (3 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zum Autor

Jörg Luther

Jörg Luther

Jörg Luther arbeitet seit 1995 als IT-Journalist. Seine Vorliebe für das freie Betriebssystem lebt er privat in der LUG Erding und beruflich seit 2004 als Chefredakteur des LinuxUser aus.

Zum Blog von Jörg Luther →


Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

title_2013_06

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,95 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 60,60) können Sie im Medialinx-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Emacs als Psychologe
Emacs als Psychologe
Tim Schürmann, 21.05.2013 11:49, 0 Kommentare

Wer beim Schreiben in Emacs nicht mehr weiter weiß oder schier an einer Programmieraufgabe verzweifelt, der kann den eingebauten Psychologen um Rat fragen.

1966 entwickelte der Infor...

Aktuelle Fragen

Kontakt via QR code hinzufügen
Herman Sproesser, 17.05.2013 17:46, 3 Antworten
Hi hab in der aktuellen ausgabe 06.2013 den artikel über QR Codes gelesen. Ich hab nartürlich...
Dateimanager Dolphin, wo legt er die Datei Kommentare ab?
Uwe Heine, 16.05.2013 15:19, 1 Antworten
Suse Linux 12.1 - KDE 4.7.2 / Dolphin 1.7. Ich habe bei vielen Dateien über Dolphin Kommentare...
wie baut man Kernel Module so, dass sie mit jedem Kernel laden?
GoaSkin , 22.04.2013 10:22, 1 Antworten
Hallo, baut man anhand eines Kernel-Sources Module, nutzt Linux im Normalfall eine strikte V...
Problem beim Installieren von SuSe 12.3
Georg Prokert, 14.04.2013 00:04, 16 Antworten
Hallo, auf meinem neuem Laptop (Acer Aspire V3-771, Intel Core i5-3230 M, Intel HD Graphics 4...
lvm wieder loswerden
Peter Dibbern, 11.04.2013 16:28, 4 Antworten
Ich habe sämtliche alten Kisten ausgeschlachtet und aus der Teilen einen Rechner zusammengeschrau...