Angetestet

Aktuelle Software im Kurztest

08.10.2012

Gsmartcontrol behält die Festplatten im Auge

Um Probleme und Fehler bei Festplatten frühzeitig zu erkennen, beherrschen alle gängigen PATA- und SATA-Festplatten SMART. Hinter diesem Akronym verbirgt sich die "Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology", auf die Sie mit dem Konsolen-Tool Smartctl zugreifen kann. Allerdings ist die Bedienung und Ausgabe von Smartctl etwas unübersichtlich. Mehr Komfort bietet hier Gsmartcontrol. Die grafische Oberfläche greift zur Ermittlung der SMART-Werte auf Smartctl zurück und ruft das Tool mit entsprechenden Parametern auf. Welche Parameter beim Aufruf zum Einsatz kommen, können Sie dem Execution-Log entnehmen.

Beim Programmstart ermittelt Gsmartcontrol alle vorhandenen Laufwerke und stellt sie als Symbole im Programmfenster dar. Laufwerke ohne SMART-Funktion lassen sich in den Einstellungen ausblenden. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, über ein Device-Blacklist-Muster ganze Plattengruppen vor Gsmartcontrol zu verbergen. Für die erkannten Festplatten hinterlegen Sie in den Programmeinstellungen für jede Festplatte individuelle Prüfparameter. Mit diesen ruft Gsmartcontrol dann Smartctl auf und ermittelt so nur die wirklich benötigten Daten.

Alle wichtigen Aufgaben bequem über das Kontextmenü des Festplattensymbols steuern. Über die Detailansicht werfen Sie einen Blick ins Error-Log, sehen die Plattenattribute ein oder fragen Plattenbezeichnung und Selbsttest-Logs ab. Attribute und Error-Log sind dabei von besonderem Interesse. Fehler und kritische Schwellenwerte hebt Gsmartcontrol farblich hervor. Weitere Funktionen im Kontextmenü des Festplattensymbols erlauben das (De-)Aktivieren der SMART-Funktion für jede Platte, das Anstoßen eines Selbsttests oder die automatische Datensammlung.

Besonders praktisch ist die Möglichkeit, Smartctl-Ausgabedateien als virtuelle Festplatte einzubinden. So erfassen Sie die SMART-Daten auf jedem beliebigen Rechner und betrachten sie bequem mit Gsmartcontrol. Die neueren Gsmartcontrol-Versionen unterstützen außerdem zahlreiche RAID-Controller und können auch mit den Attributen von SSD-Platten umgehen.

Gsmartcontrol 0.8.7

Lizenz: GPLv3

Quelle: http://gsmartcontrol.berlios.de

Wertung

Mit Gsmartcontrol erfassen Sie bequem die aktuellen SMART-Werte aller Festplatten.

Mit Jajuk Musiksammlungen verwalten

Mit steigendem Umfang der MP3-Sammlung verliert man zunehmend den Überblick. Das Musikverwaltungsprogramm Jajuk schafft hier Abhilfe. Die Java-Anwendung kümmert sich primär um das Verwalten der Musikstücke. Für die Wiedergabe greift es aber auf den bewährten MPlayer zurück, sodass es zahlreiche Audio-Formate wiedergeben kann. Beim ersten Start geben Sie den Verzeichnisbaum an, in dem sich die Audio-Dateien befinden, und legen fest, wie oft Jajuk diesen auf Änderungen überprüfen soll. Anschließend erfasst Jajuk alle dort lagernden Audio-Dateien. Über den Quellen-Manager im Einstellungsmenü fügen Sie spätergegebenenfalls weitere Verzeichnisse hinzu.

Die Bedienung des Tools erfolgt über verschiedene Ansichten, auf die Sie über Navigationsleisten am linken und am unteren Rand des Fensters zugreifen. Die linke Leiste bietet direkten Zugang zum Konfigurationsmenü und dem Player von Jajuk. Hier finden Sie auch die Schalter zum Erstellen einer Playlist, zum Verwalten von Musikverzeichnissen sowie die Albenübersicht. Die untere Leiste enthält Buttons zum Steuern der Wiedergabe. Daneben können Sie hier verschiedene Repeat-Modi aktivieren, die Lautstärke anpassen oder eine zufällige Wiedergabe starten. Auf Knopfdruck beschränken Sie die Wiedergabe auf die besten Stücke der Sammlung oder einen schalten einen Webradio-Sender ein. Für Letzteres legen Sie in der Ansicht Internet-Radios im Pulldown-Menüfenster Ihre eigene Senderliste an.

Jajuk 1.10

Lizenz: GPLv2

Quelle: http://jajuk.info

Wertung

Das Musikverwaltungsprogramm Jajuk bietet einen reichen Funktionsumfang und umfassende Verwaltungsmöglichkeiten.

