Interaktiv

Neben der reinen Diagnose enthält das letzte Register Tunables (Einstellmöglichkeiten) Regler, über die Sie bestimmte Stromsparfunktionen ein- oder ausschalten, beispielsweise Auto-Suspend für USB. Das Umschalten eines Status von Bad auf Good und umgekehrt erfolgt über [Eingabe] (Abbildung 3). Allerdings verrät Intel nicht, was Powertop im Einzelnen macht. Abgesehen davon gehen sämtliche Einstellungen beim Neustart verloren.

Abbildung 3: Das Register Tunables ermöglicht es, im interaktiven Modus Empfehlungen von Powertop zu übernehmen. Allerdings verwirft das System diese Änderungen nach einem Neustart.

Im Übrigen verrät die Datei README im Verzeichnis der entpackten Quellen von Powertop noch einige Besonderheiten und Parameter. So starten Sie etwa durch den Aufruf von powertop --calibrate die Kalibrierung der Energieschätzung. Das erhöht die Zuverlässigkeit der angezeigten Werte, weil die Software nun etwa den Einfluss von Display-Helligkeit oder der USB-Aktivität auf den Stromverbrauch in die Messung einbezieht.

Um von den neuen Report-Funktionen Gebrauch zu machen, verwenden Sie den Parameter --html, der einen HTML-Report im Home-Verzeichnis. Den versprochenen CSV-Report beherrschte die im Test verwendete Beta-Version 1.97 noch nicht.

Fazit

Da die meisten Distributionen inzwischen die mit Powertop aktivierbaren Möglichkeiten zum Stromsparen automatisch nutzen, hat sich der Wert von Powertop in den vergangenen zwei bis drei Jahren relativiert. Nützlich ist das Tool als Diagnose-Werkzeug aber dennoch.

Sind ältere Distributionen im Einsatz, lohnt sich der Griff zu Powertop allemal. Darüber hinaus aktiviert nicht jeder Distributor durchweg alle möglichen Funktionen zum Senken des Verbrauchs. 

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