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Neues rund um Linux

20.08.2012

LU-Spezial: Gimp 2.8 für Linux, Windows, Mac

Nach fast vier Jahren Entwicklungszeit ist vor kurzem die lange erwartete Version 2.8 der Bildbearbeitungssoftware Gimp erschienen. Das neue, 140 Seiten starke LinuxUser-Spezial beschreibt plattformneutral in fünf Kapiteln das Installieren, Konfigurieren und den Einsatz von Gimp 2.8 unter Linux, Windows und Mac OS X. Dabei richten sich die Kapitel "Installation" und "Grundlagen" vor allem an Ein- und Umsteiger, die Kapitel "Praxis" und "Fotosbearbeitung" führen Fortgeschrittene in die Feinheiten des Umgangs mit Gimp und insbesondere in die neuen Features von Gimp 2.8 ein. Das Kapitel "Know-how" schließlich widmet sich Profi-Features bei der Bild- und Foto-Bearbeitung, der Animation sowie speziellen Filtern und Erweiterungen.

Die DVD zum Heft enthält die Live-Distribution Dream Studio 12.04, mit der Sie Gimp 2.8 (sowie zahlreiche weitere topaktuelle Anwendungen aus dem Bereich Grafik, Audio und Video) ohne Installation direkt an jedem PC ausprobieren können. Daneben finden sich auf der Disk auch die Installationspakete von Gimp 2.8 für Linux, Windows und Mac OS X sowie eine reiche Auswahl der im Heft vorgestellten Plug-ins, Erweiterungen und Zusatzprogramme für Gimp 2.8. Damit können Sie an jedem Linux-, Windows- oder Mac-OS-X-Rechner die in den Artikeln vorgestellten Features nachvollziehen.

Das 140 Seiten starke LU-Spezial zu Gimp 2.8 erhalten Sie zum Preis von 8,90 Euro ab 23. August am Kiosk oder bestellen es über unseren Webshop unter http://www.linux-user.de/spezial. (jlu)

Ab 23.8. am Kiosk: Das neue LU-Spezial "Gimp 2.8".

Bestätigt: Valve bringt Steam für Linux

Schon einige Zeit hatte es immer wieder Gerüchte über eine Portierung von Valves Spieleplattform Steam auf Linux gegeben, jetzt hat das Unternehmen das Vorhaben offiziell bestätigt (http://tinyurl.com/lu0912-valve). Als Erstes soll es einen vollwertigen Steam-Client für Ubuntu 12.04 geben – die populäre Distribution eignet sich laut Valve ideal als Spieleplattform. Mit dem Multiplayer-Zombie-Shooter "Left 4 Dead 2" ist auch bereits ein erstes Game portiert, allerdings hapert es laut Valve noch etwas mit der Grafik-Performance. Diesbezüglich arbeitet der Spiele-Anbieter unter anderem mit Intel an einer Verbesserung der entsprechenden Treiber (http://tinyurl.com/lu0912-intel-valve). Die Motivation Valves, die lange erwartete Portierung jetzt endlich auch in Angriff zu nehmen, stellte Valve-Chef Gabe Newell in einem Interview (http://tinyurl.com/lu0912-newell) mit dem Branchendienst AllThingsD klar: Er hält er das im Oktober erscheinende, Touch-orientierte Windows 8 für "eine Katastrophe für die PC-Welt" und insbesondere die Spiele-Branche – der Linux-Steam-Client soll offenbar eine Rückzugsmöglichkeit sichern. (jlu)

Zombies nativ unter Linux killen: Der Steam-Client für Linux macht's bald möglich. (Bild: Valve)

Digikam 2.7.0 erweitert RAW-Import

In der neuen Version 2.7.0 bringt die Digitalfoto-Anwendung Digikam zahlreiche neue Features mit (http://www.digikam.org/drupal/node/661). So unterstützt das Release unterstützt den RAW-Import von etlichen neuen Kameramodellen, darunter die Canon 5D Mark III, G1 X, 1D X und Powershot SX200; die Nikon D4, D800/D800E und D3200 sowie die Fuji X-S1 und HS30EXR. Daneben aktualisierten die Entwickler auch die Lensfun-Bibliothek zur Linsenkorrektur sowie die Bibliothek für das Format PGF ("Progressive Graphics File") und behoben zudem rund 30 Bugs. Die neue Version steht als Quelltext-Tarball zum Download bereit, für Ubuntu 12.04 "Precise" gibt es unter https://launchpad.net/~philip5/+archive/extra auch ein PPA. (mhu)

Digikam 2.7.0 bringt viele Verbesserungen und Fehlerkorrekturen. (Bild: Gilles Caulier)

Mozilla findet Partner für Firefox OS

Mozillas Linux-basiertes Betriebssystem mit Gecko-Browser soll Firefox OS heißen. Nun hat der Browserhersteller Kooperationspartner genannt: Die ersten Geräte für das Mobilbetriebssystem sollen von ZTE sowie TCL Communication Technology (unter der Marke Alcatel One Touch) kommen. In ihnen werden Snapdragon-ARM-Prozessoren von Qualcomm stecken. Der kommerzielle Start soll Anfang 2013 zunächst in Brasilien unter Telefonicas Marke Vivo erfolgen. Als weitere Mobilfunkanbieter im Partnernetzwerk nennt Mozilla Deutsche Telekom, Etisalat, Smart, Sprint, Telecom Italia und Telenor. Die Technologie für Firefox OS liefert das Mozilla-Projekt Boot to Gecko (https://wiki.mozilla.org/B2G/Architecture), das die Browser-Engine mit dem Linux-Kernel kombiniert. Auf Firefox OS sollen in HTML5 umgesetzte Anwendungen laufen. (mhu)

Firefox plus Smartphone: So visualisiert Mozilla sein Mobilbetriebssystem.