RSS- und RDF-Feeds im Griff mit NewsFeed

Wer Informationen von vielen Webseiten bezieht, für den sind RSS-Feeds genau das Richtige. In der Vielzahl der RSS-Reader besticht NewsFeed durch seine einfache Bedienbarkeit. Der NetNewsWire-Klone erfordert zudem keine aufwendige Installation, das Python-Programm benötigt lediglich die Python/Tk-Bibliothek als Grundlage.

Ein Navigationsbaum am linken Fensterrand listet alle Feeds auf, die das Programm regelmäßig abfragt. Eine Reihe voreingestellter Feeds bringt das Tool schon mit, die Liste lässt sich problemlos um eigene Einträge erweitern. Für jeden RSS-Feed stellen Sie individuell ein, wie oft NewsFeed nach neuen Nachrichten schaut und nach welcher Zeitspanne eine Nachricht als veraltet gilt. Der Wert hinter jedem RSS-Feed gibt an, wieviele Nachrichten dieses Feeds es noch zu lesen gilt. Die Navigationsleiste am oberen Fensterrand bietet Schaltflächen, um neue Feeds anzulegen, alte zu löschen, alle Einträge zu aktualisieren oder einzelne Nachrichten in einem Feed zu löschen.

Um die Nachrichten eines Feeds zu lesen, reicht es, diesen im Navigationsbaum anzuklicken: Die Schlagzeilen der enthaltenen Nachrichten erscheinen in der Nachrichtenübersicht. Dabei steht hinter jeder Nachricht das Erscheinungsdatum. Klicken Sie eine Nachricht an, erscheint deren Inhalt im unteren Bereich des NewsFeed-Fensters. Dort gibt es eine eigene Navigationsleiste, mit deren Hilfe Sie durch die Artikel navigieren, die Schriftgröße verändern oder den Artikel als Textdatei exportieren.

Mit dem Parameter --nogui aufgerufen, startet NewsFeed im Konsolenmodus, in dem Sie über die Eingabe von Ziffern durch die Artikel navigieren. Um einen Artikel zu lesen, benötigen Sie jedoch einen Webbrowser. Darüber hinaus stehen eine Reihe von Hilfsprogrammen zur Verfügung, mit denen Sie über Cron-Jobs Feeds aktualisieren oder veraltete Einträge löschen, den Speicherverbrauch ermitteln oder den Inhalt eines Feeds auf der Konsole ausgeben.

NewsFeed 2.16

Lizenz: GPLv3

Quelle: http://home.arcor.de/mdoege/newsfeed/

Wertung

Mit NewsFeed behalten Sie Nachrichtenkanäle bequem im Auge. Das Tool unterstützt alle gängigen Feed-Formate wie RSS, RDF und ATOM.

Nomacs, der handliche Bildbetrachter

Die Palette der Bildbetrachter unter Linux reicht vom spartanischen Display bis zum Platzhirsch Gimp. Das Programm Nomacs tritt da als kompakte Alternative an. Der kleine, besonders auf Geschwindigkeit getrimmte Bildbetrachter liest die 20 gängigsten Grafikformate, Änderungen lassen sich jedoch nur in den Formaten BMP, JPG, PNG, PPM, TIF, XBM und XPM speichern.

Mit Nomacs laden Sie wahlweise einzelne Bilder oder durchforsten ganze Verzeichnisse mit Bildern. Öffnen Sie ein Verzeichnis, zeigt das Programm automatisch das erste Bild an. Über Pfeilschaltflächen in der Navigationsleiste navigieren Sie durch die Dateien. Auf Wunsch blendet Nomacs auch eine Thumbnail-Leiste ein. Diese erscheint am oberen Fensterrand und erlaubt ein bequemes Scrollen durch alle Bilder. Durch Anklicken laden Sie das aktuelle Bild. Weitere Informationen zur Datei sowie die Meta-Daten des Bildes blendet Nomacs transparent in das Bild ein. Auf Wunsch startet das Programm auch eine Dia-Show aller Bilder eines Verzeichnisses oder zeigt die Bilder im Vollbildmodus an. Daneben bietet Nomacs auch einige Bearbeitungsfunktionen, wie das Drehen, Skalieren und Zuschneiden sowie das Löschen von Bildern.

Eine Besonderheit stellt die Synchronisationsfunktion dar, über die sich die Anzeigeparameter verschiedener Instanzen von Nomacs auf einem Rechner oder verschiedenen Rechnern im LAN abgleichen lassen. Auf diesem Weg passen Sie beispielsweise auf allen Instanzen den Zoom-Faktor einheitlich an. Für die Synchronisation von zwei Nomacs-Instanzen auf unterschiedlichen Rechnern müssen Sie auf einem davon die Server-Funktion in den Nomacs-Einstellungen aktivieren und den Server im Synchronisationsmenü starten. Die Anwender haben dann die Möglichkeit, Bilder von einem Rechner zum anderen zu senden.

Nomacs 0.4.0

Lizenz: GPLv3

Quelle: http://www.nomacs.org/

Wertung

Der schnelle und kompakte Bildbetrachter Nomacs bietet eine pfiffige Synchronisationsfunktion fürs LAN.

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