Ubuntu 12.10 integriert Web-Apps

Canonical plant, mit Ubuntu 12.10 Web-Applikationen via HTML5 verstärkt in seinen Unity-Desktop zu integrieren. So soll etwa ein GMail-Icon in der Statusleiste auftauchen, wenn im Browser die Seite geöffnet ist, und alle Mail-Aufgaben des Desktops übernehmen. Auch Webdienste wie Twitter, Facebook oder Picasa will Canonical einbinden. Die Daten der Online-Accounts konfiguriert der Benutzer in einem eigenen Systemsteuerungsmodul. Implementiert sei das Ganze via HTML 5 und Juju. Ein Youtube-Video namens "Introducing Ubuntu Web Apps" (http://tinyurl.com/lu0912-ubuntu) zeigt die Integration exemplarisch. (mfe)

Zu viele Windows-User: Gimp sucht Entwickler

Den Gimp-Entwicklern macht ein Problem zu schaffen, mit dem sie nicht gerechnet hatten: Zu viele Anwender nutzen die freie Bildbearbeitungssoftware unter Windows (http://tinyurl.com/lu0912-gimp). Jetzt häufen sich die Microsoft-spezifischen Bugs, aber das Gimp-Projekt verfügt weder über das Know-how noch über die Manpower, um die Fehler in angemessener Zeit abzuarbeiten. So ruft das Projekt nun Entwickler zur Hilfe auf, die auf Windows arbeiten und in der Lage sind, die "vielen Fehler, die sich über die Jahre angesammelt haben" zu fixen. Interessierte sollen sich auf der Gimp-Developer-Mailingliste (http://developer.gimp.org) oder auf IRC (irc://irc.gimp.org:6667/#gimp) melden. (mfe)

GNU Units 2.0 berechnet Feet und Inches

GNU Units, ein Kommandozeilenprogramm zum Umrechnen zwischen Maßeinheiten, ist in Version 2.0 verfügbar (http://www.gnu.org/software/units/units.html). Das neue Release kann auch mit Summen von Einheiten rechnen, etwa Stunden und Minuten oder Feet und Inches. Daneben verwendet die Software nun die UTF-8-Kodierung. Da die neue Version Einheiten relativ zu Umgebungsvariablen setzen kann, lassen sich Maßeinheiten auch ohne Änderung der Locale einstellen. Sie können eigene Einheiten definieren und dabei auf eingebaute mathematische Funktionen zurückgreifen. Aktuelle Währungskurse und Rohstoffpreise bezieht das Tool aus dem Internet. (mhu)

Kurz notiert

Der neue Linux-Kernel 3.5 bringt unter anderem Verbesserungen bei den Dateisystemen (http://kernelnewbies.org/Linux_3.5). So erhält Ext4 Prüfsummen für die Metadaten-Strukturen, Btrfs bietet Fehlerstatistiken zu I/O-Vorgängen. SCSI kann nun auch USB und Firewire als Transportverfahren nutzen. Daneben setzen die Entwickler einen neuen Algorithmus für Queue-Management um, der exzessives Puffern von Netzwerkverbindungen ("Bufferbloat") verhindern soll.

Der gemeinsame Desktop Summit von KDE und Gnome, wie er 2009 und 2011 stattfand, wird offenbar keine Fortsetzung finden: Das Gnome-Projekt hält die Veranstaltung für zu überladen und will künftig lieber kleinere Events unterstützen. Das KDE-Projekt dagegen hätte gerne wieder einen gemeinsamen Summit veranstaltet (http://tinyurl.com/lu0912-summit).

In der freien IPSec-Implementierung Strongswan 5.0 entfällt der bisherige IKEv1-Daemon Pluto (http://tinyurl.com/lu0912-strongswan). Seine Dienste übernimmt nun der Daemon Charon, der bereits bisher für Version 2 des Internet-Key-Exchange-Protokolls IKE zuständig war. Daneben überarbeiteten die Entwickler den Messagebus, um Deadlocks durch Listener zu verhindern.

Der LaTeX-Editor Texmaker 3.4 (http://www.xm1math.net/texmaker/) bringt einige neue Features mit. So lässt sich jetzt ein Verzeichnis für PDF- und Logdateien vorgeben, die Funktion zum Suchen und Ersetzen unterstützt nun auch reguläre Ausdrücke. Neue Menüpunkte erlauben zudem das Öffnen von Terminals oder das Speichern einer Kopie des Dokuments.

Die Distribution Arch Linux stellt mit Version 2012.07.15 ein aktualisiertes Installations-Image zur Verfügung. Das Image für die Architekturen i686 and x86_64 ersetzt die bislang angebotenen sechs Abbilder. Es bootet in ein Live-System, aus dem man das Betriebssystem mit Hilfe einiger Skripte installiert (http://tinyurl.com/lu0912-arch).

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